The Fort Worth Press - Scharfer Widerspruch nach Trump-Äußerungen zu Afghanistan-Engagement der Verbündeten

USD -
AED 3.67315
AFN 63.489175
ALL 82.69704
AMD 376.959684
ANG 1.790083
AOA 916.999606
ARS 1386.432052
AUD 1.447765
AWG 1.8
AZN 1.70124
BAM 1.699144
BBD 2.014422
BDT 122.722731
BGN 1.709309
BHD 0.377571
BIF 2966
BMD 1
BND 1.288204
BOB 6.911051
BRL 5.158904
BSD 1.00013
BTN 93.154671
BWP 13.721325
BYN 2.963529
BYR 19600
BZD 2.011459
CAD 1.39175
CDF 2295.999444
CHF 0.799013
CLF 0.023232
CLP 917.309786
CNY 6.885598
CNH 6.889825
COP 3657.03
CRC 465.397112
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.875003
CZK 21.239196
DJF 177.71947
DKK 6.477255
DOP 60.724997
DZD 133.048166
EGP 54.242753
ERN 15
ETB 156.999837
EUR 0.86677
FJD 2.257498
FKP 0.750158
GBP 0.756065
GEL 2.689833
GGP 0.750158
GHS 11.025012
GIP 0.750158
GMD 73.99986
GNF 8775.000038
GTQ 7.651242
GYD 209.312427
HKD 7.837595
HNL 26.619612
HRK 6.529399
HTG 131.271448
HUF 333.030392
IDR 16981
ILS 3.125465
IMP 0.750158
INR 92.97635
IQD 1310
IRR 1319125.00041
ISK 125.160077
JEP 0.750158
JMD 157.682116
JOD 0.708993
JPY 159.639006
KES 130.097237
KGS 87.4488
KHR 4012.999676
KMF 426.999943
KPW 899.994443
KRW 1510.329848
KWD 0.30936
KYD 0.833496
KZT 473.939125
LAK 21949.999977
LBP 89549.999694
LKR 315.52795
LRD 183.803222
LSL 16.820275
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.390205
MAD 9.325025
MDL 17.597769
MGA 4175.000359
MKD 53.387548
MMK 2099.621061
MNT 3572.314592
MOP 8.074419
MRU 40.130541
MUR 46.809687
MVR 15.450086
MWK 1737.00028
MXN 17.856305
MYR 4.038976
MZN 63.959782
NAD 16.820107
NGN 1380.559956
NIO 36.709753
NOK 9.733135
NPR 149.047474
NZD 1.74815
OMR 0.384499
PAB 1.000126
PEN 3.4525
PGK 4.311496
PHP 60.471018
PKR 279.099135
PLN 3.705775
PYG 6469.6045
QAR 3.644502
RON 4.418402
RSD 101.768209
RUB 80.197619
RWF 1460
SAR 3.754138
SBD 8.048583
SCR 14.189131
SDG 600.999817
SEK 9.42264
SGD 1.285445
SHP 0.750259
SLE 24.60141
SLL 20969.510825
SOS 571.496929
SRD 37.350956
STD 20697.981008
STN 21.5
SVC 8.75114
SYP 110.548921
SZL 16.801602
THB 32.630991
TJS 9.585632
TMT 3.5
TND 2.91425
TOP 2.40776
TRY 44.485499
TTD 6.78508
TWD 31.924994
TZS 2599.999736
UAH 43.803484
UGX 3752.226228
UYU 40.501271
UZS 12154.99979
VES 473.325199
VND 26336
VUV 120.132513
WST 2.770875
XAF 569.874593
XAG 0.013772
XAU 0.000215
XCD 2.70255
XCG 1.80252
XDR 0.703479
XOF 564.499459
XPF 103.300644
YER 238.624988
ZAR 16.93287
ZMK 9001.19884
ZMW 19.327487
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • Goldpreis

    -108.2000

    4704.9

    -2.3%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • EUR/USD

    -0.0055

    1.1539

    -0.48%

Scharfer Widerspruch nach Trump-Äußerungen zu Afghanistan-Engagement der Verbündeten
Scharfer Widerspruch nach Trump-Äußerungen zu Afghanistan-Engagement der Verbündeten / Foto: © AFP/Archiv

Scharfer Widerspruch nach Trump-Äußerungen zu Afghanistan-Engagement der Verbündeten

"Inakzeptabel", "beleidigend": US-Präsident Donald Trump hat mit seinen Äußerungen zum Engagement von Nato-Truppen in Afghanistan scharfen Widerspruch bei den Verbündeten ausgelöst. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) verteidigte die gefallenen Bundeswehr-Soldaten in der "Welt am Sonntag" als "Helden", Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) verwies darauf, dass die Bundeswehr für die Unterstützung der US-Verbündeten mit 59 getöteten Soldaten "einen hohen Preis bezahlt" habe. Nach deutlicher Kritik auch aus London hob Trump die Rolle der britischen Soldaten in Afghanistan hervor.

