The Fort Worth Press - Stahlgipfel im Kanzleramt: Merz hebt Bedeutung der Branche hervor

USD -
AED 3.6725
AFN 63.999607
ALL 82.460009
AMD 376.320135
AOA 917.000282
ARS 1386.987097
AUD 1.422728
AWG 1.8
AZN 1.703011
BAM 1.671981
BBD 2.012823
BDT 122.815341
BHD 0.377489
BIF 2970.5
BMD 1
BND 1.273995
BOB 6.905365
BRL 5.1205
BSD 0.999316
BTN 92.260676
BWP 13.408103
BYN 2.916946
BYR 19600
BZD 2.009908
CAD 1.385525
CDF 2300.999685
CHF 0.791095
CLF 0.022797
CLP 897.239769
CNY 6.83625
CNH 6.83802
COP 3649.78
CRC 464.865789
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.849562
CZK 20.905054
DJF 177.720524
DKK 6.40062
DOP 60.650348
DZD 132.58041
EGP 53.142385
ERN 15
ETB 155.624986
EUR 0.856502
FJD 2.214903
FKP 0.744078
GBP 0.745775
GEL 2.685009
GGP 0.744078
GHS 11.015003
GIP 0.744078
GMD 73.000206
GNF 8780.000212
GTQ 7.645223
GYD 209.079369
HKD 7.83595
HNL 26.619676
HRK 6.455699
HTG 131.013289
HUF 323.921004
IDR 17093
ILS 3.085255
IMP 0.744078
INR 92.714501
IQD 1310
IRR 1314999.999934
ISK 123.169675
JEP 0.744078
JMD 157.315666
JOD 0.708984
JPY 158.970497
KES 129.250217
KGS 87.450331
KHR 4013.999536
KMF 424.497048
KPW 899.95413
KRW 1480.52036
KWD 0.309013
KYD 0.832781
KZT 477.797202
LAK 21962.489344
LBP 89531.243299
LKR 315.00748
LRD 184.206258
LSL 16.614985
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.344991
MAD 9.305002
MDL 17.208704
MGA 4137.502075
MKD 52.867649
MMK 2099.780124
MNT 3575.250437
MOP 8.062591
MRU 40.102774
MUR 46.579996
MVR 15.460241
MWK 1736.999818
MXN 17.45277
MYR 3.985498
MZN 63.959852
NAD 16.610524
NGN 1374.940177
NIO 36.729858
NOK 9.53804
NPR 147.619434
NZD 1.71446
OMR 0.384518
PAB 0.999308
PEN 3.40375
PGK 4.309855
PHP 59.81397
PKR 278.999723
PLN 3.648363
PYG 6482.581748
QAR 3.646034
RON 4.363011
RSD 100.515984
RUB 77.670367
RWF 1460.5
SAR 3.752607
SBD 8.04851
SCR 13.771039
SDG 601.000128
SEK 9.316585
SGD 1.27517
SLE 24.650643
SOS 571.498147
SRD 37.553974
STD 20697.981008
STN 21.44
SVC 8.744604
SYP 110.553826
SZL 16.614969
THB 32.103952
TJS 9.498763
TMT 3.5
TND 2.892021
TRY 44.59152
TTD 6.778082
TWD 31.801398
TZS 2605.000519
UAH 43.307786
UGX 3697.197396
UYU 40.598418
UZS 12229.999586
VES 474.416902
VND 26330
VUV 119.534712
WST 2.769292
XAF 560.735672
XAG 0.013496
XAU 0.000211
XCD 2.702551
XCG 1.8011
XDR 0.698977
XOF 563.999819
XPF 102.549428
YER 238.574984
ZAR 16.458801
ZMK 9001.197487
ZMW 19.112505
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -13.9000

    4763.3

    -0.29%

  • MDAX

    -364.3700

    29930.71

    -1.22%

  • SDAX

    -221.5000

    17013.46

    -1.3%

  • TecDAX

    -61.9500

    3533.72

    -1.75%

  • Euro STOXX 50

    -50.8100

    5862.56

    -0.87%

  • DAX

    -281.2500

    23799.38

    -1.18%

  • EUR/USD

    0.0008

    1.1678

    +0.07%

Stahlgipfel im Kanzleramt: Merz hebt Bedeutung der Branche hervor
Stahlgipfel im Kanzleramt: Merz hebt Bedeutung der Branche hervor / Foto: © AFP/Archiv

Stahlgipfel im Kanzleramt: Merz hebt Bedeutung der Branche hervor

Anlässlich des Stahlgipfels am Donnerstag im Kanzleramt hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die strategische Bedeutung der Branche hervorgehoben. "Deutschland braucht die Stahlindustrie - wettbewerbsfähig, zukunftssicher, modern", erklärte Merz vor dem Treffen im Onlinedienst X. Das sei "im strategischen Interesse unseres Landes", sichere "Arbeitsplätze und Wertschöpfungsketten" sowie "den Wohlstand unseres Landes", schrieb Merz weiter. Darum gehe es beim Stahlgipfel.

