The Fort Worth Press - Klingbeil erhält Kritik für Aussage zu Steuererhöhungen

USD -
AED 3.672501
AFN 65.000326
ALL 80.892919
AMD 361.32971
ANG 1.789785
AOA 916.999859
ARS 1525.770399
AUD 1.426076
AWG 1.80125
AZN 1.700372
BAM 1.745603
BBD 2.015941
BDT 123.789462
BGN 1.747831
BHD 0.377732
BIF 3002.048312
BMD 1
BND 1.278595
BOB 11.765756
BRL 5.0436
BSD 1.000919
BTN 94.841883
BWP 13.749922
BYN 2.959737
BYR 19600
BZD 2.012996
CAD 1.40324
CDF 2316.000101
CHF 0.821855
CLF 0.024903
CLP 980.119732
CNY 6.67805
CNH 6.673525
COP 3197.66
CRC 456.813374
CUC 1
CUP 24.020564
CVE 98.41267
CZK 21.64665
DJF 178.22224
DKK 6.669799
DOP 61.426136
DZD 134.856023
EGP 55.181899
ERN 15
ETB 163.9445
EUR 0.89233
FJD 2.24975
FKP 0.746996
GBP 0.747575
GEL 2.590175
GGP 0.746996
GHS 11.600632
GIP 0.746996
GMD 72.99968
GNF 8858.324817
GTQ 7.649259
GYD 209.368334
HKD 7.83968
HNL 26.867244
HRK 6.728601
HTG 131.144176
HUF 326.895018
IDR 18074
ILS 3.107096
IMP 0.746996
INR 94.803897
IQD 1517.355874
IRR 1832375.000007
ISK 121.479582
JEP 0.746996
JMD 158.89648
JOD 0.709062
JPY 157.024498
KES 129.806428
KGS 87.449101
KHR 4071.869115
KMF 439.501063
KPW 899.999961
KRW 1324.496669
KWD 0.31046
KYD 0.834099
KZT 448.369735
LAK 22529.164472
LBP 89631.371779
LKR 332.234038
LRD 170.644961
LSL 16.508029
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.41191
MAD 9.82386
MDL 17.976204
MGA 4538.679186
MKD 54.926488
MMK 2100.035197
MNT 3598.866322
MOP 8.08237
MRU 39.995002
MUR 47.11987
MVR 15.459594
MWK 1735.587351
MXN 18.75362
MYR 4.083994
MZN 63.903439
NAD 16.507071
NGN 1331.889945
NIO 36.836045
NOK 9.35976
NPR 151.747191
NZD 1.760055
OMR 0.384506
PAB 1.000919
PEN 3.438519
PGK 4.482268
PHP 63.519501
PKR 277.015213
PLN 3.898945
PYG 5738.944945
QAR 3.658368
RON 4.769403
RSD 104.893972
RUB 81.501091
RWF 1479.33272
SAR 3.742715
SBD 8.07458
SCR 13.775995
SDG 601.503214
SEK 9.91506
SGD 1.277575
SHP 0.7473
SLE 23.920227
SLL 20969.504398
SOS 572.043164
SRD 37.735503
STD 20697.981008
STN 21.867776
SVC 8.757313
SYP 13001.999685
SZL 16.505197
THB 33.741501
TJS 9.203388
TMT 3.51
TND 2.982913
TOP 2.40776
TRY 49.617098
TTD 6.792399
TWD 32.558968
TZS 2646.654982
UAH 45.101592
UGX 4288.761748
UYU 40.127988
UZS 11917.905419
VES 879.788897
VND 25851.5
VUV 118.676507
WST 2.769234
XAF 585.330098
XAG 0.017878
XAU 0.000245845518
XCD 2.70255
XCG 1.803868
XDR 0.707052
XOF 585.330098
XPF 106.446977
YER 236.097801
ZAR 16.5147
ZMK 9001.198572
ZMW 20.093362
ZWL 321.999592
SSP 5745.343966
MXV 2.116716
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Klingbeil erhält Kritik für Aussage zu Steuererhöhungen
Klingbeil erhält Kritik für Aussage zu Steuererhöhungen / Foto: © AFP/Archiv

Klingbeil erhält Kritik für Aussage zu Steuererhöhungen

Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) hat für eine Aussage zu möglichen Steuererhöhungen für besonders wohlhabende Menschen Kritik geerntet. "Dass der Finanzminister sich Gedanken um die Haushaltskonsolidierung macht, ist nachvollziehbar und richtig. Steuererhöhungen sind dafür aber der falsche Weg", sagte Unions-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) der "Rheinischen Post" vom Montag. Auch Wirtschaftsverbände äußerten Bedenken, aus der eigenen Partei erhielt der SPD-Chef aber Zuspruch.

