The Fort Worth Press - Merz vereinbart in Indien verstärkte ökonomische und militärische Beziehungen

USD -
AED 3.672982
AFN 65.99971
ALL 82.670003
AMD 381.150202
ANG 1.790403
AOA 916.999566
ARS 1467.499104
AUD 1.489203
AWG 1.8
AZN 1.698518
BAM 1.673698
BBD 2.013292
BDT 122.15289
BGN 1.666695
BHD 0.376985
BIF 2963.5
BMD 1
BND 1.285902
BOB 6.932384
BRL 5.374098
BSD 0.999628
BTN 90.156939
BWP 13.358898
BYN 2.904171
BYR 19600
BZD 2.010468
CAD 1.38773
CDF 2174.999821
CHF 0.797675
CLF 0.022538
CLP 884.170379
CNY 6.973199
CNH 6.964965
COP 3712
CRC 497.053373
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.803539
CZK 20.79655
DJF 177.72043
DKK 6.40504
DOP 63.749716
DZD 130.03297
EGP 47.149231
ERN 15
ETB 155.204186
EUR 0.856971
FJD 2.27485
FKP 0.745969
GBP 0.742605
GEL 2.68978
GGP 0.745969
GHS 10.734961
GIP 0.745969
GMD 73.487145
GNF 8749.999757
GTQ 7.664754
GYD 209.135613
HKD 7.796649
HNL 26.505751
HRK 6.458802
HTG 130.824242
HUF 331.980145
IDR 16864
ILS 3.13868
IMP 0.745969
INR 90.13425
IQD 1310
IRR 42125.000158
ISK 125.800045
JEP 0.745969
JMD 158.512687
JOD 0.708958
JPY 158.172976
KES 128.999792
KGS 87.449403
KHR 4027.509698
KMF 422.000056
KPW 900.000517
KRW 1465.62042
KWD 0.30757
KYD 0.833016
KZT 510.166612
LAK 21600.000157
LBP 89267.429556
LKR 308.991385
LRD 180.302368
LSL 16.400564
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 5.424965
MAD 9.21625
MDL 16.98387
MGA 4559.999945
MKD 52.766275
MMK 2100.011455
MNT 3558.20757
MOP 8.028692
MRU 39.750183
MUR 46.702199
MVR 15.450513
MWK 1735.999905
MXN 17.915899
MYR 4.062498
MZN 63.91002
NAD 16.395409
NGN 1420.910021
NIO 36.784989
NOK 10.06949
NPR 144.250761
NZD 1.732425
OMR 0.384509
PAB 0.99967
PEN 3.36075
PGK 4.26425
PHP 59.312501
PKR 279.950092
PLN 3.608815
PYG 6614.654438
QAR 3.6411
RON 4.362505
RSD 100.567961
RUB 78.326005
RWF 1457
SAR 3.750167
SBD 8.123611
SCR 14.475681
SDG 601.445873
SEK 9.16787
SGD 1.285445
SHP 0.750259
SLE 24.149957
SLL 20969.503664
SOS 571.501579
SRD 38.175025
STD 20697.981008
STN 21.425
SVC 8.746747
SYP 11059.574895
SZL 16.395071
THB 31.228502
TJS 9.301669
TMT 3.51
TND 2.892502
TOP 2.40776
TRY 43.111406
TTD 6.789439
TWD 31.578005
TZS 2499.63499
UAH 43.275216
UGX 3601.783773
UYU 38.93625
UZS 12114.999644
VES 331.293298
VND 26275
VUV 120.295663
WST 2.78398
XAF 561.470018
XAG 0.011758
XAU 0.000218
XCD 2.70255
XCG 1.801538
XDR 0.699909
XOF 561.499271
XPF 102.625018
YER 238.375643
ZAR 16.38105
ZMK 9001.202765
ZMW 19.418207
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    18.8300

    6016.3

    +0.31%

  • TecDAX

    17.2600

    3837.5

    +0.45%

  • SDAX

    72.2000

    18190.77

    +0.4%

  • DAX

    143.7000

    25405.34

    +0.57%

  • MDAX

    153.3300

    32320.5

    +0.47%

  • Goldpreis

    -5.9000

    4608.8

    -0.13%

  • EUR/USD

    0.0031

    1.167

    +0.27%

Merz vereinbart in Indien verstärkte ökonomische und militärische Beziehungen
Merz vereinbart in Indien verstärkte ökonomische und militärische Beziehungen / Foto: © AFP

Merz vereinbart in Indien verstärkte ökonomische und militärische Beziehungen

Deutschland und Indien wollen ihre wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen deutlich ausbauen. Das vereinbarten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der indische Premierminister Narendra Modi am Montag am ersten Tag des Kanzlerbesuchs im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Bei der Kooperation im Rüstungsbereich geht es laut Merz auch darum, die Abhängigkeit Indiens von Militärmaterial aus Russland zu mindern.

Textgröße:

Merz begründete die Vertiefung der deutsch-indischen Partnerschaft insbesondere mit der aktuellen Weltlage. In einer zunehmend von "Großmachtpolitik und Denken in Einflusssphären" geprägten Welt müssten Indien und Deutschland sich gemeinsam wappnen. "Wir haben ein strategisches Interesse, zu zeigen, dass die regelbasierte Ordnung auf dieser Welt nicht am Ende ist", sagte der Kanzler am ersten Tag seines Indien-Besuchs, an dem er von Modi in dessen Heimatstadt Ahmedabad empfangen wurde.

