The Fort Worth Press - Von der Leyen verschiebt Mercosur-Abkommen: Unterzeichnung frühestens im Januar

USD -
AED 3.672503
AFN 64.000378
ALL 81.719319
AMD 368.120328
ANG 1.790403
AOA 913.115986
ARS 1429.260602
AUD 1.41299
AWG 1.801525
AZN 1.697505
BAM 1.684662
BBD 2.014307
BDT 122.763646
BGN 1.69088
BHD 0.377198
BIF 2989.857226
BMD 1
BND 1.282253
BOB 6.910839
BRL 5.078301
BSD 1.000134
BTN 94.672782
BWP 13.41861
BYN 2.768827
BYR 19600
BZD 2.011413
CAD 1.39823
CDF 2295.000232
CHF 0.793599
CLF 0.022681
CLP 892.650219
CNY 6.7715
CNH 6.759475
COP 3492.51
CRC 454.982019
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.978251
CZK 20.818983
DJF 177.719854
DKK 6.44282
DOP 58.780714
DZD 133.064977
EGP 50.349403
ERN 15
ETB 161.237628
EUR 0.86196
FJD 2.237202
FKP 0.746148
GBP 0.74475
GEL 2.655019
GGP 0.746148
GHS 11.101445
GIP 0.746148
GMD 73.000119
GNF 8761.079479
GTQ 7.62406
GYD 209.236521
HKD 7.83485
HNL 26.744076
HRK 6.494499
HTG 130.714732
HUF 301.863003
IDR 17704
ILS 2.902595
IMP 0.746148
INR 94.572302
IQD 1310.156512
IRR 1375877.497294
ISK 124.460444
JEP 0.746148
JMD 158.526028
JOD 0.708973
JPY 160.269503
KES 129.398158
KGS 87.450511
KHR 4019.208821
KMF 426.000074
KPW 900.00035
KRW 1514.220217
KWD 0.30815
KYD 0.833473
KZT 489.555787
LAK 22021.999604
LBP 89562.850473
LKR 332.536555
LRD 182.018649
LSL 16.177014
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.359584
MAD 9.24575
MDL 17.396473
MGA 4155.30719
MKD 53.139347
MMK 2099.090156
MNT 3576.689019
MOP 8.070461
MRU 39.92506
MUR 47.119898
MVR 15.459816
MWK 1734.220557
MXN 17.20605
MYR 4.050304
MZN 63.900812
NAD 16.176944
NGN 1358.26011
NIO 36.806698
NOK 9.534545
NPR 151.476624
NZD 1.71552
OMR 0.384502
PAB 1.00006
PEN 3.401239
PGK 4.380015
PHP 60.294503
PKR 278.247736
PLN 3.66395
PYG 6123.407023
QAR 3.646058
RON 4.512497
RSD 101.176013
RUB 72.451568
RWF 1469.173289
SAR 3.752094
SBD 8.045573
SCR 13.696826
SDG 600.499
SEK 9.384235
SGD 1.282575
SHP 0.746601
SLE 24.649833
SLL 20969.503664
SOS 571.527015
SRD 37.518031
STD 20697.981008
STN 21.103498
SVC 8.750743
SYP 110.532098
SZL 16.174171
THB 32.55404
TJS 9.270929
TMT 3.51
TND 2.926901
TOP 2.40776
TRY 46.281703
TTD 6.788552
TWD 31.536701
TZS 2629.998015
UAH 44.83735
UGX 3715.140944
UYU 40.562483
UZS 11980.705457
VES 581.95784
VND 26290
VUV 119.50104
WST 2.743493
XAF 565.02961
XAG 0.014272
XAU 0.000231
XCD 2.70255
XCG 1.802434
XDR 0.703376
XOF 565.02961
XPF 102.727985
YER 238.593065
ZAR 16.198399
ZMK 9001.207781
ZMW 17.580733
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    41.8000

    6229.43

    +0.67%

  • MDAX

    499.5300

    32582.63

    +1.53%

  • TecDAX

    18.7200

    3998.22

    +0.47%

  • DAX

    258.7100

    24894.01

    +1.04%

  • SDAX

    156.9400

    18534.14

    +0.85%

  • Goldpreis

    92.2000

    4331

    +2.13%

  • EUR/USD

    0.0021

    1.1594

    +0.18%

Von der Leyen verschiebt Mercosur-Abkommen: Unterzeichnung frühestens im Januar
Von der Leyen verschiebt Mercosur-Abkommen: Unterzeichnung frühestens im Januar / Foto: © AFP

Von der Leyen verschiebt Mercosur-Abkommen: Unterzeichnung frühestens im Januar

Das EU-Handelsabkommen mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten kommt frühestens im Januar. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verschob die Unterzeichnung nach Angaben ihrer Sprecherin beim EU-Gipfel am Donnerstag auf das kommende Jahr. Die EU und Brasilien planen einen Termin Anfang oder Mitte Januar, das Datum steht aber noch nicht fest. Die deutsche Bundesregierung zeigte sich optimistisch, dass der Abschluss dann gelingt.

