The Fort Worth Press - Nur ohne Hamas: Belgien will Palästinenserstaat anerkennen

USD -
AED 3.67315
AFN 63.499797
ALL 81.580052
AMD 372.37948
ANG 1.789884
AOA 918.00014
ARS 1378.4941
AUD 1.396473
AWG 1.8
AZN 1.695737
BAM 1.665113
BBD 2.01512
BDT 122.759818
BGN 1.668102
BHD 0.377141
BIF 2975.105995
BMD 1
BND 1.273476
BOB 6.913109
BRL 4.981796
BSD 1.000451
BTN 93.790972
BWP 13.451617
BYN 2.814964
BYR 19600
BZD 2.012209
CAD 1.366535
CDF 2310.999403
CHF 0.783907
CLF 0.022614
CLP 889.98001
CNY 6.824801
CNH 6.83219
COP 3571.31
CRC 455.822507
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.398708
CZK 20.80235
DJF 177.720556
DKK 6.380725
DOP 59.649927
DZD 132.478975
EGP 52.009703
ERN 15
ETB 157.249641
EUR 0.853902
FJD 2.22125
FKP 0.740159
GBP 0.740195
GEL 2.690139
GGP 0.740159
GHS 11.08028
GIP 0.740159
GMD 72.999727
GNF 8777.488498
GTQ 7.646989
GYD 209.3344
HKD 7.83285
HNL 26.629917
HRK 6.432902
HTG 130.965962
HUF 311.454993
IDR 17222.15
ILS 2.99945
IMP 0.740159
INR 93.79375
IQD 1310
IRR 1319500.000205
ISK 122.780309
JEP 0.740159
JMD 158.492044
JOD 0.709039
JPY 159.452499
KES 129.11063
KGS 87.427396
KHR 4012.498444
KMF 420.99986
KPW 899.990254
KRW 1479.120122
KWD 0.30828
KYD 0.833745
KZT 463.595498
LAK 21925.000287
LBP 89550.000019
LKR 317.917894
LRD 184.249853
LSL 16.469714
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.340109
MAD 9.238104
MDL 17.138041
MGA 4137.000127
MKD 52.618326
MMK 2099.66818
MNT 3578.517246
MOP 8.0708
MRU 40.020066
MUR 46.549679
MVR 15.449741
MWK 1736.000334
MXN 17.342101
MYR 3.952501
MZN 63.90966
NAD 16.469697
NGN 1348.250335
NIO 36.729769
NOK 9.29155
NPR 150.065555
NZD 1.692835
OMR 0.38451
PAB 1.000528
PEN 3.43875
PGK 4.352499
PHP 60.201992
PKR 278.924966
PLN 3.624804
PYG 6293.366934
QAR 3.64501
RON 4.346099
RSD 100.198018
RUB 75.099706
RWF 1460
SAR 3.750464
SBD 8.048395
SCR 14.845011
SDG 600.499549
SEK 9.20431
SGD 1.275455
SHP 0.746601
SLE 24.650239
SLL 20969.496166
SOS 571.497547
SRD 37.458005
STD 20697.981008
STN 21.15
SVC 8.754693
SYP 110.631499
SZL 16.470246
THB 32.258503
TJS 9.419537
TMT 3.505
TND 2.8745
TOP 2.40776
TRY 44.923897
TTD 6.78285
TWD 31.500201
TZS 2605.000197
UAH 43.897001
UGX 3706.888478
UYU 39.776259
UZS 12069.999821
VES 482.15515
VND 26322.5
VUV 117.946979
WST 2.711482
XAF 558.460897
XAG 0.012838
XAU 0.000211
XCD 2.70255
XCG 1.803113
XDR 0.694162
XOF 556.5053
XPF 102.050139
YER 238.650177
ZAR 16.471975
ZMK 9001.200169
ZMW 19.034038
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -24.0300

    5906.22

    -0.41%

  • DAX

    -75.9700

    24194.9

    -0.31%

  • TecDAX

    -29.4600

    3670.77

    -0.8%

  • MDAX

    -171.2900

    31176.64

    -0.55%

  • Goldpreis

    38.7000

    4758.3

    +0.81%

  • SDAX

    -89.2900

    18041.73

    -0.49%

  • EUR/USD

    -0.0035

    1.1708

    -0.3%

Nur ohne Hamas: Belgien will Palästinenserstaat anerkennen
Nur ohne Hamas: Belgien will Palästinenserstaat anerkennen / Foto: © AFP

