The Fort Worth Press - Umstrittenes Auswahlverfahren für neues Parlament in Syrien beendet

USD -
AED 3.672503
AFN 64.50406
ALL 81.624824
AMD 375.516815
ANG 1.790297
AOA 916.999903
ARS 1386.204404
AUD 1.42439
AWG 1.8
AZN 1.697648
BAM 1.667278
BBD 2.011082
BDT 122.671668
BGN 1.67548
BHD 0.376625
BIF 2967.989429
BMD 1
BND 1.272324
BOB 6.899962
BRL 5.007203
BSD 0.998508
BTN 92.62947
BWP 13.405226
BYN 2.865862
BYR 19600
BZD 2.008184
CAD 1.387525
CDF 2299.999716
CHF 0.79251
CLF 0.022739
CLP 894.940025
CNY 6.828039
CNH 6.838965
COP 3645.46
CRC 462.128639
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.998551
CZK 20.870278
DJF 177.809983
DKK 6.39896
DOP 60.125314
DZD 132.246707
EGP 53.361302
ERN 15
ETB 156.679852
EUR 0.8563
FJD 2.211498
FKP 0.742933
GBP 0.746715
GEL 2.6905
GGP 0.742933
GHS 10.988449
GIP 0.742933
GMD 73.503428
GNF 8760.922382
GTQ 7.638208
GYD 208.899876
HKD 7.83266
HNL 26.518904
HRK 6.454402
HTG 130.923661
HUF 315.68201
IDR 17090
ILS 3.03421
IMP 0.742933
INR 94.54065
IQD 1308.043135
IRR 1316125.000296
ISK 122.250135
JEP 0.742933
JMD 157.870509
JOD 0.708993
JPY 159.746498
KES 129.210213
KGS 87.450277
KHR 3997.272069
KMF 419.999892
KPW 899.998178
KRW 1496.100941
KWD 0.30869
KYD 0.832104
KZT 471.85542
LAK 22019.52176
LBP 89419.71783
LKR 315.118708
LRD 183.726184
LSL 16.382337
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.347556
MAD 9.280849
MDL 17.20387
MGA 4143.898385
MKD 52.551042
MMK 2100.763326
MNT 3574.006152
MOP 8.05507
MRU 39.91049
MUR 46.520278
MVR 15.460248
MWK 1731.383999
MXN 17.430302
MYR 3.982494
MZN 63.959748
NAD 16.382337
NGN 1358.339716
NIO 36.741827
NOK 9.53735
NPR 148.206811
NZD 1.72225
OMR 0.38463
PAB 0.998508
PEN 3.369933
PGK 4.322066
PHP 59.938023
PKR 278.505946
PLN 3.645532
PYG 6457.525255
QAR 3.640254
RON 4.358398
RSD 100.055411
RUB 77.404711
RWF 1458.164614
SAR 3.748263
SBD 8.058149
SCR 15.185201
SDG 600.999479
SEK 9.33347
SGD 1.277385
SHP 0.746601
SLE 24.624968
SLL 20969.501041
SOS 570.649162
SRD 37.448964
STD 20697.981008
STN 20.885725
SVC 8.737053
SYP 110.530532
SZL 16.386343
THB 32.320023
TJS 9.490729
TMT 3.505
TND 2.917693
TOP 2.40776
TRY 44.704898
TTD 6.776352
TWD 31.781994
TZS 2598.054016
UAH 43.382209
UGX 3694.642172
UYU 40.288138
UZS 12141.852436
VES 475.837803
VND 26336
VUV 117.921501
WST 2.734489
XAF 559.189293
XAG 0.013535
XAU 0.000214
XCD 2.70255
XCG 1.799582
XDR 0.695452
XOF 559.189293
XPF 101.666596
YER 237.150258
ZAR 16.583499
ZMK 9001.201804
ZMW 18.996633
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    -0.0037

    1.1692

    -0.32%

  • Goldpreis

    -54.2000

    4733.2

    -1.15%

  • MDAX

    329.8800

    30382.28

    +1.09%

  • TecDAX

    14.6900

    3531.61

    +0.42%

  • Euro STOXX 50

    29.8200

    5926.11

    +0.5%

  • DAX

    -3.0500

    23803.95

    -0.01%

  • SDAX

    224.0300

    17257.63

    +1.3%

Umstrittenes Auswahlverfahren für neues Parlament in Syrien beendet
Umstrittenes Auswahlverfahren für neues Parlament in Syrien beendet / Foto: © AFP

Umstrittenes Auswahlverfahren für neues Parlament in Syrien beendet

In Syrien ist ein als undemokratisch kritisiertes Auswahlverfahren zur Bestimmung der Mitglieder des ersten Parlaments nach dem Sturz des früheren Machthabers Baschar al-Assad zu Ende gegangen. Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa betonte am Sonntag in einer Ansprache vor der Wahlkommission in Damaskus den "vorübergehenden" Charakter des Auswahlprozesses, der "mit den Umständen in Syrien" zusammenhänge.

