The Fort Worth Press - Merz sichert Israel Unterstützung zu – und partnerschaftliche Kritik

USD -
AED 3.672503
AFN 63.502416
ALL 81.649984
AMD 368.209681
ANG 1.790403
AOA 917.488949
ARS 1436.755598
AUD 1.414887
AWG 1.8
AZN 1.696371
BAM 1.685177
BBD 2.015096
BDT 122.817901
BGN 1.69088
BHD 0.377104
BIF 2991
BMD 1
BND 1.281762
BOB 6.938712
BRL 5.103697
BSD 1.000526
BTN 94.560525
BWP 13.406112
BYN 2.76997
BYR 19600
BZD 2.012252
CAD 1.39961
CDF 2320.000052
CHF 0.792901
CLF 0.022506
CLP 885.759706
CNY 6.75745
CNH 6.75578
COP 3435.15
CRC 455.716489
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.349749
CZK 20.795101
DJF 177.71978
DKK 6.436255
DOP 58.600507
DZD 132.88034
EGP 50.112102
ERN 15
ETB 158.375036
EUR 0.86109
FJD 2.233703
FKP 0.744874
GBP 0.744645
GEL 2.645032
GGP 0.744874
GHS 11.241137
GIP 0.744874
GMD 72.999668
GNF 8777.499414
GTQ 7.626359
GYD 209.290102
HKD 7.832815
HNL 26.691204
HRK 6.488603
HTG 130.666299
HUF 300.864041
IDR 17801
ILS 2.915702
IMP 0.744874
INR 94.88885
IQD 1310
IRR 1374999.999901
ISK 124.34041
JEP 0.744874
JMD 158.238482
JOD 0.708985
JPY 160.413028
KES 129.419997
KGS 87.449755
KHR 4012.493234
KMF 424.999742
KPW 900.00035
KRW 1510.605004
KWD 0.30815
KYD 0.8338
KZT 487.920041
LAK 22029.999983
LBP 89550.000294
LKR 335.185855
LRD 182.149797
LSL 16.197258
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.37498
MAD 9.244983
MDL 17.459223
MGA 4200.000499
MKD 53.096316
MMK 2099.401411
MNT 3576.563972
MOP 8.072446
MRU 40.07975
MUR 47.24054
MVR 15.459785
MWK 1735.999786
MXN 17.209525
MYR 4.0689
MZN 63.896448
NAD 16.197209
NGN 1359.719741
NIO 36.609905
NOK 9.469604
NPR 151.295881
NZD 1.71469
OMR 0.384502
PAB 1.000526
PEN 3.41251
PGK 4.38775
PHP 60.245033
PKR 278.304398
PLN 3.64995
PYG 6105.515298
QAR 3.640503
RON 4.5038
RSD 101.047025
RUB 72.500624
RWF 1488
SAR 3.751894
SBD 8.061424
SCR 13.441673
SDG 600.498421
SEK 9.359835
SGD 1.282005
SHP 0.746601
SLE 24.749988
SLL 20969.503664
SOS 571.497886
SRD 37.332034
STD 20697.981008
STN 21.4
SVC 8.754244
SYP 110.532098
SZL 16.195433
THB 32.509848
TJS 9.274765
TMT 3.51
TND 2.91175
TOP 2.40776
TRY 46.315102
TTD 6.796543
TWD 31.578993
TZS 2619.998022
UAH 44.808889
UGX 3701.565583
UYU 40.393596
UZS 12004.999633
VES 596.036397
VND 26300
VUV 118.866954
WST 2.741216
XAF 565.192704
XAG 0.014251
XAU 0.000231
XCD 2.70255
XCG 1.803205
XDR 0.703697
XOF 565.000112
XPF 103.25004
YER 238.624987
ZAR 16.180105
ZMK 9001.199162
ZMW 17.684109
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0003

    1.1616

    +0.03%

  • Euro STOXX 50

    27.9900

    6257.42

    +0.45%

  • TecDAX

    -31.6800

    3966.54

    -0.8%

  • MDAX

    3.9100

    32586.54

    +0.01%

  • DAX

    16.4000

    24910.41

    +0.07%

  • SDAX

    -111.0200

    18423.12

    -0.6%

  • Goldpreis

    -2.4000

    4352

    -0.06%

Merz sichert Israel Unterstützung zu – und partnerschaftliche Kritik
Merz sichert Israel Unterstützung zu – und partnerschaftliche Kritik / Foto: © POOL/AFP

Merz sichert Israel Unterstützung zu – und partnerschaftliche Kritik

Kritische Solidarität mit Israel: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich bei seinem Besuch in Jerusalem für eine kritische Auseinandersetzung mit der israelischen Politik ausgesprochen. Zugleich ließ der Kanzler aber keinen Zweifel an der Verlässlichkeit der deutschen Unterstützung. "Kritik an der israelischen Regierung ist möglich und manchmal vielleicht sogar notwendig“, sagte Merz am Sonntag bei einer Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Textgröße:

Aber Kritik an Israels Politik dürfe "nicht als Vorwand für Antisemitismus missbraucht werden", mahnte Merz. Deutschland sehe sich dauerhaft in der Verantwortung für die Existenz und die Sicherheit Israels, betonte er.

