The Fort Worth Press - Straftaten gegen Journalisten haben in Deutschland stark zugenommen

USD -
AED 3.6725
AFN 65.508796
ALL 81.051571
AMD 375.859332
ANG 1.79008
AOA 916.505413
ARS 1416.494101
AUD 1.41313
AWG 1.8
AZN 1.691543
BAM 1.642701
BBD 2.007895
BDT 121.837729
BGN 1.67937
BHD 0.377013
BIF 2949.857215
BMD 1
BND 1.265076
BOB 6.903242
BRL 5.194299
BSD 0.996892
BTN 90.375901
BWP 13.137914
BYN 2.873173
BYR 19600
BZD 2.004955
CAD 1.356235
CDF 2214.999919
CHF 0.766035
CLF 0.021602
CLP 852.979771
CNY 6.922498
CNH 6.908365
COP 3673.08
CRC 494.204603
CUC 1
CUP 26.5
CVE 92.612579
CZK 20.342299
DJF 177.523938
DKK 6.270525
DOP 62.758273
DZD 129.480026
EGP 46.849697
ERN 15
ETB 155.496052
EUR 0.839329
FJD 2.1921
FKP 0.735168
GBP 0.73103
GEL 2.690241
GGP 0.735168
GHS 10.970939
GIP 0.735168
GMD 73.49739
GNF 8751.926558
GTQ 7.647373
GYD 208.567109
HKD 7.818049
HNL 26.333781
HRK 6.3261
HTG 130.732404
HUF 316.416502
IDR 16804
ILS 3.085875
IMP 0.735168
INR 90.544028
IQD 1305.980178
IRR 42125.000158
ISK 121.701994
JEP 0.735168
JMD 155.929783
JOD 0.708952
JPY 155.376497
KES 128.999835
KGS 87.449954
KHR 4020.661851
KMF 414.000308
KPW 899.993603
KRW 1459.370121
KWD 0.307109
KYD 0.830758
KZT 492.323198
LAK 21424.491853
LBP 89570.078396
LKR 308.550311
LRD 185.426737
LSL 15.97833
LTL 2.95274
LVL 0.604889
LYD 6.302705
MAD 9.117504
MDL 16.932639
MGA 4376.784814
MKD 51.761634
MMK 2099.674626
MNT 3566.287566
MOP 8.025869
MRU 39.586763
MUR 45.679874
MVR 15.46034
MWK 1728.624223
MXN 17.182865
MYR 3.925033
MZN 63.759909
NAD 15.97833
NGN 1355.040088
NIO 36.687385
NOK 9.533704
NPR 144.601881
NZD 1.65378
OMR 0.384503
PAB 0.996892
PEN 3.348144
PGK 4.337309
PHP 58.558013
PKR 278.761885
PLN 3.536165
PYG 6573.156392
QAR 3.634035
RON 4.2734
RSD 98.5397
RUB 77.146466
RWF 1455.48463
SAR 3.750198
SBD 8.054878
SCR 13.837027
SDG 601.476319
SEK 8.93029
SGD 1.265285
SHP 0.750259
SLE 24.525013
SLL 20969.499267
SOS 568.704855
SRD 37.971501
STD 20697.981008
STN 20.57786
SVC 8.723333
SYP 11059.574895
SZL 15.970939
THB 31.134027
TJS 9.336094
TMT 3.5
TND 2.879712
TOP 2.40776
TRY 43.624598
TTD 6.753738
TWD 31.560301
TZS 2576.096982
UAH 42.973963
UGX 3548.630942
UYU 38.224264
UZS 12265.141398
VES 384.79041
VND 25886
VUV 119.675943
WST 2.73072
XAF 550.946582
XAG 0.012087
XAU 0.000198
XCD 2.70255
XCG 1.796657
XDR 0.685201
XOF 550.946582
XPF 100.167141
YER 238.350266
ZAR 15.89869
ZMK 9001.188272
ZMW 18.8468
ZWL 321.999592
  • DAX

    11.3300

    25026.2

    +0.05%

  • MDAX

    -35.8400

    31930.03

    -0.11%

  • SDAX

    94.5200

    18227.54

    +0.52%

  • Goldpreis

    -7.8000

    5071.6

    -0.15%

  • TecDAX

    -3.6900

    3631.71

    -0.1%

  • Euro STOXX 50

    6.7600

    6065.77

    +0.11%

  • EUR/USD

    -0.0012

    1.1908

    -0.1%

Straftaten gegen Journalisten haben in Deutschland stark zugenommen
Straftaten gegen Journalisten haben in Deutschland stark zugenommen / Foto: © AFP/Archiv

Straftaten gegen Journalisten haben in Deutschland stark zugenommen

Die Zahl der Straftaten gegen Journalisten ist in Deutschland zuletzt deutlich angestiegen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag. Für den Zeitraum vom 1. April 2024 bis zum 30. November 2025 meldeten die Länder demnach insgesamt 818 Fälle politisch motivierter Kriminalität gegen Medien an das Bundeskriminalamt (BKA) gemeldet. Die meisten Taten wurden dem politisch rechten Spektrum zugeordnet.

