The Fort Worth Press - Kassenbeiträge auf alle Einkommensarten: Widerstand in Union gegen SPD-Vorschlag

USD -
AED 3.67315
AFN 62.999749
ALL 82.659231
AMD 377.229897
ANG 1.790083
AOA 916.999866
ARS 1391.756035
AUD 1.443689
AWG 1.8025
AZN 1.687314
BAM 1.685671
BBD 2.013678
BDT 122.977207
BGN 1.709309
BHD 0.377585
BIF 2965
BMD 1
BND 1.28264
BOB 6.908351
BRL 5.156903
BSD 0.999815
BTN 92.79256
BWP 13.597831
BYN 2.973319
BYR 19600
BZD 2.010774
CAD 1.38884
CDF 2294.999792
CHF 0.793725
CLF 0.023122
CLP 913.110139
CNY 6.87275
CNH 6.877835
COP 3667.29
CRC 464.839659
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.495361
CZK 21.144502
DJF 177.719959
DKK 6.446405
DOP 60.502706
DZD 132.760217
EGP 53.517664
ERN 15
ETB 156.112361
EUR 0.86271
FJD 2.257401
FKP 0.758501
GBP 0.751265
GEL 2.689838
GGP 0.758501
GHS 10.999544
GIP 0.758501
GMD 73.500451
GNF 8779.999838
GTQ 7.648319
GYD 209.250209
HKD 7.837705
HNL 26.559099
HRK 6.4965
HTG 131.237691
HUF 330.587992
IDR 16932.1
ILS 3.13645
IMP 0.758501
INR 92.662097
IQD 1309.682341
IRR 1318874.999731
ISK 124.580274
JEP 0.758501
JMD 158.120413
JOD 0.708983
JPY 158.749506
KES 130.050371
KGS 87.45021
KHR 4010.508699
KMF 426.749669
KPW 899.943346
KRW 1515.460056
KWD 0.30942
KYD 0.833229
KZT 475.292069
LAK 21952.502481
LBP 89550.000137
LKR 315.172096
LRD 183.849906
LSL 16.944967
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.374999
MAD 9.325041
MDL 17.611846
MGA 4230.341582
MKD 53.166304
MMK 2100.405998
MNT 3572.722217
MOP 8.072575
MRU 40.130449
MUR 46.81039
MVR 15.450373
MWK 1737.000163
MXN 17.838903
MYR 4.026965
MZN 63.960201
NAD 16.944959
NGN 1380.360078
NIO 36.794904
NOK 9.715595
NPR 148.468563
NZD 1.737725
OMR 0.384504
PAB 0.999836
PEN 3.478666
PGK 4.323975
PHP 60.227971
PKR 278.954626
PLN 3.69595
PYG 6493.344193
QAR 3.645288
RON 4.3973
RSD 101.273022
RUB 80.307306
RWF 1463.214918
SAR 3.753556
SBD 8.042037
SCR 13.909862
SDG 600.999539
SEK 9.41532
SGD 1.2833
SHP 0.750259
SLE 24.549721
SLL 20969.510825
SOS 571.374393
SRD 37.364054
STD 20697.981008
STN 21.117322
SVC 8.748077
SYP 110.747305
SZL 16.786116
THB 32.637026
TJS 9.560589
TMT 3.51
TND 2.934847
TOP 2.40776
TRY 44.478497
TTD 6.785987
TWD 31.986991
TZS 2589.999881
UAH 43.749677
UGX 3724.309718
UYU 40.637618
UZS 12144.744043
VES 473.27785
VND 26335
VUV 120.24399
WST 2.777713
XAF 565.390002
XAG 0.013228
XAU 0.00021
XCD 2.70255
XCG 1.801759
XDR 0.710952
XOF 565.351019
XPF 102.791293
YER 238.650235
ZAR 16.84473
ZMK 9001.204871
ZMW 19.270981
ZWL 321.999592
  • DAX

    618.8500

    23298.89

    +2.66%

  • MDAX

    1055.0600

    29205.84

    +3.61%

  • SDAX

    310.1700

    16802.71

    +1.85%

  • Euro STOXX 50

    162.9800

    5732.71

    +2.84%

  • TecDAX

    62.6600

    3484.26

    +1.8%

  • Goldpreis

    115.9000

    4794.5

    +2.42%

  • EUR/USD

    0.0030

    1.1587

    +0.26%

Kassenbeiträge auf alle Einkommensarten: Widerstand in Union gegen SPD-Vorschlag
Kassenbeiträge auf alle Einkommensarten: Widerstand in Union gegen SPD-Vorschlag / Foto: © AFP

