The Fort Worth Press - Koalition will Zugang zu Daten über kritische Infrastruktur einschränken

USD -
AED 3.6725
AFN 66.000063
ALL 82.019444
AMD 379.030024
ANG 1.79008
AOA 917.000222
ARS 1452.1415
AUD 1.436864
AWG 1.8
AZN 1.699581
BAM 1.650151
BBD 2.016242
BDT 122.43245
BGN 1.67937
BHD 0.377035
BIF 2964.5
BMD 1
BND 1.271584
BOB 6.942435
BRL 5.261799
BSD 1.001076
BTN 91.544186
BWP 13.176113
BYN 2.86646
BYR 19600
BZD 2.013297
CAD 1.36714
CDF 2154.999935
CHF 0.778795
CLF 0.021919
CLP 865.500352
CNY 6.946501
CNH 6.938895
COP 3622.05
CRC 496.70313
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.874975
CZK 20.59725
DJF 177.719709
DKK 6.327105
DOP 62.950149
DZD 129.934449
EGP 47.089896
ERN 15
ETB 155.250273
EUR 0.84721
FJD 2.206598
FKP 0.729754
GBP 0.731315
GEL 2.694994
GGP 0.729754
GHS 10.954985
GIP 0.729754
GMD 73.55548
GNF 8751.000245
GTQ 7.681242
GYD 209.445862
HKD 7.810703
HNL 26.449908
HRK 6.386897
HTG 131.200378
HUF 322.735497
IDR 16766.2
ILS 3.10084
IMP 0.729754
INR 90.46795
IQD 1310.5
IRR 42125.000158
ISK 123.039932
JEP 0.729754
JMD 157.178897
JOD 0.709014
JPY 155.4575
KES 129.13006
KGS 87.449831
KHR 4025.492445
KMF 418.000086
KPW 900
KRW 1450.029709
KWD 0.30714
KYD 0.834223
KZT 505.528533
LAK 21494.999879
LBP 85549.999924
LKR 310.004134
LRD 185.999884
LSL 16.110186
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.320108
MAD 9.15875
MDL 16.948552
MGA 4450.000276
MKD 52.248327
MMK 2099.986463
MNT 3564.625242
MOP 8.053239
MRU 39.929374
MUR 45.650252
MVR 15.450036
MWK 1737.000377
MXN 17.388398
MYR 3.958498
MZN 63.749877
NAD 16.109867
NGN 1391.000271
NIO 36.697378
NOK 9.69397
NPR 146.471315
NZD 1.662775
OMR 0.38451
PAB 1.00108
PEN 3.365975
PGK 4.237972
PHP 58.919935
PKR 279.749793
PLN 3.57693
PYG 6656.120146
QAR 3.64125
RON 4.317897
RSD 99.493038
RUB 76.448038
RWF 1453
SAR 3.750185
SBD 8.058101
SCR 14.250149
SDG 601.501494
SEK 8.95644
SGD 1.271315
SHP 0.750259
SLE 24.474994
SLL 20969.499267
SOS 571.503458
SRD 38.025022
STD 20697.981008
STN 21.25
SVC 8.759629
SYP 11059.574895
SZL 16.109942
THB 31.490262
TJS 9.349825
TMT 3.51
TND 2.847497
TOP 2.40776
TRY 43.480099
TTD 6.777673
TWD 31.591702
TZS 2588.490529
UAH 43.112529
UGX 3575.692379
UYU 38.836508
UZS 12249.999719
VES 369.791581
VND 26020
VUV 119.156711
WST 2.710781
XAF 553.468475
XAG 0.012114
XAU 0.000209
XCD 2.70255
XCG 1.80413
XDR 0.687215
XOF 551.505966
XPF 101.749394
YER 238.374969
ZAR 16.066915
ZMK 9001.197925
ZMW 19.646044
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0024

    1.1818

    +0.2%

  • DAX

    258.7100

    24797.52

    +1.04%

  • SDAX

    87.8200

    18128.17

    +0.48%

  • TecDAX

    28.1000

    3641.51

    +0.77%

  • Euro STOXX 50

    59.7000

    6007.51

    +0.99%

  • Goldpreis

    195.5000

    4848.1

    +4.03%

  • MDAX

    347.6500

    31512.09

    +1.1%

Koalition will Zugang zu Daten über kritische Infrastruktur einschränken

Koalition will Zugang zu Daten über kritische Infrastruktur einschränken

Die schwarz-rote Koalition zieht Konsequenzen aus den Anschlägen auf das Berliner Stromnetz und andere wichtige Versorgungseinrichtungen: Union und SPD vereinbarten am Mittwoch im Koalitionsausschuss, sie wollten öffentlich zugängliche Standortdaten zu sogenannter kritischer Infrastruktur "nach Möglichkeit einschränken". Denn die öffentliche Verfügbarkeit erleichtere "Anschläge, Ausspähungsversuche und Sabotageakte" sowohl durch inländische Extremisten als auch ausländische Mächte.

