The Fort Worth Press - BSW wählt bei Parteitag in Magdeburg neue Spitze: De Masi folgt auf Wagenknecht

USD -
AED 3.6725
AFN 63.502786
ALL 81.649774
AMD 368.210105
ANG 1.790403
AOA 917.493505
ARS 1436.719047
AUD 1.415899
AWG 1.8
AZN 1.698139
BAM 1.685177
BBD 2.015096
BDT 122.817901
BGN 1.69088
BHD 0.377101
BIF 2991
BMD 1
BND 1.281762
BOB 6.938712
BRL 5.103302
BSD 1.000526
BTN 94.560525
BWP 13.406112
BYN 2.76997
BYR 19600
BZD 2.012252
CAD 1.39983
CDF 2319.999903
CHF 0.79242
CLF 0.022506
CLP 885.760184
CNY 6.75745
CNH 6.757055
COP 3434.66
CRC 455.716489
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.350038
CZK 20.80495
DJF 177.719876
DKK 6.43765
DOP 58.60058
DZD 132.878618
EGP 50.219199
ERN 15
ETB 158.374949
EUR 0.86127
FJD 2.233701
FKP 0.744874
GBP 0.74475
GEL 2.645015
GGP 0.744874
GHS 11.293234
GIP 0.744874
GMD 73.000051
GNF 8777.496097
GTQ 7.626359
GYD 209.290102
HKD 7.833315
HNL 26.701565
HRK 6.488698
HTG 130.666299
HUF 300.973502
IDR 17746
ILS 2.915705
IMP 0.744874
INR 94.48745
IQD 1310
IRR 1375000.000195
ISK 124.380217
JEP 0.744874
JMD 158.238482
JOD 0.708993
JPY 160.328499
KES 129.460039
KGS 87.449893
KHR 4012.49985
KMF 425.000019
KPW 900.00035
KRW 1513.519947
KWD 0.30813
KYD 0.8338
KZT 487.920041
LAK 22029.999523
LBP 89550.000026
LKR 335.185855
LRD 182.150032
LSL 16.203129
LTL 2.95274
LVL 0.604891
LYD 6.375025
MAD 9.244973
MDL 17.459223
MGA 4200.000011
MKD 53.088924
MMK 2099.401411
MNT 3576.563972
MOP 8.072446
MRU 40.080115
MUR 47.240073
MVR 15.459923
MWK 1735.999583
MXN 17.206425
MYR 4.068799
MZN 63.897688
NAD 16.207518
NGN 1359.39797
NIO 36.609603
NOK 9.472595
NPR 151.295881
NZD 1.715545
OMR 0.384502
PAB 1.000526
PEN 3.41251
PGK 4.38775
PHP 60.390949
PKR 278.294418
PLN 3.65065
PYG 6105.515298
QAR 3.640501
RON 4.505015
RSD 101.073983
RUB 72.497814
RWF 1488
SAR 3.751894
SBD 8.061424
SCR 13.488178
SDG 600.498557
SEK 9.357365
SGD 1.282021
SHP 0.746601
SLE 24.749474
SLL 20969.503664
SOS 571.497411
SRD 37.331976
STD 20697.981008
STN 21.4
SVC 8.754244
SYP 110.532098
SZL 16.198703
THB 32.545998
TJS 9.274765
TMT 3.51
TND 2.91175
TOP 2.40776
TRY 46.316498
TTD 6.796543
TWD 31.546503
TZS 2619.998008
UAH 44.808889
UGX 3701.565583
UYU 40.393596
UZS 12005.000055
VES 596.036401
VND 26319.5
VUV 118.866954
WST 2.741216
XAF 565.192704
XAG 0.014245
XAU 0.000231
XCD 2.70255
XCG 1.803205
XDR 0.703697
XOF 565.000266
XPF 103.250334
YER 238.625011
ZAR 16.196735
ZMK 9001.19837
ZMW 17.684109
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -6.0000

    4348.4

    -0.14%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1617

    +0.03%

  • DAX

    16.4000

    24910.41

    +0.07%

  • TecDAX

    -31.6800

    3966.54

    -0.8%

  • MDAX

    3.9100

    32586.54

    +0.01%

  • Euro STOXX 50

    27.9900

    6257.42

    +0.45%

  • SDAX

    -111.0200

    18423.12

    -0.6%

BSW wählt bei Parteitag in Magdeburg neue Spitze: De Masi folgt auf Wagenknecht
BSW wählt bei Parteitag in Magdeburg neue Spitze: De Masi folgt auf Wagenknecht / Foto: © AFP

BSW wählt bei Parteitag in Magdeburg neue Spitze: De Masi folgt auf Wagenknecht

Neuer Name und neue Führung - das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat bei seinem Bundesparteitag grundlegende Entscheidungen getroffen. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht trat vom Parteivorsitz zurück, zu ihrem Nachfolger wählten die Delegierten am Samstag in Magdeburg mit 93,3 Prozent den EU-Abgeordneten Fabio de Masi. "Ich weiß, dass ich in sehr große Fußstapfen trete", sagte de Masi zu seiner Wahl. Der 45-Jährige bildet künftig eine Doppelspitze mit Amira Mohamed Ali, die mit 82,6 Prozent als Ko-Parteichefin im Amt bestätigt wurde.

