The Fort Worth Press - Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller

USD -
AED 3.672499
AFN 63.999746
ALL 82.804435
AMD 376.469658
ANG 1.790083
AOA 916.999831
ARS 1393.0597
AUD 1.413767
AWG 1.8025
AZN 1.697532
BAM 1.69304
BBD 2.014508
BDT 123.424515
BGN 1.709309
BHD 0.377512
BIF 2970
BMD 1
BND 1.284685
BOB 6.911148
BRL 5.1524
BSD 1.000156
BTN 92.971499
BWP 13.648423
BYN 2.940456
BYR 19600
BZD 2.011556
CAD 1.384105
CDF 2299.999893
CHF 0.791015
CLF 0.023223
CLP 916.959864
CNY 6.857396
CNH 6.833898
COP 3691.18
CRC 463.980887
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.624966
CZK 20.94335
DJF 177.720177
DKK 6.39806
DOP 60.75899
DZD 132.437045
EGP 54.704801
ERN 15
ETB 157.498027
EUR 0.85622
FJD 2.21295
FKP 0.755657
GBP 0.746755
GEL 2.680252
GGP 0.755657
GHS 11.011708
GIP 0.755657
GMD 73.499602
GNF 8774.238227
GTQ 7.651356
GYD 209.257937
HKD 7.83455
HNL 26.63026
HRK 6.4477
HTG 131.129376
HUF 323.252504
IDR 17047.7
ILS 3.14351
IMP 0.755657
INR 92.86025
IQD 1310
IRR 1315874.99968
ISK 123.160613
JEP 0.755657
JMD 157.444598
JOD 0.709016
JPY 158.734499
KES 130.049915
KGS 87.449725
KHR 4007.877253
KMF 427.000027
KPW 900.002378
KRW 1475.530164
KWD 0.30923
KYD 0.833517
KZT 464.77526
LAK 22065.831332
LBP 89186.200223
LKR 315.609053
LRD 184.033413
LSL 16.889723
LTL 2.952739
LVL 0.60489
LYD 6.384964
MAD 9.37125
MDL 17.473652
MGA 4165.500208
MKD 52.818757
MMK 2100.11256
MNT 3573.311532
MOP 8.072021
MRU 40.089922
MUR 47.019803
MVR 15.449697
MWK 1734.294185
MXN 17.51435
MYR 3.999015
MZN 63.950122
NAD 16.901489
NGN 1383.33978
NIO 36.719935
NOK 9.593585
NPR 148.754572
NZD 1.72237
OMR 0.384494
PAB 1.000143
PEN 3.425983
PGK 4.316502
PHP 59.950368
PKR 279.000212
PLN 3.64875
PYG 6485.457064
QAR 3.645016
RON 4.362698
RSD 100.481001
RUB 78.433737
RWF 1460
SAR 3.755095
SBD 8.048583
SCR 13.666117
SDG 601.000108
SEK 9.339345
SGD 1.276345
SHP 0.750259
SLE 24.591965
SLL 20969.510825
SOS 571.576966
SRD 37.443009
STD 20697.981008
STN 21.5
SVC 8.751731
SYP 110.704564
SZL 16.879763
THB 32.098376
TJS 9.516761
TMT 3.51
TND 2.94356
TOP 2.40776
TRY 44.577403
TTD 6.786733
TWD 31.908996
TZS 2600.000078
UAH 43.466672
UGX 3756.059557
UYU 40.563702
UZS 12224.999667
VES 473.467198
VND 26334
VUV 119.244946
WST 2.76629
XAF 567.817525
XAG 0.013027
XAU 0.000207
XCD 2.702549
XCG 1.802639
XDR 0.706253
XOF 568.499124
XPF 103.37501
YER 238.550352
ZAR 16.441103
ZMK 9001.203752
ZMW 19.378741
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0072

    1.1678

    +0.62%

  • DAX

    -246.4900

    22921.59

    -1.08%

  • Euro STOXX 50

    -59.6400

    5633.22

    -1.06%

  • MDAX

    -182.8000

    28733.46

    -0.64%

  • SDAX

    -190.3400

    16533.73

    -1.15%

  • TecDAX

    -42.2100

    3425.7

    -1.23%

  • Goldpreis

    152.4000

    4837.1

    +3.15%

Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller
Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller / Foto: © dpa/AFP/Archiv

Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller

Die Bundesregierung macht sich bei der EU für deutliche Aufweichungen der Abgasvorgaben für Autohersteller ab 2035 stark. Union und SPD einigten sich nach langem Streit im Koalitionsausschuss auf eine gemeinsame Position zum sogenannten Verbrenner-Aus. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schickte anschließend einen Brief nach Brüssel, in dem er für weitreichende Veränderungen der derzeitigen EU-Regeln warb. Die Autoindustrie begrüßte dies, Umweltschützer äußerten scharfe Kritik.

