The Fort Worth Press - Regierung schiebt erneut Straftäter nach Afghanistan ab - UNO verlangt Stopp

USD -
AED 3.672502
AFN 62.000032
ALL 81.399019
AMD 371.251866
ANG 1.789884
AOA 918.000245
ARS 1389.852402
AUD 1.394117
AWG 1.8
AZN 1.697594
BAM 1.668415
BBD 2.010834
BDT 122.499467
BGN 1.668102
BHD 0.377394
BIF 2969.673704
BMD 1
BND 1.275325
BOB 6.898699
BRL 4.986798
BSD 0.998337
BTN 94.041373
BWP 13.522713
BYN 2.828151
BYR 19600
BZD 2.007933
CAD 1.36645
CDF 2314.999761
CHF 0.784699
CLF 0.022781
CLP 896.610258
CNY 6.8363
CNH 6.828365
COP 3554.88
CRC 454.339945
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.0627
CZK 20.76155
DJF 177.786308
DKK 6.372059
DOP 59.475368
DZD 132.362551
EGP 52.549303
ERN 15
ETB 154.33875
EUR 0.85269
FJD 2.20465
FKP 0.738979
GBP 0.738475
GEL 2.679967
GGP 0.738979
GHS 11.083813
GIP 0.738979
GMD 73.49161
GNF 8763.489017
GTQ 7.632331
GYD 208.871828
HKD 7.836075
HNL 26.529324
HRK 6.422901
HTG 130.705907
HUF 310.822499
IDR 17224.8
ILS 2.98605
IMP 0.738979
INR 94.24285
IQD 1307.826829
IRR 1316999.999527
ISK 122.610161
JEP 0.738979
JMD 157.551717
JOD 0.709003
JPY 159.2765
KES 129.09035
KGS 87.403197
KHR 3999.999906
KMF 419.999772
KPW 899.999962
KRW 1469.960325
KWD 0.30776
KYD 0.83199
KZT 463.757731
LAK 21876.732779
LBP 89402.943058
LKR 318.234165
LRD 183.194711
LSL 16.601322
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.334826
MAD 9.236938
MDL 17.361484
MGA 4148.432502
MKD 52.58264
MMK 2100.209098
MNT 3577.130302
MOP 8.056729
MRU 39.846449
MUR 46.830128
MVR 15.45023
MWK 1731.200682
MXN 17.37115
MYR 3.953498
MZN 63.909789
NAD 16.601322
NGN 1352.809988
NIO 36.741309
NOK 9.297506
NPR 150.466197
NZD 1.697005
OMR 0.38415
PAB 0.998337
PEN 3.461463
PGK 4.333547
PHP 60.656017
PKR 278.317253
PLN 3.61792
PYG 6330.560887
QAR 3.639411
RON 4.336098
RSD 100.166347
RUB 75.24099
RWF 1459.245042
SAR 3.750797
SBD 8.045307
SCR 14.798038
SDG 600.504195
SEK 9.212929
SGD 1.274995
SHP 0.746601
SLE 24.624965
SLL 20969.496166
SOS 570.526765
SRD 37.463499
STD 20697.981008
STN 20.899979
SVC 8.735338
SYP 110.524988
SZL 16.594583
THB 32.335973
TJS 9.384602
TMT 3.505
TND 2.915334
TOP 2.40776
TRY 45.029402
TTD 6.780124
TWD 31.424969
TZS 2598.250981
UAH 43.992664
UGX 3714.224781
UYU 39.547878
UZS 11994.881638
VES 483.16466
VND 26359
VUV 117.558638
WST 2.728507
XAF 559.570911
XAG 0.01314
XAU 0.000212
XCD 2.70255
XCG 1.799275
XDR 0.695927
XOF 559.570911
XPF 101.735978
YER 238.650099
ZAR 16.50336
ZMK 9001.181055
ZMW 18.893581
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    2.1000

    4743

    +0.04%

  • EUR/USD

    0.0008

    1.1734

    +0.07%

  • Euro STOXX 50

    -11.2500

    5883.48

    -0.19%

  • TecDAX

    16.2100

    3664.3

    +0.44%

  • MDAX

    -601.7700

    30249.93

    -1.99%

  • DAX

    -26.4200

    24128.98

    -0.11%

  • SDAX

    -155.4700

    17727.33

    -0.88%

Regierung schiebt erneut Straftäter nach Afghanistan ab - UNO verlangt Stopp
Regierung schiebt erneut Straftäter nach Afghanistan ab - UNO verlangt Stopp / Foto: © AFP/Archiv

Regierung schiebt erneut Straftäter nach Afghanistan ab - UNO verlangt Stopp

Zum zweiten Mal seit der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban hat die Bundesregierung Straftäter nach Afghanistan abgeschoben. An Bord der Maschine aus Katar, die am Freitag in Leipzig startete, seien "schwere und schwerste Straftäter, die abgeschoben werden", sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Insgesamt 81 Menschen sollten nach Afghanistan gebracht werden. Die UNO verlangte einen sofortigen Stopp von Abschiebungen nach Afghanistan.