Nur ohne Hamas: Belgien will Palästinenserstaat anerkennen

Belgien hat angekündigt, während der Generaldebatte der UN-Vollversammlung Ende September einen Palästinenserstaat anzuerkennen. "Palästina wird von Belgien bei der UN-Sitzung anerkannt werden", erklärte der belgische Außenminister Maxime Prévot am Dienstag im Onlinedienst X. Formell soll dieser Schritt demnach aber erst dann erfolgen, wenn die islamistische Hamas "die letzten Geiseln freigelassen" hat, wie Prévot erläuterte. Zudem kündigte er "harte Sanktionen" gegen Israel an.

Textgröße:

Der Minister nannte als Beispiele ein Einfuhrverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen sowie eine Überprüfung staatlicher Geschäfte mit israelischen Unternehmen und die Einstufung zweier israelischer Minister sowie gewalttätiger Siedler zu "unerwünschten Personen" in Belgien. Letzteres soll auch für Hamas-Anführer gelten.

Der belgische Außenminister begründete den Schritt mit der "humanitären Tragödie" im Gazastreifen, wo Israel gegen die Hamas kämpft. "Angesichts der von Israel unter Verletzung des Völkerrechts begangenen Gewalt und seiner internationalen Verpflichtungen, einschließlich der Pflicht, jegliches Risiko eines Genozids zu verhindern, musste Belgien entschiedene Entscheidungen treffen, um den Druck auf die israelische Regierung und die Hamas-Terroristen zu erhöhen", erklärte Prévot.

Es gehe nicht darum, "das israelische Volk zu bestrafen, sondern darum, sicherzustellen, dass seine Regierung das Völkerrecht und das humanitäre Recht achtet, und Maßnahmen ergreift, um zu versuchen, die Situation vor Ort zu ändern", fuhr er fort.

In den vergangenen Monaten hatten bereits mehrere Staaten, darunter Frankreich, Großbritannien und Kanada, angekündigt oder in Aussicht gestellt, im September einen Palästinenserstaat offiziell anzuerkennen. Von Israel und den USA wird der Vorstoß scharf kritisiert.

Weltweit haben mehr als 140 Länder einen Palästinenserstaat anerkannt, darunter mehrere EU-Mitglieder wie Spanien und Irland. Die Bundesregierung erklärte im Juli, dieser Schritt komme für sie "kurzfristig" nicht in Frage. Für Deutschland steht die Anerkennung eines Palästinenserstaats nach den Worten von Außenminister Johann Wadephul (CDU) "eher am Ende" eines Verhandlungsprozesses. Die Generaldebatte der UN-Vollversammlung findet in der letzten Septemberwoche statt.

Im belgischen Parlament und innerhalb der belgischen Regierung waren die Strafmaßnahmen gegen Israel lange diskutiert worden. Insbesondere die nationalistische Neu-Flämischen Allianz (N-VA) von Premierminister Bart De Wever die liberale Partei MR äußerten schwere Vorbehalte. Prévots zentralistische Partei Les Engagés hatte in dem Streit zwischenzeitlich mit einer Blockade der Regierung gedroht, sollte Belgien keine Maßnahmen gegen Israel beschließen.

Der Ministerpräsident des flämischen Teils Belgiens, De Wevers Parteifreund Matthias Diependaele, bestätigte am Dienstag auf X die Einigung. Die flämische Regierung verurteile "die Gewalt auf beiden Seiten und fordert weiterhin eine sofortige Feuerpause", schrieb Diependaele.

Belgien wird sich Prévot zufolge bei der Anerkennung eines Palästinenserstaats der gemeinsamen Initiative von Frankreich und Saudi-Arabien anschließen. Allerdings knüpft das Land die formelle Umsetzung dieses Schritts an Bedingungen: Die "administrative Formalisierung dieser Anerkennung" werde "durch einen königlichen Erlass erfolgen, wenn die letzten Geiseln freigelassen sind und Hamas keine Form der Verwaltung über Palästina mehr ausübt", schrieb Prévot.

Ausgelöst worden war der Krieg im Gazastreifen durch den Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Küstenstreifen verschleppt. Noch immer werden 47 Menschen von der Hamas im Gazastreifen festgehalten, mutmaßlich 27 davon sind nach israelischen Angaben tot.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden, die nicht unabhängig überprüft werden können, bislang mehr als 63.500 Menschen getötet.

J.Ayala--TFWP