The Fort Worth Press - Bundestag will Ordnungsgelder gegen pöbelnde Abgeordneten verdoppeln

USD -
AED 3.672496
AFN 63.000636
ALL 81.346495
AMD 372.590208
ANG 1.789884
AOA 918.000123
ARS 1374.732503
AUD 1.39725
AWG 1.8025
AZN 1.697688
BAM 1.665092
BBD 2.016704
BDT 122.859892
BGN 1.668102
BHD 0.377132
BIF 2977.464477
BMD 1
BND 1.27321
BOB 6.909275
BRL 5.010598
BSD 1.001273
BTN 93.441815
BWP 13.424202
BYN 2.84014
BYR 19600
BZD 2.013809
CAD 1.365915
CDF 2314.000066
CHF 0.78064
CLF 0.022701
CLP 893.460213
CNY 6.821649
CNH 6.825515
COP 3587.11
CRC 455.478082
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.374981
CZK 20.725201
DJF 178.298236
DKK 6.364498
DOP 60.259325
DZD 132.167359
EGP 51.748033
ERN 15
ETB 156.343304
EUR 0.851602
FJD 2.197401
FKP 0.738541
GBP 0.740185
GEL 2.6901
GGP 0.738541
GHS 11.06501
GIP 0.738541
GMD 73.497547
GNF 8787.747214
GTQ 7.642115
GYD 209.191112
HKD 7.830535
HNL 26.60429
HRK 6.4153
HTG 131.118092
HUF 309.821022
IDR 17177
ILS 3.004902
IMP 0.738541
INR 93.65485
IQD 1311.691739
IRR 1320999.999991
ISK 122.469673
JEP 0.738541
JMD 158.617725
JOD 0.709028
JPY 159.355503
KES 129.260028
KGS 87.448503
KHR 4003.098954
KMF 420.000301
KPW 899.985395
KRW 1478.870441
KWD 0.30812
KYD 0.834419
KZT 464.928188
LAK 22091.112644
LBP 89517.169163
LKR 316.95315
LRD 184.275039
LSL 16.383163
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.339152
MAD 9.2545
MDL 17.22218
MGA 4145.258578
MKD 52.494411
MMK 2099.934769
MNT 3577.136566
MOP 8.07635
MRU 39.721946
MUR 46.3698
MVR 15.460131
MWK 1736.258029
MXN 17.31495
MYR 3.956499
MZN 63.900947
NAD 16.383163
NGN 1348.770212
NIO 36.8469
NOK 9.33645
NPR 149.716923
NZD 1.693205
OMR 0.384508
PAB 0.999877
PEN 3.439243
PGK 4.342792
PHP 60.114503
PKR 279.179895
PLN 3.60568
PYG 6367.246862
QAR 3.645503
RON 4.341002
RSD 99.941017
RUB 75.125341
RWF 1463.142615
SAR 3.750483
SBD 8.038772
SCR 14.72003
SDG 599.999451
SEK 9.17274
SGD 1.27375
SHP 0.746601
SLE 24.600876
SLL 20969.496166
SOS 572.197225
SRD 37.472505
STD 20697.981008
STN 20.858342
SVC 8.761355
SYP 110.541984
SZL 16.388628
THB 32.169873
TJS 9.398807
TMT 3.505
TND 2.866505
TOP 2.40776
TRY 44.914103
TTD 6.789603
TWD 31.481198
TZS 2610.000203
UAH 44.173949
UGX 3704.160273
UYU 39.753623
UZS 12075.703011
VES 481.046775
VND 26325
VUV 118.060694
WST 2.715967
XAF 558.453765
XAG 0.012796
XAU 0.00021
XCD 2.70255
XCG 1.804545
XDR 0.694537
XOF 558.449011
XPF 101.533301
YER 238.625024
ZAR 16.49155
ZMK 9001.1841
ZMW 19.0492
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    65.4000

    4785

    +1.37%

  • EUR/USD

    0.0012

    1.1755

    +0.1%

  • DAX

    -146.9300

    24270.87

    -0.61%

  • Euro STOXX 50

    -52.3800

    5930.25

    -0.88%

  • MDAX

    -157.3900

    31347.93

    -0.5%

  • TecDAX

    -11.1300

    3700.23

    -0.3%

  • SDAX

    52.9000

    18131.02

    +0.29%

Bundestag will Ordnungsgelder gegen pöbelnde Abgeordneten verdoppeln
Bundestag will Ordnungsgelder gegen pöbelnde Abgeordneten verdoppeln / Foto: © AFP/Archiv

Bundestag will Ordnungsgelder gegen pöbelnde Abgeordneten verdoppeln

Höhere Strafen für pöbelnde Abgeordnete, gestrichene Zuschüsse für verpasste Sitzungen und neue Regeln für die Präsidentenwahl: Die Koalitionsfraktionen wollen die rund 45 Jahre alte Geschäftsordnung des Bundestags erneuern. "Wenn sich Gesellschaft, Technik und das politische Umfeld ändern, muss sich auch das Recht anpassen", sagte der CDU-Abgeordnete Hendrik Hoppenstedt bei der Plenardebatte am Freitag. Die Oppositionsfraktionen warnten dagegen vor einer Einschränkung ihrer Rechte.

