The Fort Worth Press - Empörung bei Nato-Partnern nach Eindringen russischer Drohnen in polnischen Luftraum

USD -
AED 3.672497
AFN 64.498121
ALL 80.674975
AMD 361.449729
ANG 1.789785
AOA 917.000131
ARS 1524.732201
AUD 1.426904
AWG 1.80125
AZN 1.701879
BAM 1.74449
BBD 2.013379
BDT 123.649824
BGN 1.747831
BHD 0.37725
BIF 2996
BMD 1
BND 1.278292
BOB 11.691144
BRL 5.024301
BSD 0.999639
BTN 94.927772
BWP 13.724852
BYN 2.981492
BYR 19600
BZD 2.010606
CAD 1.40649
CDF 2315.999692
CHF 0.825545
CLF 0.024781
CLP 975.309893
CNY 6.67805
CNH 6.67463
COP 3182.13
CRC 454.01635
CUC 1
CUP 23.991865
CVE 98.499594
CZK 21.636496
DJF 177.719792
DKK 6.656395
DOP 61.550176
DZD 134.506481
EGP 54.499602
ERN 15
ETB 161.149556
EUR 0.89057
FJD 2.253799
FKP 0.751528
GBP 0.74763
GEL 2.589945
GGP 0.751528
GHS 11.625024
GIP 0.751528
GMD 73.5023
GNF 8795.000334
GTQ 7.639477
GYD 209.088355
HKD 7.848475
HNL 26.832455
HRK 6.710604
HTG 130.906561
HUF 324.334983
IDR 18004.3
ILS 3.089355
IMP 0.751528
INR 94.71665
IQD 1513
IRR 1832374.999997
ISK 121.28996
JEP 0.751528
JMD 158.652431
JOD 0.708976
JPY 158.288022
KES 129.86023
KGS 87.450524
KHR 4069.999646
KMF 439.506495
KPW 899.999961
KRW 1324.364983
KWD 0.30972
KYD 0.833107
KZT 449.788164
LAK 22524.999793
LBP 89550.000019
LKR 331.534585
LRD 171.075026
LSL 16.390338
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.415054
MAD 9.799033
MDL 17.934092
MGA 4562.500628
MKD 54.858704
MMK 2099.540776
MNT 3598.083246
MOP 8.081669
MRU 40.225029
MUR 47.259878
MVR 15.46029
MWK 1742.000044
MXN 18.42429
MYR 4.082397
MZN 63.898647
NAD 16.390017
NGN 1330.840447
NIO 36.830169
NOK 9.406595
NPR 151.877982
NZD 1.76168
OMR 0.384494
PAB 0.999728
PEN 3.427036
PGK 4.504979
PHP 63.073501
PKR 276.749824
PLN 3.88926
PYG 5737.960807
QAR 3.645501
RON 4.743201
RSD 104.641973
RUB 82.800045
RWF 1475.5
SAR 3.762651
SBD 8.07458
SCR 13.978921
SDG 601.50389
SEK 9.907555
SGD 1.27792
SHP 0.7473
SLE 23.919567
SLL 20969.504398
SOS 571.497911
SRD 37.661499
STD 20697.981008
STN 21.95
SVC 8.747581
SYP 13001.999685
SZL 16.390239
THB 33.617026
TJS 9.232052
TMT 3.51
TND 2.995019
TOP 2.40776
TRY 49.591503
TTD 6.78527
TWD 32.592597
TZS 2644.99303
UAH 45.054454
UGX 4169.008054
UYU 40.102397
UZS 12019.999891
VES 879.788904
VND 25876
VUV 119.358066
WST 2.773115
XAF 584.175347
XAG 0.017281
XAU 0.000242901212
XCD 2.70255
XCG 1.801632
XDR 0.707052
XOF 584.175347
XPF 106.501015
YER 236.095715
ZAR 16.394905
ZMK 9001.196955
ZMW 20.018642
ZWL 321.999592
SSP 5816.545442
MXV 2.079791
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Empörung bei Nato-Partnern nach Eindringen russischer Drohnen in polnischen Luftraum
Empörung bei Nato-Partnern nach Eindringen russischer Drohnen in polnischen Luftraum / Foto: © AFP/Archiv

Empörung bei Nato-Partnern nach Eindringen russischer Drohnen in polnischen Luftraum

Das Eindringen von fast 20 russischen Drohnen in den polnischen Luftraum hat in Polen und bei seinen Nato-Verbündeten für Empörung und deutliche Warnungen an die Adresse Moskaus gesorgt. Polens Regierungschef Donald Tusk sprach am Mittwoch von einer "Provokation großen Ausmaßes", Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verurteilte den Vorfall "auf das Schärfste". Die Nato beriet auf polnischen Antrag nach Artikel 4 des Militärbündnisses wegen Bedrohung eines Mitgliedstaates.

Textgröße:

Die Drohnen drangen in der Nacht zum Mittwoch in den polnischen Luftraum vor, einige von ihnen wurden abgeschossen. Mehrere europäische Spitzenvertreter gingen davon aus, dass die Drohnen absichtlich den polnischen Luftraum verletzten und nicht aus Versehen beim jüngsten Angriff Russlands auf die Ukraine bis nach Polen flogen.