Textgröße:

Da die Abgeordneten direkt oder indirekt von al-Scharaa ernannt werden, warnen Aktivisten vor einer Machtkonzentration. Die Bundesregierung begrüßte die Wahl, kritisierte jedoch, dass von ethnischen Minderheiten dominierte Regionen nicht teilnehmen durften.

Die Wahlkommission teilte am Abend mit, dass "die Wahl beendet ist und die Auszählung läuft". Vorläufige Ergebnisse sollten noch am Abend bekanntgegeben werden, die endgültige Namensliste am Montag veröffentlicht werden.

In dem Auswahlverfahren wurden 70 der insgesamt 210 Abgeordneten von dem Übergangspräsidenten selbst ernannt, die anderen zwei Drittel von lokalen Komitees ausgewählt - die ihrerseits von der von al-Scharaa ernannten Wahlkommission ernannt werden.

Die mehrheitlich von Drusen bewohnte südsyrische Provinz Suweida und der von Kurden kontrollierte Nordosten des Landes sind vorerst von dem Auswahlverfahren ausgeschlossen, da sie nicht der Kontrolle der islamistischen Übergangsregierung unterstehen. Ihre 32 Sitze bleiben unbesetzt. Aktivisten kritisierten, dass das Verfahren al-Scharaas Macht festige und die ethnischen und religiösen Minderheiten des Landes unberücksichtigt lasse.

Im September hatte der Übergangspräsident erklärt, dass es derzeit unmöglich sei, Direktwahlen zu organisieren, insbesondere weil eine hohe Zahl von Syrern im Ausland lebe und keine gültigen Ausweispapiere habe. Hunderttausende Menschen sind vor dem Bürgerkrieg aus Syrien geflohen.

Nach Angaben der Wahlkommission bewarben sich 1578 Kandidaten um einen Sitz im Übergangsparlament. Nur 14 Prozent der Bewerber seien Frauen. Das Mandat der künftigen Abgeordneten ist nach einer Begrenzung von 30 Monaten verlängerbar.

Gemäß den Kriterien dürfen die Kandidaten keine "Anhänger des früheren Regimes" von Assad sein. Zudem dürfen sie sich nicht für eine Abspaltung von Regionen oder gar eine Teilung des Landes einsetzen. Einer im März verkündeten Übergangsverfassung zufolge soll das neue Parlament bis zur Verabschiedung einer dauerhaften Verfassung und zum Abhalten von Neuwahlen legislative Funktionen ausüben.

Menschenrechtsorganisationen warnen vor der Machtkonzentration in den Händen von al-Scharaa. Der islamistische Übergangspräsident könne "effektiv eine parlamentarische Mehrheit aus Personen bilden, die er ausgewählt hat oder deren Loyalität er sich gesichert hat", erklärte eine Gruppe von NGOs im September. Dies berge die Gefahr, "das für jeden echten demokratischen Prozess wesentliche Prinzip des Pluralismus zu untergraben".

"Ich unterstütze die Regierung und bin bereit, sie zu verteidigen, aber das sind keine richtigen Wahlen", sagte Louay al-Arfi, ein pensionierter Beamter in Damaskus, der Nachrichtenagentur AFP. "Das ist eine Notwendigkeit in der Übergangsphase, aber wir wollen danach Direktwahlen."

Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung bezeichneten in einer gemeinsamen Erklärung die Wahl der Nationalversammlung als einen "ersten wichtigen Schritt zu mehr politischer Teilhabe". Es verdiene Anerkennung, dass "nur wenige Monate nach dem Ende des Bürgerkriegs ein politischer Prozess begonnen hat, der auf Teilhabe und institutionellen Wandel setzt".

Wichtig sei jedoch, "dass die Menschen in ganz Syrien an der Wahl teilnehmen können", erklärten die beiden Ministerien. "Deshalb muss das Auswahlverfahren für die Nationalversammlung dort nachgeholt werden, wo es bisher noch nicht stattgefunden hat - in den Gouvernements Hasaka, Rakka und Suwaida."

Assad war Anfang Dezember 2024 von der islamistischen HTS-Miliz und mit ihr verbündeten Gruppen gestürzt worden. Nach ihrer Machtübernahme lösten die neuen Behörden das syrische Parlament auf. Seit Assads Sturz hat die Sorge um die Rechte und die Sicherheit von Minderheiten in Syrien zugenommen.

Die islamistische Regierung in Damaskus ist dem Vorwurf ausgesetzt, Minderheiten wie Alawiten, Drusen oder Kurden nicht ausreichend zu schützen. Im März waren bei Massakern in den vorwiegend von Angehörigen der Alawiten bewohnten Regionen im Westen Syriens mehr als 1700 Menschen getötet worden. Bei einem Gewaltausbruch in Suwaida wurden zuletzt mehr als 1000 Menschen getötet, die meisten von ihnen Drusen.

C.Rojas--TFWP