Textgröße:

Von der Leyen wollte das Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay eigentlich am Samstag bei einem Gipfeltreffen in Brasilien unterzeichnen. Sie braucht dafür jedoch grünes Licht aus dem Rat der 27 EU-Länder, wo sich bislang eine Sperrminorität aus Frankreich, Italien, Polen und Ungarn abzeichnet.

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hatte sich am Donnerstag bereit gezeigt, der EU deshalb weitere Bedenkzeit einzuräumen. Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni habe ihn um "eine Woche, zehn Tage, maximal einen Monat" Bedenkzeit gebeten, danach sei Italien zu einer Unterzeichnung bereit, sagte Lula vor Journalisten. Lula gab die Bitte nach eigenen Angaben an die drei anderen Mercosur-Länder weiter.

Italiens Stimme gilt als entscheidend, weil die anderen Staaten ihre Meinung kaum ändern dürften. Meloni lehnt das Abkommen nicht kategorisch ab, hatte einer Unterzeichnung noch in dieser Woche aber eine Absage erteilt. Die italienische Regierung sei "bereit, das Abkommen zu unterzeichnen, sobald die Landwirte die notwendigen Antworten bekommen", teilte ihr Büro am Donnerstag mit. Diese könnten "in kurzer Zeit festgelegt werden".

Die Bundesregierung rechnet damit, dass Meloni zeitnah einlenkt. "Das wird zwar jetzt nicht mehr in diesem Jahr abgeschlossen, aber dafür scheint es ziemlich sicher zu sein, dass es kommt", hieß es aus Regierungskreisen. Mitte Januar solle das Abkommen "über die Hürden kommen".

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte beim Gipfel in Brüssel auf einen raschen Abschluss gedrungen, ebenso Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez und sein portugiesischer Amtskollege Luís Montenegro.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zementierte hingegen seine Ablehnung. "Dieses Abkommen kann nicht unterzeichnet werden", sagte er in Brüssel und warnte erneut vor Folgen für französische Bauern durch die billigere Konkurrenz aus Südamerika. Eine breite Mehrheit in der französischen Bevölkerung und der Politik lehnt die Vereinbarung strikt ab.

Um auf die Bedenken einzugehen, hatten Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 EU-Länder bereits am Mittwochabend eine Zusatzregelung vereinbart. Steigen die Einfuhren dieser Produkte aus den Mercosur-Staaten stark an und drücken in der EU die Preise, kann die EU-Kommission die Zölle wieder einführen. Frankreich und Italien reichten diese Zusagen aber nicht aus.

In Brüssel demonstrierten tausende Landwirte gegen das Abkommen. Die Polizei sprach von rund 7300 Teilnehmern und knapp tausend Traktoren, die über die Stadt verteilt Straßen blockierten. Der Demonstrationszug verlief weitgehend friedlich. AFP-Reporter beobachteten jedoch, wie eine Gruppe Demonstranten am Rande der Proteste Autoreifen anzündete und mit Kartoffeln warf. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.

Die deutsche Wirtschaft fordert seit langem einen Abschluss des Abkommens, das vor allem für die Auto- und Chemieindustrie wichtig ist. Der Präsident des Chemieverbands VCI, Wolfgang Große Entrup, zeigte sich angesichts der Verschiebung frustriert. "Dass sich die scheinbar endlose Hängepartie fortsetzt, ist kein gutes Zeichen", erklärte er und forderte eine rasche Unterzeichnung im kommenden Jahr.

Das Mercosur-Abkommen soll die Zölle auf 91 Prozent aller zwischen der EU und dem Mercosur gehandelten Waren abschaffen. Nach Berechnungen der EU-Kommission könnten die jährlichen EU-Exporte nach Südamerika so um bis zu 39 Prozent wachsen. Während die Europäer unter anderem Autos und chemische Produkte über den Atlantik exportieren, liefern die Mercosur-Länder hauptsächlich landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe.

T.Harrison--TFWP