Textgröße:

Durch einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke waren im Südwesten Berlins Anfang Januar vorübergehend 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbebetriebe ohne Strom. Es dauerte mehrere Tage, bis sie wieder alle am Netz waren. Zu dem Anschlag bekannte sich eine linksextremistische Gruppe. Danach gab es eine Diskussion darüber, warum sensible Standortdaten zu solchen Anlagen weiter im Netz zugänglich sind.

Nach früheren Anschlägen sei der Vorfall in Berlin "eine erneute Warnung" gewesen, sagte Kanzler Friedrich Merz (CDU) nach Beratungen des Koalitionsausschusses. Bund und Länder würden nun überprüfen, "wie viele Informationen sie über diese Schlüsseleinrichtungen unserer Infrastruktur in Zukunft preisgeben". Der Schutz solcher Anlagen stehe dabei fortan "vor dem Wunsch nach Transparenz".

Hierzu soll es nach einem Ergebnispapier des Treffens auch gegebenenfalls Rechtsänderungen geben, um Transparenzvorgaben für die Betreiber abzuschwächen. Eine entsprechende Gesetzesinitiative solle "umgehend auf den Weg gebracht werden".

"Bei Schäden wollen wir schneller reparieren können und schnell auch in die Notversorgung gehen können", sagte Merz weiter. Dafür brauche es Investitionen. Auch die Wirtschaft müsse sich hier besser wappnen und insbesondere ihre Lieferketten besser schützen.

CSU-Chef Markus Söder sagte, auf auf Ebene der Bundesländer müsse alles getan werden, "um all diese kritischen Infrastrukturen zu überprüfen". In seinem Bundesland werde dazu "ein eigenes bayerisches Landesamt für Bevölkerungsschutz" eingerichtet, das die Koordinierung übernehme, sagte der bayerische Ministerpräsident.

Das Treffen stand unter dem Eindruck einer zunehmend schwierigen internationalen Lage: Neben dem nunmehr seit fast vier Jahren andauernden Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine gehört dazu auch das zunehmend schwierige Verhältnis zu den USA unter Präsident Donald Trump. Dieser hatte im Streit um Grönland auch Deutschland jüngst mit Strafzöllen gedroht, wenn es der Übernahme der Arktis-Insel durch die USA nicht zustimme.

"Die Welt befindet sich inmitten eines Epochenbruchs", heißt es in einer im Ergebnispapier des Koalitionstreffens enthaltenen "Agenda für Resilienz und mehr Souveränität". "Anstelle des regelbasierten Multilateralismus spielen wenige Großmächte zunehmend ihre wirtschaftliche und militärische Dominanz für ihre geostrategischen Ziele aus."

Union und SPD ziehen daraus den Schluss, dass Deutschland und auch Europa "stärker werden" müssen, um hier zu bestehen. "Doch jede Art von Stärke, sei sie militärischer oder technologischer Art, beruht am Ende auf wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, der Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern und Arbeitgebern", heißt es in dem Text.

Deutschland müsse deshalb in drei Bereichen "besser werden", sagte Merz. "Bei Innovation Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit." Dies müsse Teil der nun anstehenden Reformen sein.

SPD-Chef und Vize-Kanzler Lars Klingbeil verwies auch auf die europäische Ebene, um Abhängigkeiten etwa von den USA zu verringern. Er nannte dabei die seit Jahren diskutierte Einführung des digitalen Euro und sah ein "Ökosystem europäischer Bezahlsysteme" als Ziel. "Angesichts der geopolitischen Lage" müsse nun jedem klar sein, "dass man jetzt den Knoten durchschlagen muss".

Merz sagte, die Bundesregierung wolle "dafür werben, den Euro als Leitwährung auf der Welt neben dem Dollar" zu etablieren. "Das würde unsere Abhängigkeit vom Dollarkurs auch reduzieren", sagte er mit Blick auf die aktuelle Dollar-Schwäche. Für die deutsche Exportwirtschaft sei dieser derzeit "eine erhebliche Last".

Nach der gemeinsamen Pressekonferenz wurden die Beratungen im Kanzleramt am Abend fortgesetzt.

P.Navarro--TFWP