Textgröße:

Merz wirbt in seinem Brief, der AFP vorlag, für einen "ganzheitlichen Ansatz": Die EU-Vorgaben für die Neuwagenflotten der Hersteller sollten sich nicht ausschließlich nach dem CO2-Ausstoß am Auspuff richten. Etwa sollten "Emissionsminderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette" zum Beispiel durch den Einsatz von in Europa produziertem grünen Stahl angerechnet werden. Auch der Einsatz von alternativen Kraftstoffen in der Bestandsflotte trage zum Erreichen der Klimaziele bei.

Vor diesem Hintergrund könnten "nach 2035 neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen auch weiterhin Autos, die einen doppelten Antrieb haben, bestehend aus Batterieantrieb und Verbrenner, neu zugelassen werden, sofern die verbleibenden Emissionen im Automobil- und Kraftstoffsektor ausgeglichen werden", schlägt Merz vor.

Die EU-Kommission überarbeitet aktuell die CO2-Flottengrenzwerte für Neuwagen und will voraussichtlich am 10. Dezember einen Vorschlag veröffentlichen. Derzeit gilt, dass neue Autos ab 2035 kein CO2 ausstoßen dürfen, was von Verbrennern kaum erreicht werden kann. Laut Vorschlag der Koalition von Union und SPD sollten auch Plugin-Hybride und E-Autos mit sogenanntem Range Extender - ein zusätzlicher Verbrennungsmotor, um während der Fahrt die Batterie aufzuladen - weiter zulässig sein.

Merz sprach vor Journalisten außerdem von "hocheffizienten Verbrennern", die ebenfalls noch länger verkauft werden sollten. In seinem Brief an Brüssel erwähnt der Kanzler dies allerdings lediglich in einem Verweis auf eine entsprechende Forderung der Ministerpräsidenten der Bundesländer an. Die Bundesregierung vertritt diese Forderung hingegen nicht einheitlich.

CDU und insbesondere CSU hatten sich schon lange für weitgehende Lockerungen der EU-Vorgaben ausgesprochen, während die SPD Klimaschutz anmahnte. Merz sagte dazu, für den Koalitionspartner sei die Einigung "ein weiter Weg" gewesen, dafür bedanke er sich.

In der SPD-Fraktion sind nicht alle glücklich mit der Vereinbarung. "Die Ausnahmen, für die sich Deutschland nun einsetzen will, sind sehr weitreichend und verstoßen ein Stück weit gegen den Geist der EU-Verordnung", sagte die Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori dem "Tagesspiegel".

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verteidigte die Einigung. Deutschland bringe sich damit mit einer "pragmatischen Position" in die europäische Debatte ein, erklärte er. Die Autoindustrie erhalte mit dem Vorschlag "mehr Flexibilität auf dem Weg zum Ziel Nullemissionen für Neuwagen 2035".

CSU-Chef Markus Söder äußerte die Hoffnung, dass die Bundesregierung mit ihren Forderungen "bei einer deutschen Kommissionspräsidentin" auf offene Ohren stößt. In Brüssel hieß es dazu, die EU-Kommission werde die Vorschläge aus Deutschland "sorgfältig prüfen". An der Überarbeitung der Vorgaben werde noch "intensiv" gearbeitet". Die Rückmeldungen einer ganzen Reihe von Mitgliedstaaten dazu würden darin einfließen.

Von Umweltschützern kam scharfe Kritik. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dürfe sich "vom kurzsichtigen Hick-Hack der Bundesregierung nicht beirren lassen", forderte die Umweltorganisation Greenpeace. "Statt einem Herbst der Reformen präsentiert die Koalition ein Festklammern an der Vergangenheit", kritisierte auch die Organisation Transport & Environement. Die Verbrenner-Technologie sei "überholt".

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßte die Ankündigung. "Für die Automobilindustrie und ihre hunderttausenden Beschäftigten ist das eine gute Nachricht", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. "Jetzt muss Deutschland umgehend mit starker und geeinter Stimme sowie entsprechendem Nachdruck auf europäischer Ebene und bei weiteren Mitgliedern der EU für die notwendigen Flexibilisierungen werben."

B.Martinez--TFWP