The Fort Worth Press - Moratorium für Wind- und Solaranlagen löst in Frankreich Kritik aus

USD -
AED 3.672504
AFN 64.503991
ALL 81.046102
AMD 360.780113
ANG 1.789785
AOA 917.000367
ARS 1523.143125
AUD 1.433486
AWG 1.8025
AZN 1.70397
BAM 1.745704
BBD 2.012675
BDT 123.586379
BGN 1.747831
BHD 0.377114
BIF 2995.403222
BMD 1
BND 1.277279
BOB 11.766859
BRL 4.965204
BSD 0.999331
BTN 94.818583
BWP 13.766234
BYN 2.934172
BYR 19600
BZD 2.009729
CAD 1.40025
CDF 2316.000362
CHF 0.825078
CLF 0.025212
CLP 986.459589
CNY 6.67805
CNH 6.670604
COP 3171.419646
CRC 456.018209
CUC 1
CUP 23.982684
CVE 98.420137
CZK 21.719504
DJF 177.944392
DKK 6.67165
DOP 61.293346
DZD 134.335699
EGP 55.079216
ERN 15
ETB 162.538225
EUR 0.89267
FJD 2.237204
FKP 0.747807
GBP 0.747692
GEL 2.590391
GGP 0.747807
GHS 11.586558
GIP 0.747807
GMD 74.000355
GNF 8843.664926
GTQ 7.638684
GYD 209.291739
HKD 7.84235
HNL 26.828223
HRK 6.728204
HTG 130.968001
HUF 327.370388
IDR 18093.85
ILS 3.10555
IMP 0.747807
INR 94.945504
IQD 1514.883742
IRR 1832375.000352
ISK 121.780386
JEP 0.747807
JMD 158.593297
JOD 0.70904
JPY 156.860385
KES 129.754095
KGS 87.448604
KHR 4082.652742
KMF 439.503794
KPW 899.999961
KRW 1323.525039
KWD 0.31069
KYD 0.832775
KZT 453.715357
LAK 22486.722899
LBP 89486.053465
LKR 331.81595
LRD 170.375329
LSL 16.556076
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.399786
MAD 9.815504
MDL 18.037221
MGA 4519.123488
MKD 54.987281
MMK 2100.106238
MNT 3599.160205
MOP 8.073191
MRU 39.936627
MUR 47.160378
MVR 15.460378
MWK 1732.762083
MXN 18.668404
MYR 4.085304
MZN 63.903729
NAD 16.556076
NGN 1332.060377
NIO 36.774222
NOK 9.35739
NPR 151.709734
NZD 1.750854
OMR 0.38297
PAB 0.999241
PEN 3.431874
PGK 4.475387
PHP 63.618038
PKR 276.527424
PLN 3.92999
PYG 5779.443924
QAR 3.642612
RON 4.779804
RSD 104.87794
RUB 80.331771
RWF 1476.413621
SAR 3.753249
SBD 8.07458
SCR 13.982238
SDG 601.503676
SEK 9.931804
SGD 1.276904
SHP 0.7473
SLE 22.950371
SLL 20969.504398
SOS 571.07154
SRD 37.628038
STD 20697.981008
STN 21.868166
SVC 8.743696
SYP 13001.999685
SZL 16.555541
THB 33.770369
TJS 9.208462
TMT 3.51
TND 2.983978
TOP 2.40776
TRY 49.703804
TTD 6.789842
TWD 32.585804
TZS 2645.601821
UAH 45.239791
UGX 4402.195742
UYU 40.076762
UZS 11958.762887
VES 879.788904
VND 25842.5
VUV 118.622996
WST 2.767791
XAF 585.553409
XAG 0.018551
XAU 0.000250266221
XCD 2.70255
XCG 1.800955
XDR 0.707052
XOF 585.553409
XPF 106.448878
YER 236.103589
ZAR 16.57373
ZMK 9001.203584
ZMW 20.091043
ZWL 321.999592
SSP 5745.299755
MXV 2.106972
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Moratorium für Wind- und Solaranlagen löst in Frankreich Kritik aus
Moratorium für Wind- und Solaranlagen löst in Frankreich Kritik aus / Foto: © AFP/Archiv

Moratorium für Wind- und Solaranlagen löst in Frankreich Kritik aus

Die überraschende Verabschiedung eines vorläufigen Baustopps für neue Wind- und Solaranlagen mit den Stimmen der Rechten und Rechtspopulisten hat in Frankreich heftige Kritik ausgelöst. "Wir begehen damit kollektiven Suizid", sagte die Grünen-Abgeordnete Sandrine Rousseau am Freitag dem Sender RMC. "Wissenschaftler warnen uns immer wieder, und wir gehen genau in die andere Richtung."

