The Fort Worth Press - Trump verschärft Streit um Grönland mit Sonderzöllen für europäische Länder

USD -
AED 3.672495
AFN 63.501471
ALL 83.072963
AMD 375.623475
ANG 1.790083
AOA 917.00026
ARS 1390.220498
AUD 1.447534
AWG 1.8
AZN 1.70702
BAM 1.695072
BBD 2.009612
BDT 122.428639
BGN 1.709309
BHD 0.377609
BIF 2964.709145
BMD 1
BND 1.2851
BOB 6.894519
BRL 5.157597
BSD 0.997742
BTN 92.939509
BWP 13.688562
BYN 2.956504
BYR 19600
BZD 2.006665
CAD 1.39245
CDF 2296.000206
CHF 0.798503
CLF 0.023224
CLP 917.000289
CNY 6.885601
CNH 6.883785
COP 3662.46
CRC 464.279833
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.56558
CZK 21.243197
DJF 177.673004
DKK 6.47623
DOP 60.312178
DZD 133.062353
EGP 54.2572
ERN 15
ETB 155.800822
EUR 0.866597
FJD 2.253795
FKP 0.750158
GBP 0.755625
GEL 2.685051
GGP 0.750158
GHS 10.970563
GIP 0.750158
GMD 74.000249
GNF 8752.513347
GTQ 7.632939
GYD 208.828972
HKD 7.83835
HNL 26.504427
HRK 6.530905
HTG 130.952897
HUF 333.138986
IDR 16998
ILS 3.136798
IMP 0.750158
INR 92.598303
IQD 1307.141959
IRR 1319125.000189
ISK 125.149716
JEP 0.750158
JMD 157.303566
JOD 0.708984
JPY 159.617504
KES 129.794813
KGS 87.448802
KHR 3990.137323
KMF 426.999768
KPW 899.994443
KRW 1507.020477
KWD 0.30934
KYD 0.831502
KZT 472.805432
LAK 21970.392969
LBP 89502.03926
LKR 314.804623
LRD 183.088277
LSL 16.955078
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.380628
MAD 9.374033
MDL 17.55613
MGA 4171.343141
MKD 53.422776
MMK 2099.621061
MNT 3572.314592
MOP 8.055104
MRU 39.637211
MUR 46.940105
MVR 15.460021
MWK 1730.071718
MXN 17.856596
MYR 4.033014
MZN 63.950312
NAD 16.954711
NGN 1378.25967
NIO 36.712196
NOK 9.734315
NPR 148.701282
NZD 1.75133
OMR 0.384545
PAB 0.997734
PEN 3.45194
PGK 4.316042
PHP 60.464505
PKR 278.39991
PLN 3.70718
PYG 6454.29687
QAR 3.638018
RON 4.417499
RSD 101.772347
RUB 80.207393
RWF 1457.240049
SAR 3.754249
SBD 8.038772
SCR 14.425806
SDG 601.000172
SEK 9.43173
SGD 1.28546
SHP 0.750259
SLE 24.650044
SLL 20969.510825
SOS 570.192924
SRD 37.35103
STD 20697.981008
STN 21.233539
SVC 8.730169
SYP 110.548921
SZL 16.948198
THB 32.646041
TJS 9.563492
TMT 3.51
TND 2.941459
TOP 2.40776
TRY 44.5833
TTD 6.768937
TWD 31.972943
TZS 2600.000206
UAH 43.698134
UGX 3743.234401
UYU 40.405091
UZS 12122.393971
VES 473.390498
VND 26342.5
VUV 120.132513
WST 2.770875
XAF 568.506489
XAG 0.013691
XAU 0.000214
XCD 2.70255
XCG 1.798209
XDR 0.70704
XOF 568.516344
XPF 103.361457
YER 238.65028
ZAR 16.94973
ZMK 9001.198572
ZMW 19.281421
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0002

    1.1547

    +0.02%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • Goldpreis

    107.7000

    4910.1

    +2.19%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

Trump verschärft Streit um Grönland mit Sonderzöllen für europäische Länder

Trump verschärft Streit um Grönland mit Sonderzöllen für europäische Länder

Mit der Ankündigung von Sonderzöllen für mehrere europäische Staaten wie Deutschland hat US-Präsident Donald Trump den Streit um Grönland verschärft. Bis zu einem Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel an die USA sollen Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland zunächst zehn und später 25 Prozent zusätzliche Zölle zahlen, wie Trump am Samstag erklärte. Die EU reagierte besorgt und setzte für Sonntag ein außerordentliches Treffen auf Botschafterebene an.