Textgröße:

Auch heißen soll das BSW künftig nicht mehr nach seiner Gründerin, sondern Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft. Die rund 660 Delegierten beschlossen mehrheitlich einen entsprechenden Antrag des Parteivorstands, zwei andere Namensvorschläge erhielten keine Mehrheit.

Der neue Name soll ab Oktober kommenden Jahres gelten, also nach den 2026 anstehenden Landtagswahlen. Gewählt wird im kommenden Jahr unter anderem in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Hier will die Partei noch unter ihrem bisher bekannten Namen antreten.

Wagenknecht will sich künftig als Vorsitzende einer neuen Grundwertekommission um die Schärfung des inhaltlichen Profils des BSW kümmern. Einen Sitz im Parteivorstand hat die 56-Jährige aber auch in ihrer neuen Funktion. "Nein, ich ziehe mich nicht zurück", rief die BSW-Gründerin den Delegierten unter Jubel zu. "Mit mir werden sie in der deutschen Politik noch lange rechnen müssen."

Das BSW ist zwar aktuell im Europaparlament, mehreren Landesparlamenten und zwei Landesregierungen vertreten. Den Bundestagseinzug verpasste das Bündnis im Februar aber äußerst knapp: Mit 4,981 Prozent der Zweitstimmen scheiterte es an der Fünf-Prozent-Hürde, es fehlten lediglich 9529 Stimmen. Seitdem ging es mit der öffentlichen Wahrnehmung weiter bergab: In Umfragen steht die Partei auf Bundesebene aktuell nur noch bei drei bis vier Prozent.

"Wir sind in der bisher schwierigsten Phase unserer Parteigeschichte", resümierte Wagenknecht in ihrer Rede. Vom Parteitag erhofft sich die Politikerin aber "einen neuen Aufbruch". Dazu beitragen soll neben der personellen Neuaufstellung auch eine schnellere Mitgliederaufnahme. Bei dieser war das BSW bislang sehr restriktiv. Es sei "der Eindruck eines abgeschotteten Vereins" entstanden, sagte Wagenknecht dazu. Aktuell hat die Partei rund 11.200 Mitglieder.

Viel Raum in den Redebeiträgen nahm neben Kritik an der schwarz-roten Koalition die Forderung nach einer Neuauszählung der Stimmen zur Bundestagswahl ein. Hier hatte die Partei am Donnerstag einen Rückschlag erlitten: Der Wahlprüfungsausschuss des Bundestags lehnte einen entsprechenden Antrag des BSW ab. Mohamed Ali kritisierte dies in ihrer Parteitagsrede scharf: "Unsere Gegner tun alles, um uns kleinzukriegen", sagte sie.

Die Entscheidung zeige, "welche Angst das politische Berlin vor uns hat". Die Ko-Parteichefin warf dem Ausschuss vor, um jeden Preis verhindern zu wollen, dass Abgeordnete ihre Mandate und die Regierungskoalition ihre Mehrheit verlören. Das BSW will nun vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Verweigerung der Neuauszählung klagen. "Wir sind es unseren Wählern schuldig, das durchzuklagen, auch in Karlsruhe", betonte Wagenknecht.

Über die Beschlussempfehlung des Ausschusses muss aber erst noch das Plenum des Bundestags entscheiden, dies ist für den 18. Dezember geplant. Anschließend könnte das BSW Klage einreichen.

Mit sehr großer Mehrheit bei zwei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen beschlossen die Delegierten am Samstag auch den Leitantrag. Darin wird die Bundesregierung für eine "wahnwitzige Hochrüstung" und ihre Wehrdienst-Pläne kritisiert, zudem wird ein Ende der militärischen Unterstützung für die Ukraine und der Bezug von Gas aus Russland gefordert.

Dies betonte auch BSW-Chefin Mohamed Ali in ihrer Rede: "Natürlich müssen wir unsere Energie da kaufen, wo sie am billigsten ist - und das ist nun mal Russland." Auch die USA kauften Rohstoffe aus Russland. "Schluss mit diesen Doppelstandards", rief die Politikerin den Delegierten zu.

Weitere Forderungen sind die Rücknahme des geplanten Ausstiegs aus den Verbrennermotoren, eine Abschaffung des CO2-Preises und die Einführung eines bundesweiten Mietendeckels. Als Ziel gibt die Partei in ihrem Leitantrag für 2026 aus, "mindestens in allen ostdeutschen Landtagen" vertreten zu sein.

C.M.Harper--TFWP