Textgröße:

Über die Antwort des Bundesinnenministeriums hatte am Dienstag zuerst die "Rheinische Post" berichtet. Bei den gemeldeten Handlungen handelte es sich demnach in 89 Fällen um Gewaltstraftaten. Darunter waren 73 Körperverletzungen, 13 sogenannte Widerstandsdelikte etwa gegen Polizeikräfte, zwei Brandstiftungen und ein Raub.

Bei den übrigen Taten dominierten Nötigung und Bedrohung (101), Volksverhetzung (53), Propagandadelikte (47) sowie Sachbeschädigungen (43). Insgesamt war die Zahl der gemeldeten Taten um 71 Prozent höher als im Jahr 2023. Durchschnittlich wurden im von der Regierungsantwort erfassten Zeitraum 41 Fälle pro Monat erfasst, im Jahr 2023 waren es 24 pro Monat.

Rund ein Drittel (244) der Fälle insgesamt wurden von den Behörden dem Bereich "rechts" zugeordnet, 78 Fälle dem Bereich "links". 153 Fälle wurden als "ausländische Ideologie", 31 als "religiöse Ideologie" erfasst. Weitere 312 Delikte liefen unter "sonstige Zuordnung". Dabei handelt es sich um Fälle, die von den Behörden als politisch motiviert eingestuft wurden, sich jedoch demnach keinem der vier Bereiche eindeutig zuordnen ließen. Von den Gewalttaten wurden 44 Fälle dem Bereich "ausländische Ideologie" zugeordnet, 26 dem Bereich "links" und elf dem Bereich "rechts".

Die gemeldeten Fälle verteilen sich sehr ungleich auf die Bundesländer: Allein auf Berlin entfallen laut der BKA-Statistik 406 Fälle – damit fast die Hälfte aller registrierten Straftaten. Dahinter folgen Sachsen (82), Bayern (64) und Nordrhein‑Westfalen (55). In Berlin wurde auch mehr als die Hälfte der Gewalttaten (51) registriert. 211 der Straftaten insgesamt standen laut Behörden in Zusammenhang mit Demonstrationen, davon 73 der Gewaltdelikte.

Auch im Internet nahmen die Fälle zu: Für das Kalenderjahr 2024 erfasste das BKA 217 Straftaten mit dem Angriffsziel "Medien", bei denen das Tatmittel Internet vermerkt ist; 2025 waren es mit Stand von Ende Dezember bereits 333 gemeldete Taten. Häufig handelte es sich um Hasspostings.

"Die Sicherheit von Journalisten spielt für Bund und Länder eine unverändert große Rolle", hieß es in der Regierungsantwort. "Medien können nur dort unabhängig und frei berichten, wo die Sicherheit von Journalisten gewährleistet ist." Die Regierung wolle zudem auch deren Schutz vor offensichtlich unbegründeten Klagen oder missbräuchlichen Gerichtsverfahren verbessern.

Der medienpolitische Sprecher der Linken im Bundestag, David Schliesing, zeigte sich alarmiert von den Zahlen. "Das Ausmaß an gewalttätigen Übergriffen und Straftaten gegen Medienschaffende erreicht ein erschreckend hohes Niveau", erklärte er zu den neuen Daten. "Bund und Länder müssen umgehend aktiv werden und deutlich mehr für den Schutz journalistischer Arbeit tun", verlangte Schliesing weiter. "Das sind Zahlen, die erschrecken und an die wir uns keinesfalls gewöhnen dürfen", mahnte der Linken-Politiker.

Erstaunt äußerte sich Schliesing über deutliche Ungleichgewichte in der Statistik. So gehe die massive Erhöhung im Jahresvergleich offensichtlich fast ausschließlich auf die sehr hohen gemeldeten Zahlen in Berlin zurück. Der vergleichsweise hohe Anteil "links" verorteter Gewalttaten widerspricht laut Schliesing Daten, die von der Organisation Reporter ohne Grenzen erfasst worden seien.

C.Dean--TFWP