The Fort Worth Press - Demokratische Abgeordnete verlassen wegen geplanten Wahlkreis-Neuzuschnitts Texas

USD -
AED 3.672504
AFN 62.000368
ALL 81.399019
AMD 371.251866
ANG 1.789884
AOA 918.000367
ARS 1390.462956
AUD 1.401542
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.668415
BBD 2.010834
BDT 122.499467
BGN 1.668102
BHD 0.377394
BIF 2969.673704
BMD 1
BND 1.275325
BOB 6.898699
BRL 4.980604
BSD 0.998337
BTN 94.041373
BWP 13.522713
BYN 2.828151
BYR 19600
BZD 2.007933
CAD 1.36785
CDF 2315.000362
CHF 0.787151
CLF 0.022781
CLP 896.609085
CNY 6.836304
CNH 6.83428
COP 3554.190659
CRC 454.339945
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.0627
CZK 20.777504
DJF 177.786308
DKK 6.375104
DOP 59.475368
DZD 132.362551
EGP 52.533589
ERN 15
ETB 154.33875
EUR 0.85304
FJD 2.20465
FKP 0.739936
GBP 0.740988
GEL 2.680391
GGP 0.739936
GHS 11.083813
GIP 0.739936
GMD 73.503851
GNF 8763.489017
GTQ 7.632331
GYD 208.871828
HKD 7.83545
HNL 26.529324
HRK 6.429504
HTG 130.705907
HUF 311.520388
IDR 17252.7
ILS 2.98605
IMP 0.739936
INR 94.250504
IQD 1307.826829
IRR 1317000.000352
ISK 122.650386
JEP 0.739936
JMD 157.551717
JOD 0.70904
JPY 159.37504
KES 129.085093
KGS 87.403204
KHR 4000.00035
KMF 420.00035
KPW 899.983514
KRW 1476.670383
KWD 0.30776
KYD 0.83199
KZT 463.757731
LAK 21876.732779
LBP 89402.943058
LKR 318.234165
LRD 183.194711
LSL 16.601322
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.334826
MAD 9.236938
MDL 17.361484
MGA 4148.432502
MKD 52.58264
MMK 2100.352975
MNT 3592.543451
MOP 8.056729
MRU 39.846449
MUR 46.830378
MVR 15.450378
MWK 1731.200682
MXN 17.380104
MYR 3.965039
MZN 63.910377
NAD 16.601322
NGN 1357.000344
NIO 36.741309
NOK 9.317039
NPR 150.466197
NZD 1.706339
OMR 0.38415
PAB 0.998337
PEN 3.461463
PGK 4.333547
PHP 60.695038
PKR 278.317253
PLN 3.61995
PYG 6330.560887
QAR 3.639411
RON 4.340504
RSD 100.166347
RUB 75.274046
RWF 1459.245042
SAR 3.750423
SBD 8.045307
SCR 14.798038
SDG 600.503676
SEK 9.22035
SGD 1.276104
SHP 0.746601
SLE 24.625038
SLL 20969.496166
SOS 570.526765
SRD 37.463504
STD 20697.981008
STN 20.899979
SVC 8.735338
SYP 110.527725
SZL 16.594583
THB 32.335038
TJS 9.384602
TMT 3.505
TND 2.915334
TOP 2.40776
TRY 45.015038
TTD 6.780124
TWD 31.483504
TZS 2598.251226
UAH 43.992664
UGX 3714.224781
UYU 39.547878
UZS 11994.881638
VES 483.16466
VND 26360
VUV 118.147731
WST 2.728511
XAF 559.570911
XAG 0.01321
XAU 0.000212
XCD 2.70255
XCG 1.799275
XDR 0.695927
XOF 559.570911
XPF 101.735978
YER 238.650363
ZAR 16.53436
ZMK 9001.203584
ZMW 18.893581
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    16.9000

    4740.9

    +0.36%

  • Euro STOXX 50

    -11.2500

    5883.48

    -0.19%

  • DAX

    -26.4700

    24128.98

    -0.11%

  • TecDAX

    16.2100

    3664.3

    +0.44%

  • MDAX

    -601.8100

    30249.93

    -1.99%

  • SDAX

    -155.5000

    17727.33

    -0.88%

  • EUR/USD

    0.0038

    1.1726

    +0.32%

Demokratische Abgeordnete verlassen wegen geplanten Wahlkreis-Neuzuschnitts Texas
Demokratische Abgeordnete verlassen wegen geplanten Wahlkreis-Neuzuschnitts Texas / Foto: © AFP/Archiv

Demokratische Abgeordnete verlassen wegen geplanten Wahlkreis-Neuzuschnitts Texas

Im US-Bundesstaat Texas hat sich der politische Streit um den Neuzuschnitt von Wahlkreisen massiv verschärft. Dutzende Abgeordnete der Demokraten im Kongress des republikanisch regierten Bundesstaats verließen Texas am Montag (Ortszeit), um eine Abstimmung über die von den Republikanern gewollte Neugestaltung zu verhindern. Unterdessen stellte ein Gericht klar, dass sich texanische Briefwähler bei der Stimmabgabe identifizieren müssen - eine Entscheidung, die US-Präsident Donald Trump ausdrücklich begrüßte.