Textgröße:

Die Zölle von zehn Prozent sollen ab dem 1. Februar auf alle Einfuhren der betroffenen Länder in die USA gelten, wie Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social schrieb. Ab dem 1. Juni würden diese Zölle auf 25 Prozent erhöht. Dieser Aufschlag werde so lange fällig, "bis eine Einigung über den vollständigen und kompletten Kauf Grönlands erzielt ist".

Trump warf den acht Ländern vor, im Konflikt um Grönland ein "sehr gefährliches Spiel" zu spielen. Es sei daher "unerlässlich, zum Schutz des globalen Friedens und der globalen Sicherheit entschiedene Maßnahmen zu ergreifen". Der US-Präsident versicherte zugleich, er sei "sofort offen" für Verhandlungen mit Dänemark und den anderen betroffenen Ländern.

Der dänische Außenminister Lars Lökke Rasmussen reagierte "überrascht" auf die US-Sonderzölle, der britische Premierminister Keir Starmer kritisierte sie als "vollkommen falsch" und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron als "inakzeptabel". "Wir werden uns nicht einschüchtern lassen", sagte Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson der Nachrichtenagentur AFP.

Die Bundesregierung reagierte zurückhaltender. Sie habe Trumps Ankündigung "zur Kenntnis genommen", erklärte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Die Bundesregierung befinde sich nun "in engster Abstimmung mit den europäischen Partnern", mit denen gemeinsam "zur gegebenen Zeit über geeignete Reaktionen" entschieden werde.

"Zölle würden die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine gefährliche Abwärtsspirale riskieren", warnten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa. "Europa wird geeint, koordiniert und entschlossen bleiben, seine Souveränität zu wahren", hieß es ihrer gemeinsamen Erklärung. Für Sonntagnachmittag wurde eine außerordentliche Sitzung der Botschafter der EU-Staaten in Brüssel anberaumt.

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber, erklärte, Trumps Drohungen stellten das im vergangenen Jahr geschlossene Handelsabkommen der EU mit den USA in Frage. "Die 0‑Prozent‑Zölle auf US‑Produkte müssen ausgesetzt werden", forderte er im Onlinedienst X auf Englisch.

Die grönländische Ministerin für mineralische Ressourcen, Naaja Nathanielsen, erklärte nach den Reaktionen der europäischen Partner im Onlinedienst Linkedin, sie sei "dankbar und hoffnungsvoll, dass Diplomatie und Partnerschaft obsiegen werden".

Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark. Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Meist war von einem Kauf der Arktis-Insel die Rede, aber auch militärische Gewalt schloss Trump nicht aus. Da Dänemark wie die USA der Nato angehört, droht der Konflikt um Grönland auch das Verteidigungsbündnis zu spalten.

Vor dem Hintergrund von Trumps Drohungen hatte am Donnerstag auf Einladung Dänemarks in Grönland eine Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder begonnen. Auch die Bundeswehr ist mit 15 Soldaten an "Arctic Endurance" beteiligt. Mehrere Experten werteten die Erkundungsmission als "strategisches Signal" an die USA.

In Grönland und Dänemark gingen am Samstag tausende Menschen gegen Trumps Drohungen auf die Straße. An einer Demonstration in Grönlands Hauptstadt Nuuk nahm auch Regierungschef Jens-Frederik Nielsen teil. Viele Menschen schwenkten grönländische Flaggen und riefen Sprechchöre gegen die USA.

In Dänemark versammelten sich tausende Menschen vor dem Rathaus der Hauptstadt Kopenhagen und schwenkten dänische und grönländische Fahnen. Zudem skandierten sie immer wieder "Kalaallit Nunaat!" - den Namen Grönlands auf Grönländisch - und "Grönland steht nicht zum Verkauf". Auch in anderen dänischen Städten gab es Proteste gegen Trump unter dem Motto "Grönland gehört den Grönländern" oder "Hände weg von Grönland".

Derweil ging der Besuch von US-Parlamentariern in Kopenhagen zu Ende. Der an der Delegationsspitze stehende demokratische Senator Chris Coons betonte vor Journalisten, die Mehrheit der US-Bürger unterstütze Trumps Umgang mit Grönland nicht.

Der Berichterstatter der Unionsfraktion für Nordamerika und die Arktis, Peter Beyer (CDU), kündigte einen Grönland-Besuch ab Sonntagabend an. Der CDU-Sicherheitspolitiker Roderich Kiesewetter mahnte im "Münchner Merkur", Europa solle sich "von den Erpressungsversuchen Trumps nicht einschüchtern lassen".

A.Nunez--TFWP