Kassenbeiträge auf alle Einkommensarten: Widerstand in Union gegen SPD-Vorschlag

In der Koalition ist neuer Streit um die Finanzierung des Gesundheitssystems entbrannt. Die Union lehnte den SPD-Vorschlag einer Abgabe auf Miet- und Kapitaleinkünfte zur Stabilisierung der Kranken- und Pflegeversicherung am Montag ab. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sprach sich im "Handelsblatt" stattdessen dafür aus, so genannte beitragsfremde Leistungen aus dem Bundeshaushalt zu finanzieren. Die SPD-Spitze verteidigte unterdessen ihre Pläne für Beiträge auf alle Einkommensarten.

Textgröße:

Die SPD hatte am Wochenende die Arbeit an einem neuen Grundsatzprogramm eingeleitet. In einem Positionspapier zur Gesundheitspolitik fordert die Partei einen Paradigmenwechsel zur Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung mit dem Ziel, den Kreis der Einzahlenden zu erhöhen. Demnach sollen Beiträge zur Krankenversicherung nicht nur auf Löhne, Gehälter und Renten, sondern auch auf andere Einkommen wie etwa Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen erhoben werden.

SPD-Co-Chef Lars Klingbeil sagte dazu in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin", das Gesundheits- und Pflegesystem werde "vor allem von denen bezahlt (...), die täglich arbeiten gehen". "Und ich finde die Debatte darüber, ob man nicht sagt: Kapitaleinkünfte müssen stärker herangezogen werden – ist doch eine berechtigte Diskussion."

Nach den Worten von SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf macht der Wandel am Arbeitsmarkt einen Systemwechsel notwendig. Viele Geschäftsmodelle seien gar nicht mehr auf so viel Beschäftigung ausgelegt, sondern erwirtschafteten Gewinne auch ohne viele Beschäftigte, sagte Klüssendorf den Sendern RTL und ntv. Es müsse daher überlegt werden, wie "auch andere Ertragsarten, andere Einkommensarten mit in die Finanzierung unseres Solidarwesens" einbezogen werden könnten.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sieht hingegen in solchen Zusatzabgaben eine Belastung für "kleine und mittlere Sparer". "Die brauchen Planungssicherheit", sagte Linnemann im "Bericht aus Berlin". "Wir sagen: Legt doch Geld an fürs Alter – ob eine Mietwohnung oder eine andere Anlage. Und jetzt sagen wir am Ende: Nee, wir nehmen euch die Planungssicherheit! Ihr müsst jetzt noch mal einen Beitrag zahlen zusätzlich! Das geht nicht", sagte der CDU-Generalsekretär.

Statt einer Zusatzabgabe schlug Linnemann vor, versicherungsfremde Leistungen zu streichen, etwa die Mitversicherung von Empfängern der Grundsicherung. Gesundheitsministerin Warken schloss sich dieser Forderung an: Es sei ungerecht, wenn gesetzlich Versicherte für die Versicherung von Grundsicherungsempfängern jährlich Milliardenbeträge zahlen müssen, sagte Warken dem "Handelsblatt".

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Simone Borchardt (CDU), warnte ebenfalls vor "neuen Belastungen für breitere Teile der Bevölkerung". Es müssten erst alle Effizienzreserven im System gehoben werden, bevor man über neue Einnahmehebel spreche, sagte sie der "Augsburger Allgemeinen".

Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums erklärte auf die Frage, ob Klingbeil in seiner Funktion als Finanzminister diese Zusatzbeiträge bereits in seine Haushaltsplanung einbaue, für diesbezügliche Ankündigungen sei es noch zu früh. Klingbeil habe sich zu den Zusatzabgaben als SPD-Vorsitzender geäußert.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erklärte, es müsse jetzt darum gehen, "die Ausgabendynamik in den Griff zu bekommen und nicht einfach nur die Einnahmen zu erhöhen und die Versicherten noch mehr zu belasten". Ähnlich äußerte sich der AOK-Bundesverband: Die Beitragssätze befänden sich auf einem "Rekordniveau". Der Fokus müsse vielmehr auf einer "schnellen und effektiven Dämpfung der Ausgabenentwicklung und auf einer Steigerung der Effizienz unseres Gesundheitssystems liegen", um die Beitragszahlenden wirksam zu entlasten.

F.Garcia--TFWP