Textgröße:

Bei der Reform der Geschäftsordnung geht es unter anderem um die Neuregelung bei Ordnungsrufen. Abgeordnete, die drei davon innerhalb von drei Sitzungswochen kassieren, sollen künftig 2000 Euro bezahlen, im Wiederholungsfall sogar 4000 Euro. Beides wäre eine Verdopplung der aktuellen Sätze. "Bei einer nicht nur geringfügigen Verletzung der Ordnung oder der Würde des Bundestages" soll das Bußgeld auch ohne Vorwarnung schon beim ersten Vergehen fällig werden.

Bei drei Ordnungsrufen während einer Sitzung soll ein Abgeordneter künftig auch des Saals verwiesen werden können. Hintergrund der neuen Regelungen ist eine Polarisierung der Debatten im Plenarsaal. Parlamentspräsidentin Julia Klöckner (CDU) bemängelte zuletzt einen "Wettbewerb" von AfD und Linken um die meisten Ordnungsrufe.

"Wir glauben, dass unsere Sitzungen noch lebendiger gestaltet werden und trotzdem sachlich bleiben können", sagte der CDU-Politiker Hoppenstedt dazu. "Jeder kann hören und sehen, wie die parlamentarischen Debatten in der letzten Zeit gelitten haben."

Der SPD-Politiker Johannes Fechner betonte: "Wir sind Vorbild für die Debattenkultur in Deutschland." Daher dürfe nicht länger zugelassen werden, "dass in diesem zunehmenden Ausmaß Hass, Hetze und Beleidigungen im Parlament verbreitet werden."

Die reformierte Geschäftsordnung sieht auch eine erhöhte Kürzung der Kostenpauschale für Abgeordnete vor, die Sitzungen versäumen. Bisher wird die Kostenpauschale von monatlich 5350 Euro bei unentschuldigtem Fehlen um 200 Euro und bei entschuldigtem Fehlen um 100 Euro gekürzt. Die Strafen sollen nun auf 300 beziehungsweise 200 Euro erhöht werden.

Eine weitere Änderung betrifft die Wahl der Vizepräsidenten: Diese soll in der Geschäftsordnung künftig getrennt von der Präsidentenwahl geregelt werden. Mit der Änderung soll deutlich gemacht werden, dass das Vizepräsidentenamt von der freien und geheimen Wahl durch den Bundestag abhängt.

Dieser Grundsatz soll höherrangig sein als das sogenannte Grundmandat, wonach jede Fraktion mindestens einen Vizepräsidenten stellen sollte. Auf diese Regelung hatte sich regelmäßig die AfD berufen, als ihre Kandidaten bei der Wahl der Vizepräsidenten scheiterten.

Neu ist auch ein Passus zur Abwahl von Vizepräsidenten. Die Abstimmung über die Abwahl soll einen Antrag von mindestens einem Drittel der Abgeordneten voraussetzen. Wenn mindestens zwei Drittel für die Abwahl stimmen, soll der jeweilige Vizepräsident abgewählt sein.

Scharfe Kritik an den geplanten Änderungen kam aus der Opposition. Der AfD-Abgeordnete Stephan Brandner sieht zwar "ein paar vernünftige Ansätze", im Kern aber einen "Frontalangriff auf die Rechte der Opposition und die Rechte der Abgeordneten". Den Koalitionsfraktionen warf er in der Debatte vor: "Sie schleifen Minderheitenrechte und den Parlamentarismus." Das Bundestagspräsidium könne nun "durchregieren und nahezu willkürlich das Wort entziehen".

Ina Latendorf von der Linkspartei warnte ebenfalls davor, "Oppositionsrechte zusammenzustreichen". Sie schlug zudem vor, dass die Ausschüsse des Bundestags "grundsätzlich öffentlich tagen" sollten. "Wir brauchen mehr Transparenz", sagte sie.

Der Grünen-Abgeordneten Irene Mihalic gehen die neuen Regelungen in Teilen noch nicht weit genug. Sie betonte aber: "Die AfD ist die düstere Gegenerzählung zum Grundgesetz und wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass entsprechende Redebeiträge im Bundestag zur Normalität gehören."

Die Vorlagen wurden im Anschluss an die Aussprache zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung überwiesen. Die gültige Geschäftsordnung des Bundestags stammt noch aus dem Jahr 1980.

T.Harrison--TFWP