Textgröße:

Die demokratischen Parlamentarier im texanischen Repräsentantenhaus wollten mit ihrer Ausreise verhindern, dass bei einer für Montagnachmittag (Ortszeit) geplanten Sitzung die für die Abstimmung über den Wahlkreis-Neuzuschnitt nötige Mindestzahl an Abgeordneten erreicht wird.

"Wir haben es uns bei dieser Entscheidung nicht leicht gemacht, aber wir haben sie mit absoluter moralischer Klarheit getroffen", erklärte der Minderheitsführer der Demokraten im texanischen Repräsentantenhaus, Gene Wu.

Den ausgereisten Parlamentariern droht nun für jeden Tag Abwesenheit eine Geldstrafe von 500 Dollar (rund 432 Euro). Zudem stimmten die republikanischen Angeordneten für einen Antrag auf Erlassung eines Haftbefehls gegen die ausgereisten Demokraten. Dieser würde allerdings nur in Texas gelten.

Die meisten demokratischen Abgeordneten begaben sich in den von ihrer Partei regierten Bundesstaat Illinois, dessen Gouverneur JB Pritzker auf einer Pressekonferenz erklärt hatte, er werde sie "beschützen".

Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hatte damit gedroht, den Abgeordneten sogar ihren Sitz zu entziehen. Die Abwesenheit sei vorsätzlich und diene einem "unrechtmäßigen Zweck", erklärte Abbott. Sie komme deswegen einer "Aufgabe oder Verwirkung eines gewählten Amtes" gleich.

Hintergrund ist ein von Präsident Trump geforderter Neuzuschnitt der Wahlkreise in Texas, der den Republikanern bei den Kongress-Zwischenwahlen im kommenden Jahr bis zu fünf zusätzliche Sitze im Repräsentantenhaus in Washington sichern könnte.

Für gewöhnlich erleidet die regierende Partei bei den sogenannten Midterms - also den Kongresswahl zur Mitte der Amtszeit eines Präsidenten - deutliche Verluste. Die Demokraten hoffen deswegen, das Repräsentantenhaus im November 2026 zurückerobern zu können.

Die Republikaner wollen dies mit einem Neuzuschnitt der Wahlkreise in Texas erschweren. In der Regel werden die Wahlkreise alle zehn Jahre auf Grundlage von Zensusdaten über die Bevölkerungsstruktur neu festgelegt. Der nächste Zensus steht allerdings erst im Jahr 2030 an, die Neuordnung der Wahlkreise wurde in Texas also außerhalb des üblichen Zyklus auf die Tagesordnung gesetzt.

Der Neuzuschnitt der Wahlkreise sollte parteipolitisch neutral erfolgen, was aber häufig nicht der Fall ist. Sowohl von Republikanern als auch Demokraten regierte Staaten haben in der Vergangenheit den Zuschnitt der Wahlkreise verändert, um ihrer Partei Vorteile zu verschaffen.

Bekannt ist die Praxis des politisch motivierten Wahlkreis-Neuzuschnitts unter dem Begriff "gerrymandering". Das Wort setzt sich zusammen aus dem Namen von Elbridge Gerry, einem Gouverneur von Massachusetts aus dem 18. Jahrhundert, und dem Wort Salamander. Gerry hatte einen Wahlbezirk in seinem Bundesstaat derart zu seinem Vorteil zurechtgestutzt, dass er die Form eines Salamanders annahm.

Angesichts der Pläne im republikanisch dominierten Texas haben auch die Gouverneure der demokratisch regierten Bundesstaaten Kalifornien und Illinois gedroht, Wahlkreise neu zuzuschneiden. Allerdings gibt es in diesen Bundesstaaten dafür strengere Regeln als in Texas.

Unterdessen traf ein Bundesgericht eine Entscheidung zur in den USA politisch umstrittenen Briefwahl. Texanerinnen und Texaner, die ihre Stimme per Briefwahl abgeben, müssen sich weiterhin identifizieren, urteilten drei Richter des Berufungsgericht am Dienstag einstimmig. Damit bestätigten sie die entsprechende Bestimmung eines im Jahr 2021 in Kraft getretenen Wahlgesetzes.

Die Identifizierung bei der Briefwahl muss demnach entweder über die Identifikationsnummer im staatlichen Wählerverzeichnis oder über die in den USA häufig zur Identifikation gebrauchte Sozialversicherungsnummer geschehen.

Diese Regelung diene "offensichtlich dazu, zu bestätigen, dass jeder Briefwähler tatsächlich derjenige ist, als der er sich ausgibt", schrieb der Richter James Ho zu der Entscheidung. Dies sei "eindeutig entscheidend für die Feststellung, ob eine Person wahlberechtigt ist".

Trump begrüßte die Entscheidung in seinem Onlinenetzwerk Truth Social als "großartige Nachricht". Die entsprechende Bestimmung sollte US-weit gelten, fügte er an. Die Regierung von Trumps demokratischem Vorgänger Joe Biden hatte argumentiert, die Identifikationspflicht für Briefwähler könne dazu führen, dass rechtmäßig abgegebene Stimmen für ungültig erklärt werden.

Die Briefwahl ist in den USA ein heikles Thema: Rund um die von ihm verlorene Präsidentschaftswahl2020 hatte Trump die Briefwahl in Misskredit zu bringen versucht, indem er sie als Quelle für Wahlbetrug darstellte. Vor der Wahl im Jahr 2024 vollzog er jedoch eine Kehrtwende - und rief seine Anhänger sogar dazu auf, auch per Brief zu wählen.

G.George--TFWP