Textgröße:

Klingbeil hatte am Sonntag im ZDF-"Sommerinterview" auf Nachfrage Steuererhöhungen für Reiche zur Schließung der Finanzierungslücke im Haushalt nicht ausgeschlossen. "Da wird keine Option vom Tisch genommen", sagte er. "Ich finde, es ist etwas, wo sich gerade Menschen mit hohen Einkommen, hohen Vermögen auch fragen müssen, welchen Teil tragen wir dazu bei, dass dieses Land gerechter wird", fügte er hinzu.

Eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums betonte am Montag, dass die Aufstellung des Bundeshaushaltes eine "Gesamtanstrengung der Bundesregierung" sei. Die Finanzlücke müsse von allen Ministerien gemeinsam geschlossen werden. Besonders für die Jahre ab 2027 gebe es "enorme Handlungsbedarfe". Klingbeil rechnet für die Jahre 2027 bis 2029 mit einer Haushaltslücke von 172 Milliarden Euro.

"Wir brauchen mehr Entlastung statt noch mehr Belastung. Sonst kommt unsere Wirtschaft nicht wieder auf die Beine", sagte der CDU-Politiker Bilger nun. Zudem gebe es Einsparpotential "zum Beispiel im Sozialbereich, vor allem beim Bürgergeld, aber auch bei der Migration". Die Koalition habe schon mit Sparmaßnahmen begonnen und müsse "diesen Weg jetzt konsequent weitergehen."

Klingbeils Parteigenosse, der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese, sprang seinem Parteichef hingegen zur Seite. "Es geht um die Entlastung von kleinen und mittleren Einkommen, die wir im Koalitionsvertrag verabredet haben, die entsprechend gegenfinanziert sein muss", sagte er der "Rheinischen Post".

Es gebe viele Menschen, die hart arbeiten und dennoch kämpfen müssten, "um mit ihrem Gehalt bis zum Ende des Monats zu kommen", sagte Wiese weiter. "Hier wollen wir Sozialdemokraten ansetzen und in der Breite entlasten. Wenn das bedeutet, sehr hohe Einkommen stärker in die Pflicht zu nehmen, dann ist das für mich vertretbar."

AfD-Chefin Alice Weidel kritisierte den Finanzminister für dessen Aussage und attestiert Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Schwäche gegenüber dem Koalitionspartner. "Während die Sozialdemokraten immer neue Belastungen fordern und diese zynisch mit 'Gerechtigkeit' rechtfertigen, schweigt der Kanzler und flüchtet sich in außenpolitische Nebenschauplätze", erklärte Weidel. "Für die arbeitende Mitte, der er im Wahlkampf Entlastungen versprochen hat, ist das ein doppelter Wortbruch."

FDP-Chef Christian Dürr erklärte, Deutschland brauche nun "Wachstum, Innovation und Entlastung, nicht zusätzliche Belastungen für die Leistungsträger unseres Landes". Klingbeils Vorschläge würden "in Wahrheit vor allem mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler treffen".

Skeptisch äußerte sich ebenfalls der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). "Bevor (...) Debatten über Steuererhöhungen vom Zaun gebrochen werden, sollten die Bundesregierung und ihre Ministerien ernsthaft Einsparpotenziale identifizieren", erklärte ZDH-Präsident Jörg Dittrich.

Deutschland nehme schon jetzt international bei der Steuer- und Abgabenlast eine Spitzenposition ein, erklärte die Präsidentin der Familienunternehmer, Marie-Christin Ostermann. "Mit der Andeutung des Finanzministers, möglicherweise fiskal auf das Betriebsvermögen von Familienunternehmern zugreifen zu wollen, verunsichert, verärgert und vertreibt er im Extremfall gerade die, auf deren Wirtschaftskraft ein Großteil seiner Haushaltsplanung auf der Einnahmenseite beruht."

Der Bundesvorsitzende der Jungen Unternehmer, Thomas Hoppe, warf Klingbeil vor, die Realität zu ignorieren. "Bereits heute tragen die obersten zehn Prozent der Einkommensbeziehenden einen überproportional hohen Teil der Steuerlast: sie zahlen über 40 Prozent des gesamten Steueraufkommens", erklärte Hoppe.

J.Barnes--TFWP