Polen meldete mindestens 19 Luftraumverletzungen und bestätigte zunächst den Abschuss von drei Drohnen, wie Tusk vor dem polnischen Parlament bekanntgab. Er sprach von einer "großen Anzahl russischer Drohnen", die den polnischen Luftraum verletzt hätten. Dies bringe Polen "näher denn je an einen offenen Konflikt".

Tusk berief eine Krisensitzung seines Kabinetts ein. Verletzte oder Todesopfer gab es nach seinen Angaben nicht. Sieben Drohnen und Überreste eines noch nicht identifizierten Geschosses wurden im Osten des Landes gefunden, wo nach Angaben des polnischen Innenministeriums ein Haus und ein Auto beschädigt wurden.

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 haben Polen und die Nato-Staaten im Baltikum immer wieder Verletzungen ihres Luftraums durch einzelne russische Drohnen gemeldet, bisher hatten sie aber nie Drohnen abgeschossen - und noch nie ein solches Ausmaß gemeldet.

Polnische Flugzeuge schossen nun mit Unterstützung von Nato-Partnern erstmals russische Drohnen ab. Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz teilte mit, die Flugzeuge hätten die "feindlichen Objekte" beschossen. Das polnische Einsatzkommando sprach von einer "echten Bedrohung für die Sicherheit unserer Bürger". Polen schloss zeitweise auch den Luftraum über Teilen des Landes.

An dem Einsatz waren auch Nato-Flugzeuge beteiligt. Polen bedankte sich bei der Nato und der niederländischen Luftwaffe für die Unterstützung. Laut Den Haag waren niederländische F-35-Kampfjets im Einsatz. Ein Nato-Sprecher bestätigte, dass auch deutsche Patriot-Luftabwehrsysteme in Polen in Alarmbereitschaft versetzt und ein italienisches Frühwarnflugzeug im Einsatz gewesen seien.

Die ohnehin für Mittwoch geplante Sitzung des Nordatlantikrats wurde auf Antrag Polens unter Artikel 4 abgehalten. Nato-Generalsekretär Mark Rutte verurteilte das "absolut rücksichtslose" und "absolut gefährliche" Verhalten Russlands und lobte den Nato-Einsatz gegen die russischen Drohnen als "sehr erfolgreich". Die Nato sei bereit, "jeden Zentimeter" des Nato-Gebiets zu verteidigen. Die USA sicherten über ihren Gesandten bei der Nato, Matt Whitaker, ihren Beistand für die Verbündeten zu.

"Russland hat Menschenleben in einem Staat gefährdet, der der NATO und der EU angehört", erklärte Merz. "Dieses rücksichtslose Vorgehen reiht sich ein in eine lange Kette von Provokationen." Auch Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach von einer gezielten "Provokation" durch Moskau, die sich nicht nur gegen Polen, sondern die gesamte Nato gerichtet habe. Mit Verweis auf Angaben aus Polen betonte er, die Drohnen seien offenbar von Belarus aus gesteuert worden. Russland und Belarus halten ab Freitag ihr gemeinsames, großes Manöver "Sapad 2025" (Westen 2025) ab.

"Es gibt definitiv keine Anlässe zu vermuten, dass es sich hier um Kurskorrekturfehler oder dergleichen handelt," sagte Pistorius. Die Drohnen seien polnischen Angaben zufolge "entsprechend munitioniert" gewesen. "Es hätte also auch jederzeit etwas passieren können." Die Nato werde nun reagieren - "klar, aber auch sehr besonnen und nicht eskalierend", sagte Pistorius. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hielt Moskau vor, es habe "leichtfertig eine gefährliche Eskalation in Kauf genommen".

Moskau nahm nicht Stellung dazu, ob die Drohnen absichtlich nach Polen gesteuert wurden. Das russische Verteidigungsministerium bestritt aber einen gezielten Angriff auf das Nato-Land. "Es bestand nicht die Absicht, Ziele auf polnischem Staatsgebiet anzugreifen", erklärte das Ministerium.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, Russland habe die Drohnen gezielt in den polnischen Luftraum gesteuert. Es handele sich nicht um ein "Versehen". Er forderte erneut eine gemeinsame Luftabwehr der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten. Auch die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas ging von einer vorsätzlichen Verletzung des polnischen Luftraums aus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie Paris, London und Rom verurteilten das russische Vorgehen.

Das Nato-Mitglied Polen ist ein wichtiger Unterstützer der Ukraine, die seit Februar 2022 von Russland angegriffen wird. Bei der Nato gilt der Grundsatz: Wenn ein Mitgliedstaat angegriffen wird, wird dies als Angriff auf alle Nato-Mitglieder gewertet. Dies ist in Artikel 5 des Nordatlantikvertrages festgelegt. Gemäß Artikel 4 kann jeder Mitgliedstaat im Fall einer Bedrohung eine Sitzung des Nordatlantikrates verlangen. Dabei kann es zu gemeinsamen Beschlüssen oder Maßnahmen kommen, muss es aber nicht.

T.Mason--TFWP