Merz und Modi vereinbarten unter anderem, dass das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern deutlich steigen soll. Auch plädierte der Kanzler für den raschen Abschluss eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und Indien. Es soll auf das Abkommen zwischen der Europäischen Union und den südamerikanischen Mercosur-Staaten folgen, das erst am Freitag von der EU mit der nötigen Mehrheit der Mitgliedstaaten gebilligt worden war. Ende Januar werden die EU-Spitzen zu einem Besuch in Indien erwartet, bei dem das Abkommen unterzeichnet werden könnte.

Merz geht es bei seinem zweitägigen Indien-Besuch also auch darum, einen Gegenakzent zur harschen Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump zu setzen und Deutschland wie die EU als zuverlässige und auf Kooperation setzende Handelspartner zu präsentieren. Er hoffe sehr darauf, "dass wir an einem zweiten Platz in der Welt (nach Südamerika) zeigen können, dass wir an einer regelbasierten Handelsordnung festhalten", sagte der Kanzler vor Journalisten.

Merz und Modi unterzeichneten 19 Absichtserklärungen, unter anderem zur Zusammenarbeit der Rüstungsindustrien beider Länder, zu Halbleitern, Telekommunikation und Ausbildung. Merz wird von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet.

Modi bezeichnete die engere Zusammenarbeit zwischen Berlin und Neu-Delhi als Beleg für "gegenseitiges Vertrauen und gemeinsame Ansichten". Durch die nun besiegelten Absichtserklärungen werde die "historische Beziehung" in eine "moderne Partnerschaft" verändert.

Merz betonte: "Gerade angesichts der tiefen geopolitischen Veränderungen und Umbrüche in der Welt teilen wir ein fundamentales Interesse daran, unsere strategische Partnerschaft zu vertiefen." Deutschland müsse ein "weiteres, ein größeres Netz an Partnerschaften knüpfen, und zwar schnell und mit langem Atem zugleich". Indien sei dabei "ein Wunschpartner". Neben der wirtschaftlichen Stärke verbänden beide Länder "grundlegende Werte".

Allerdings bezieht Indien trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine weiterhin in hohem Umfang Öl und Gas aus Russland. Merz sagte, Modi habe ihm "sehr ausführlich erläutert", dass Indien mit seinen 1,4 Milliarden Einwohnern von den russischen Öl- und Gasimporten "abhängig" sei. Sein Eindruck sei jedoch, dass Indien diese Abhängigkeit reduzieren wolle. In der ablehnenden Haltung zum russischen Krieg gegen die Ukraine seien er und Modi sich "vollkommen einig", sagte der Kanzler.

Im Verteidigungsbereich planen Deutschland und Indien eine vertiefe Zusammenarbeit im Rüstungssektor und auch gemeinsame Übungen von Luftwaffe und Marine im Indopazifik. Die Rüstungskooperation mit Deutschland trage dazu bei, dass Indien "weniger angewiesen" auf Russland sei, sagte Merz.

Indien hatte jahrzehntelang Rüstungsgüter hauptsächlich aus Russland bezogen. In jüngerer Vergangenheit hat sich das Land aber breiter aufgestellt: Zum einen fördert Neu-Delhi den Ausbau der heimischen Rüstungsindustrie, zum anderen bezieht es wichtige militärische Ausrüstung mittlerweile auch aus Frankreich, Israel und den USA.

Auch ein bedeutender deutsch-indischer Rüstungsvertrag zeichnet sich ab. Der U-Boot- und Fregattenbauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) soll die indische Marine mit sechs modernen U-Booten ausstatten. Mit den neuen U-Booten könnte Indien seine veraltete Flotte aus russischer Produktion erneuern. Verhandelt wird darüber seit Jahren.

Zu den Handelsbeziehungen sagte Merz, Deutschland wolle gemeinsam mit Indien einseitige Abhängigkeiten in Lieferketten verringern und die Kooperation in Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Wasserstoff, Batteriespeicherung und kritischen Rohstoffen ausbauen. Das bilaterale Handelsvolumen mit Indien hat nach seinen Angaben mit fast 50 Milliarden Dollar (etwa 43 Milliarden Euro) bereits ein Rekordniveau erreicht.

Der Kanzler hob auch hervor, dass Inderinnen und Inder schon heute zu den "erfolgreichsten Zuwanderern" in Deutschland gehörten. Aktuell studierten 60.000 Menschen aus Indien in Deutschland und machten die "größte Gruppe ausländischer Studenten in Deutschland" aus. Deutschland wolle Indien weiter einladen, Studierende wie auch Arbeitskräfte zu entsenden, die in vielen Dienstleistungsberufen gebraucht würden.

Merz traf in Ahmedabad auch Inder, die am Goethe-Institut Deutsch lernen, um später in Deutschland zu studieren oder arbeiten. Am Dienstag will der Kanzler die Industrie- und Forschungsmetropole Bangalore und ein dortiges Werk von Bosch besuchen. Merz absolviert in Indien seine erste Asienreise seit seinem Amtsantritt, China wird er erst später besuchen.

K.Ibarra--TFWP