Textgröße:

Wadephul betonte, als die USA nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zum einzigen Mal in der Geschichte der Nato den Bündnisfall augelöst hätten, habe Deutschland den US-Alliierten selbstverständlich beigestanden. Der Bundesaußenminister verwies zudem auf die Opfer, welche die Bundeswehr und andere Alliierte am Hindukusch gebracht hätten.

Die deutschen Soldaten seien "Helden, genau wie die amerikanischen, britischen, dänischen, kanadischen, französischen oder Soldaten aus weiteren Ländern, die ihr Leben dafür gegeben haben, unser Bündnis zu verteidigen", sagte Wadephul der "Welt am Sonntag".

Deutschland habe in Afghanistan einen hohen Preis bezahlt, erklärte Pistorius am Samstag. "59 Soldaten und drei Polizisten sind in Gefechten, durch Anschläge oder Unfälle ums Leben gekommen. Zahlreiche Verwundete leiden bis heute unter den Verletzungen aus dieser Zeit", betonte der Verteidigungsminister.

Der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bezeichnete Trumps Äußerungen in der "Bild am Sonntag" als "groteske Verdrehung der Tatsachen" und "Schlag ins Gesicht aller Verwundeten und Familien der Gefallenen – sowie der Soldatinnen und Soldaten, die als Bündnisverpflichtete an der Seite der amerikanischen Kameraden gekämpft haben". Er erwarte eine Entschuldigung des US-Präsidenten, sagte Guttenberg, der während einiger Jahre des Afghanistan-Einsatzes Oberbefehlshaber der Bundeswehr war.

Trump hatte am Freitag die Bedeutung der Truppen aus Nato-Partnerstaaten für den Afghanistan-Einsatz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zu schmälern versucht. "Sie werden sagen, dass sie einige Truppen nach Afghanistan geschickt haben", sagte er im Sender Fox News über andere Nato-Mitglieder. "Und das haben sie auch, aber sie blieben etwas zurück, etwas abseits der Front." Zugleich wiederholte der US-Präsident seine Behauptung, dass die Nato den USA nicht zu Hilfe kommen würde, falls sie darum gebeten würde.

Am Samstag schien Trump zumindest in Bezug auf den britischen Beistand zurückzurudern. "Die großen und sehr tapferen Soldaten des Vereinigten Königreichs werden immer an der Seite der Vereinigten Staaten von Amerika stehen!", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. 457 britische Soldaten seien in Afghanistan gestorben und viele weitere schwer verletzt worden. "Sie gehörten zu den größten Kriegern", schrieb Trump weiter.

Dem britischen Verteidigungsministerium zufolge hatte London 150.000 Soldatinnen und Soldaten nach Afghanistan entsandt und stellte damit nach den USA das zweitgrößte Truppenkontingent des Nato-Einsatzes.

Großbritanniens Premierminister Keir Starmer habe am Samstag mit Trump telefoniert und dabei die Rolle der britischen Armee in Afghanistan hervorgehoben, erklärte eine Sprecherin. Er würdigte demnach "die mutigen und heldenhaften britischen und amerikanischen Soldaten, die Seite an Seite in Afghanistan gekämpft haben" und von denen viele getötet worden seien. Starmer hatte Trumps Äußerungen am Freitag als "beleidigend und wirklich erschreckend" bezeichnet.

Auch bei weiteren Nato-Verbündeten stießen die Äußerungen des US-Präsidenten auf Widerspruch. Australiens Regierungschef Anthony Albanese hob im Sender ABC am Samstag die "Tapferkeit" der 40.000 australischen Soldaten in Afghanistan hervor, "die sicher an der Frontlinie" standen, "um Demokratie und Freiheit und unsere nationalen Interessen zu verteidigen".

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verwies am Samstag im Onlinedienst X auf die 53 in Afghanistan getöteten und mehr als 700 verwundeten italienischen Soldaten. Damit das Solidaritätsprinzip in der Nato weiter funktioniere, brauche es Respekt.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nannte Trumps Äußerungen am Samstag "inakzeptabel". Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betrachte Trumps Kritik ebenfalls als "inakzeptabel", die Äußerungen des US-Präsidenten bedürften "keines Kommentars", hieß es aus Macrons Umfeld.

Das Eingreifen der Nato in Afghanistan nach den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 markierte das erste und einzige Mal, dass die Nato den Bündnisfall gemäß Artikel 5 ausrief. Der Einsatz endete 2021 mit einem chaotischen Abzug nach dem Vorrücken der radikalislamischen Taliban in Afghanistan.

X.Silva--TFWP