Einig zeigten sich Merz und Netanjahu darin, die engen Beziehungen trotz bestehender Differenzen weiter zu pflegen und zu vertiefen – "die Schicksale Deutschlands und Israels sind miteinander verwoben", sagte Netanjahu. Vor dem Treffen mit Netanjahu hatte Merz am Sonntag die zentrale Holocaust-Gedenkstäte Yad Vashem besucht. Aus dem "monströsen Verbrechen der Shoa“ ergebe sich für Deutschland die dauerhafte Verantwortung, "immer für die Existenz und die Sicherheit Israels einzustehen", sagte der Kanzler später bei der Pressekonferenz. "Das gehört zum Wesenskern unserer Beziehungen. Das gilt für heute, das gilt für morgen und das gilt für immer."

Einig zeigten sich Merz und Netanjahu in dem Ziel, die radikalislamische Hamas im Gazastreifen zu entwaffnen, um die Umsetzung des Friedensabkommens voranzutreiben. Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023, bei dem mehr als 1200 Menschen getötet und dutzende als Geiseln verschleppt worden waren, den Gazakrieg ausgelöst. Seither wurden im Gazastreifen nach Hamas-Angaben durch den israelischen Militäreinsatz mehr als 70.000 Menschen getötet.

Offene Differenzen gab es in der Frage einer Zwei-Staaten-Lösung: Merz warb für die Einrichtung eines palästinensischen Staates an der Seite Israels, die Grundlage für eine neue Friedensordnung im Nahen Osten sein könnte. Ein Palästinenserstaat an der Seite Israels eröffne vermutlich die "beste Aussicht" für eine Zukunft, in der Israelis, Palästinenser und arabische Nachbarn "dauerhaft im Frieden" leben, sagte Merz.

Netanjahu wies die Gründung eines Palästinenserstaates erneut energisch zurück und warnte, dieser würde auf die "Vernichtung" Israels abzielen. "In der Frage von zwei Staaten haben wir offenkundig eine unterschiedliche Sichtweise", sagte er. Ein Palästinenserstaat hätte das Ziel, Israel als den "einzigen jüdischen Staat zu vernichten".

Die deutsch-israelischen Beziehungen hatten in den Monaten vor dem Besuch des Kanzlers eine schwierige Phase durchlebt. "Mein Besuch fällt in eine schwere Zeit für das israelische Volk und auch in vielschichtige Zeiten für die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern", sagte Kanzler Merz.

Netanjahus Regierung war verärgert über die Kritik der Bundesregierung an der israelischen Kriegsführung im Gazastreifen und über das im August von Merz verhängte Teil-Waffenembargo, das erst im November wieder auslief.

Merz kam bei der Pressekonferenz mit Netanjahu auf das Thema zu sprechen: Im Laufe des Gaza-Kriegs habe "uns das Vorgehen der israelischen Regierung auch in ein gewisses Dilemma geführt", sagte der Kanzler. Deutschland stehe ein für die Sicherheit Israels, fühle sich aber auch der Achtung von Menschenrechten und Rechtsstaat verpflichtet – in Anbetracht dieses Dilemmas habe seine Regierung Entscheidungen treffen müssen.

"Unsere Haltung auch zur militärischen Unterstützung Israels hat sich nicht geändert", fügte Merz hinzu. Es werde nach Auslaufen des Teil-Embargos weitere Waffenlieferungen geben. Und er gehe davon aus, "dass das nicht nur zu meiner Amtszeit so bleibt".

Israel steht derzeit international stark in der Kritik - wegen seiner Kriegsführung im Gazastreifen, wegen des Siedlungsbaus und der Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland und wegen regelmäßiger Angriffe in den Nachbarstaaten Syrien und Libanon. Gegen Netanjahu liegt ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen im Gazastreifen vor.

Eine Gegeneinladung an Netanjahu für einen Besuch in Deutschland sei bei dem Treffen in Jerusalem "kein Thema" gewesen, sagte Merz. Netanjahu kritisierte den Haftbefehl als "korrupt".

Nach seinem Treffen mit dem Ministerpräsidenten kam Merz in Jerusalem noch zu einem Gespräch mit ehemaligen Hamas-Geiseln und Angehörigen getöteter Geiseln zusammen. Zudem traf er die Oppositionspolitiker Jair Lapid und Benny Gantz zu einem Meinungsaustausch. Am Nachmittag wollte Merz nach Deutschland zurückkehren.

G.Dominguez--TFWP