Textgröße:

Alle Menschen an Bord seien "vollziehbar ausreisepflichtige afghanische Männer, die in der Vergangenheit strafrechtlich in Erscheinung getreten sind", sagte Dobrindt. Der Flug sei "unter Zuhilfenahme der strategischen Sicherheitspartnerschaft mit dem Emirat Katar" erfolgt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte in seiner Sommerpressekonferenz, niemand der Abgeschobenen habe mehr einen Aufenthaltsstatus gehabt, es seien "alle Asylanträge rechtskräftig abgewiesen worden ohne weitere Rechtsmittel". Daher sei der Flug möglich gewesen.

Die Verhandlungen darüber seien über viele Wochen geführt worden, sagte Merz, der dem Emirat Katar dankte und zudem von "technischen Kontakten" nach Afghanistan sprach. Dobrindt sagte im "Morgenmagazin" der ARD, die Abschiebung sei in "einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Außenministerium, dem Innenministerium, dem Kanzleramt" und unter Beteiligung von strategischen Partnern erfolgt.

Auch Dobrindt sprach von "technischen Kontakten" unterhalb von diplomatischen Beziehungen. Der Außenminister und er seien sich "vollkommen einig, wenn man Abschiebungen nach Afghanistan ermöglichen will, dann muss man auch Kontakte zu den Afghanen haben". In einer Mitteilung des Bundesinnenministeriums erklärte er weiter, damit werde begonnen, "einen weiteren Teil des Politikwechsels aus dem Koalitionsvertrages umzusetzen". "Abschiebungen nach Afghanistan müssen auch zukünftig gesichert stattfinden können. Es gibt kein Aufenthaltsrecht für schwere Straftäter in unserem Land."

Bayern teilte mit, von den 81 ausgeflogenen Afghanen kämen 15 aus bayerischen Haftanstalten. Zu den von ihnen begangenen Straftaten zählten Sexualstraftaten, Mord und Totschlagsdelikte sowie schwerere Körperverletzungs- und Eigentumsdelikte. Aus Baden-Württemberg wurden 13 Afghanen abgeschoben, aus Hessen neun, aus Rheinland-Pfalz sechs und aus Thüringen vier.

Der zuvor letzte Abschiebeflug mit Straftätern nach Afghanistan hatte noch in der Zeit der Ampel-Bundesregierung im August 2024 stattgefunden. Die Bundesregierung hatte in den vergangenen Wochen immer wieder geäußert, dass es einen weiteren Abschiebeflug und auch künftig Abschiebungen nach Afghanistan geben werde.

Von der UNO kam Kritik: "Die Zeit ist reif für Solidarität mit dem afghanischen Volk", sagte eine Sprecherin von UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk. Türk forderte demnach "einen sofortigen Stopp der Zwangsrückführung aller afghanischen Flüchtlinge und Asylsuchenden". Dies gelte insbesondere für diejenigen, denen bei Rückkehr "Verfolgung, eine willkürliche Festnahme oder Folter droht". Solche Abschiebungen verstießen gegen "den völkerrechtlichen Grundsatz der Nichtzurückweisung", der auch für Straftäter gelte.

Die UN-Sprecherin verwies außerdem auf die "katastrophale" humanitäre Lage in Afghanistan, wo 70 Prozent der Menschen in Armut lebten. Afghanistan ist eines der ärmsten Länder der Welt und von jahrzehntelangem Krieg gezeichnet. Im Sommer 2021 kehrten die Taliban inmitten des Abzugs westlicher Streitkräfte an die Macht zurück, viele Staaten und Organisationen fuhren ihre Hilfen für das Land zurück.

Kritik kam auch von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International und der Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl. Niemand verdiene das, "auch nicht Straftäter", erklärte die Amnesty-Generalsekretärin in Deutschland, Julia Duchrow. "Menschenrechte gelten entweder für alle Menschen, oder für niemanden." Pro Asyl sprach von einem "eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht". Die Europäische Menschenrechtskonvention verbiete Abschiebungen, wenn Folter oder unmenschliche Behandlung drohten.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Anton Hofreiter kritisierte die Kontakte zwischen der Bundesregierung und den Taliban. In Afghanistan regierten "islamistische Terroristen" und Gespräche mit ihnen bedeuteten eine "massive Aufwertung von islamistischem Terror".

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Clara Bünger nannte die Abschiebung im RND ein "verheerendes Signal". Deutschland arbeite offenbar mit den Taliban zusammen, "einem Regime, gegen dessen führende Köpfe der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle erlassen hat". Das sei keines Rechtsstaats würdig, "das ist Menschenverachtung mit Ansage".

J.P.Cortez--TFWP