Textgröße:

Die Abgeordneten hatten am Donnerstag einen Änderungsantrag verabschiedet, der ein Moratorium für den Ausbau erneuerbarer Energien enthält, "bis eine objektive und unabhängige Studie den besten Energiemix für Frankreich bestimmt hat". Ausgerechnet mitten in der ersten Hitzewelle dieses Sommers triumphierten in der französischen Nationalversammlung die Klimaskeptiker, sagte Rousseau.

Der Antrag war von einem Abgeordneten der konservativen Republikaner eingebracht und von den Rechtspopulisten des Rassemblement National (RN) unterstützt worden. Zum Zeitpunkt der Abstimmung waren nur wenige Abgeordnete des Regierungslagers und der linken Opposition anwesend.

Der RN feierte dies als einen Sieg. "Das ist ein Kernstück des Programms von Marine Le Pen", sagte der Abgeordnete Jean-Philippe Tanguy mit Blick auf die Fraktionschefin und erklärte Präsidentschaftskandidatin seiner Partei. RN-Vertreter hatten während der Debatte über das Energiegesetz erneuerbare Energien immer wieder als nicht steuerbar und zu teuer angeprangert.

Industrieminister Marc Ferracci bezeichnete das Moratorium als "verheerend" und "verantwortungslos". Er verwies darauf, dass nur ein Änderungsantrag angenommen wurde, das eigentliche Gesetz aber noch weiter debattiert wird. Die Abstimmung in der Nationalversammlung über das Gesetz ist derzeit für Dienstag geplant.

"Es ist nicht vorstellbar, dass das Regierungslager, das sich den Kampf gegen den Klimawandel auf die Fahnen geschrieben hat, diesen Text durchgehen lässt", sagte Bastien Cuq von der Umweltorganisation Réseau Action Climat der Zeitung "Le Monde". "Das würde bedeuten, dass die Regierung sich komplett den Rechtspopulisten in die Arme wirft."

Heftige Kritik kam auch von Vertretern der Wind- und Solarindustrie. "Mit diesem Moratorium hat die Nationalversammlung einen der größten Stellenabbaupläne verabschiedet", betonte der Verband France renouvelables. Er verwies auf rund 80.000 Arbeitsplätze in der Branche, die dadurch bedroht seien.

Die Rechtspopulisten hatten dem Gesetzesentwurf schon zuvor ihren Stempel aufgedrückt. Er enthält nun einen Passus, der den "maximalen Ausbau" der Atomkraft durch den Bau von 14 neuen Atomkraftwerken bis 2030 vorsieht.

Kritiker verweisen darauf, dass der staatliche Atomkonzern EDF noch nicht einmal die Kostenschätzung für die ersten der noch zu bauenden Reaktoren vorgelegt habe. Die Regierung ging zuletzt davon aus, dass diese frühestens 2028 ans Netz gehen könnten.

Ein Änderungsantrag des RN sieht sogar das Wiederhochfahren des seit 2020 abgeschalteten Atomkraftwerks Fessenheim an der Grenze zu Deutschland vor. Dies schätzt die Atomaufsicht jedoch als unrealistisch ein. "Fessenheim wieder hochzufahren ist nicht denkbar", sagte Pierre Bois, Vizechef der Atomaufsicht. Die Reaktoren entsprächen nicht mehr den Sicherheitsstandards, und der Rückbau sei zu weit vorangeschritten.

Die Regierung will in diesem Sommer per Dekret ihre Energiepolitik für 2025 bis 2035 festschreiben. Das derzeit debattierte Gesetz sollte ursprünglich die Grundlage dafür sein, wird aber voraussichtlich erst später verabschiedet werden. Offiziell verfolgt Frankreich das Ziel, bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Präsident Emmanuel Macron hatte 2022 die "Renaissance der Atomkraft" in Frankreich ausgerufen und den Bau von zunächst sechs neuen Atomreaktoren der neuesten Generation angekündigt. Sie sollen paarweise in der Nähe bestehender Atomkraftwerke in Penly und Gravelines am Ärmelkanal und im ostfranzösischen Bugey gebaut werden.

EDF soll bis zum Jahresende eine verbindliche Kostenschätzung und einen Zeitplan vorlegen. Macron setzt auf Atomenergie, weil sie dem Land eine gute CO2-Bilanz verschafft. Allerdings bringt der alternde Kraftwerkspark viele Probleme mit sich, und der Bau des geplanten Endlagers für Atommüll im lothringischen Bure ist noch immer nicht genehmigt.

C.Rojas--TFWP