Textgröße:

Merz empfängt am Donnerstag Vertreter von Industrieunternehmen, Gewerkschafter sowie eine Reihe von Ministerpräsidenten der Bundesländer zu einem Stahlgipfel im Kanzleramt. Die deutsche Stahlindustrie leidet unter billiger Konkurrenz vor allem aus Asien. Die Zölle von US-Präsident Donald Trump erschweren zudem den Export. Zugleich ist die Umstellung der höchst energieintensiven Stahlproduktion auf grüne Energie sehr teuer. Bei dem Treffen soll erörtert werden, wie die bedeutende Branche in Deutschland und Europa erhalten bleiben kann.

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) unterstrich die Unterstützung der Bundesregierung für die Stahlbranche. Die Regierung stehe "fest zum Stahlstandort Deutschland und damit fest an der Seite der Unternehmen und ihrer Beschäftigten", sagte Bas den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). Ziel sei es, faire Wettbewerbsbedingungen, Schutz vor Billigimporten und bezahlbare Energie zu sichern. Vom Gipfel müsse ein "klares Bekenntnis zu diesem gemeinsamen Kraftakt" ausgehen.

Viele Anliegen der Industrie und der Bundesregierung werden allerdings in Brüssel entschieden. Berlin macht sich unter anderem für eine schnelle Umsetzung der von der EU-Kommission vorgeschlagenen Verschärfung der Einfuhrbeschränkungen für Stahl stark. Details bleiben allerdings zu klären, so wird unter anderem befürchtet, dass etwa die Autoindustrie unter höheren Stahlpreisen leiden könnte.

Beim Stahlgipfel sind auch Bundesländer ohne nennenswerte Stahl-, aber wichtiger Autoindustrie vertreten, denn die Branchen sind eng verknüpft. Auch hier spielt die Musik vor allem in Brüssel: Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, die Verwendung von grünem Stahl in Autos für deren Umweltbilanz anzurechnen, um so unter Umständen auch Autos mit Verbrennermotor länger zulassen zu können.

Die Zoll-Verhandlungen mit den USA führt ebenfalls die EU-Kommission. Hier mobilisiert unter anderem die Maschinenbaubranche, die Washington vorwirft, die Stahlzölle auf immer mehr Produkte auszuweiten, in denen Stahl verbaut ist. Brüssel muss zudem grünes Licht geben, wenn die Bundesregierung die Stahlindustrie etwa über Strompreissubventionen stützen will. Der Stahlgipfel soll nun dazu dienen, dass Berlin in all diesen Punkten geeint und klar in Brüssel vorsprechen kann.

Die Stahlindustrie selbst fordert eine entschlossene industriepolitische Wende. Konkret solle sich Deutschland in Brüssel für einen wirksamen Handelsschutz gegen Dumpingimporte starkmachen, erklärten Gunnar Groebler, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, und Kerstin Maria Rippel, Hauptgeschäftsführerin des Verbands in einem Beitrag im "Handelsblatt". Die CO2-Grenzabgabe, genannt CBAM, müsse zudem so gestaltet werden, "dass Wettbewerbsnachteile effektiv verhindert werden". Andernfalls brauche es eine Verlängerung der freien Zuteilung von Emissionsrechten.

CBAM soll künftig verhindern, dass europäischen Unternehmen Wettbewerbsnachteile durch Klimaschutzvorgaben entstehen. In der EU müssen Firmen CO2-Zertifikate für die betroffenen Waren kaufen - ohne einen Ausgleichsmechanismus für Importe wäre die Produktion außerhalb der EU also günstiger. Derzeit erhalten die europäischen Industrieunternehmen deshalb kostenlose CO2-Zertifikate, die einen großen Teil ihrer Emissionen abdecken. Sie sollen aber in den kommenden zehn Jahren auslaufen und das alte System durch die CO2-Grenzabgabe ersetzt werden.

Die Branche sieht überdies Handlungsbedarf bei den Energiekosten in Deutschland. "Wir brauchen dauerhaft niedrigere Netzentgelte, eine verlässliche Strompreiskompensation und einen Industriestrompreis, der Investitionen ermöglicht", schreiben Groebler und Rippel.

Die neue Chefin von Thyssenkrupp Steel, Marie Jaroni, forderte auch Quoten für deutschen Stahl. Die Milliarden, die der Staat über das Infrastrukturpaket investiere, "sollten mit der Anforderung verknüpft werden, dass dabei vor allem Stahl aus der EU genutzt wird", sagte Jaroni der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Es kann doch nicht sein, dass die deutschen Steuermilliarden am Ende vor allem bei Herstellern aus Asien landen."

L.Coleman--TFWP