The Fort Worth Press - Polen entscheiden bei Präsidentenwahl zwischen Pro-Europäer und Rechtsnationalisten

USD -
AED 3.672501
AFN 66.106128
ALL 82.462283
AMD 381.646874
ANG 1.790403
AOA 916.999913
ARS 1451.4939
AUD 1.49923
AWG 1.8025
AZN 1.696816
BAM 1.666106
BBD 2.015555
BDT 122.381003
BGN 1.666703
BHD 0.376969
BIF 2960.464106
BMD 1
BND 1.286514
BOB 6.930128
BRL 5.5155
BSD 1.000707
BTN 90.075562
BWP 13.139445
BYN 2.939776
BYR 19600
BZD 2.012659
CAD 1.372555
CDF 2164.999911
CHF 0.793565
CLF 0.022945
CLP 900.140119
CNY 6.9964
CNH 6.97704
COP 3769.96
CRC 497.073782
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.933689
CZK 20.586897
DJF 177.720138
DKK 6.36617
DOP 63.090461
DZD 129.565162
EGP 47.707798
ERN 15
ETB 155.306806
EUR 0.85232
FJD 2.273301
FKP 0.741981
GBP 0.74363
GEL 2.695016
GGP 0.741981
GHS 10.508067
GIP 0.741981
GMD 74.000022
GNF 8754.802491
GTQ 7.675532
GYD 209.36909
HKD 7.78393
HNL 26.382819
HRK 6.414502
HTG 130.968506
HUF 327.71976
IDR 16694
ILS 3.186885
IMP 0.741981
INR 89.986898
IQD 1310.962883
IRR 42125.000545
ISK 125.470013
JEP 0.741981
JMD 159.029535
JOD 0.708969
JPY 156.87603
KES 129.090099
KGS 87.443504
KHR 4009.813693
KMF 419.999801
KPW 900.043914
KRW 1444.639657
KWD 0.30769
KYD 0.833994
KZT 507.398605
LAK 21633.571009
LBP 89616.523195
LKR 309.880992
LRD 178.128754
LSL 16.565363
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 5.41968
MAD 9.125364
MDL 16.842652
MGA 4593.353608
MKD 52.457549
MMK 2099.836459
MNT 3559.101845
MOP 8.023887
MRU 39.738642
MUR 46.24973
MVR 15.449865
MWK 1735.285849
MXN 18.022855
MYR 4.057959
MZN 63.910274
NAD 16.565293
NGN 1445.370194
NIO 36.826906
NOK 10.08779
NPR 144.120729
NZD 1.738325
OMR 0.384498
PAB 1.000716
PEN 3.366031
PGK 4.262823
PHP 58.878498
PKR 280.231968
PLN 3.596302
PYG 6569.722371
QAR 3.640127
RON 4.340798
RSD 99.96013
RUB 79.099677
RWF 1458.083093
SAR 3.750501
SBD 8.136831
SCR 13.817029
SDG 601.501691
SEK 9.22704
SGD 1.28666
SHP 0.750259
SLE 24.049928
SLL 20969.503664
SOS 570.932045
SRD 38.126506
STD 20697.981008
STN 20.871136
SVC 8.756506
SYP 11059.149576
SZL 16.560607
THB 31.487982
TJS 9.241824
TMT 3.51
TND 2.91815
TOP 2.40776
TRY 42.955698
TTD 6.802286
TWD 31.384497
TZS 2470.315964
UAH 42.338589
UGX 3623.089636
UYU 39.186789
UZS 12013.255301
VES 297.770445
VND 26300
VUV 120.744286
WST 2.776281
XAF 558.798674
XAG 0.013939
XAU 0.000231
XCD 2.70255
XCG 1.803607
XDR 0.694966
XOF 558.798674
XPF 101.595577
YER 238.450347
ZAR 16.57019
ZMK 9001.198459
ZMW 22.191554
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    0.0000

    1.175

    0%

  • SDAX

    158.1800

    17174.73

    +0.92%

  • MDAX

    165.1400

    30617.67

    +0.54%

  • DAX

    139.2900

    24490.41

    +0.57%

  • TecDAX

    22.4500

    3622.27

    +0.62%

  • Euro STOXX 50

    39.7000

    5791.41

    +0.69%

  • Goldpreis

    -9.0000

    4332.1

    -0.21%

Polen entscheiden bei Präsidentenwahl zwischen Pro-Europäer und Rechtsnationalisten
Polen entscheiden bei Präsidentenwahl zwischen Pro-Europäer und Rechtsnationalisten / Foto: © AFP

Polen entscheiden bei Präsidentenwahl zwischen Pro-Europäer und Rechtsnationalisten

Richtungsentscheidung in Polen: Bei der Stichwahl für das Präsidentenamt haben die Wähler am Sonntag zwischen einem Pro-Europäer und einem Rechtsnationalisten zu entscheiden gehabt. Der liberale Kandidat Rafal Trzaskowski und sein rechtsgerichteter Rivale Karol Nawrocki gaben in Warschau ihre Stimmen ab. Die Wahlbeteiligung lag am Mittag bei 24,8 Prozent und damit leicht höher als bei der Präsidentschaftswahl vor fünf Jahren. Jüngsten Umfragen zufolge wurde mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen gerechnet.

Textgröße:

Die Wahl dürfte richtungsweisend nicht nur für das EU- und Nato-Land Polen selbst, sondern für ganz Europa sein: Ein Sieg Trzaskowskis würde dem liberal-konservativen Regierungschef Donald Tusk und dessen Reformen neuen Schwung geben, die von dem bisherigen, rechtsnationalen Präsidenten Andrzej Duda blockiert worden waren.

Nawrocki hingegen, der wie Duda von der vorherigen rechtsnationalistischen Regierungspartei PiS unterstützt wird, könnte die bisher starke Unterstützung Polens für die Ukraine in Frage stellen. Sollte er gewinnen, halten manche Beobachter in der Folge sogar Neuwahlen des Parlaments in Polen für möglich.

Bereits in der ersten Wahlrunde vor zwei Wochen lagen der Warschauer Bürgermeister Trzaskowski und der parteilose Historiker Nawrocki eng beieinander. Der 53-jährige Trzaskowski holte 31 Prozent der Stimmen, sein 42-jähriger Rivale kam auf rund 30 Prozent. In Umfragen lag Trzaskowski zuletzt mit 50,1 Prozent hauchdünn vorne, Nawrocki kam auf 49,9 Prozent - eine winzige Differenz innerhalb der Fehlermargen.

Hinzu kommt, dass die in der ersten Runde ausgeschiedenen Kandidaten teils große Stimmanteile für sich verbucht hatten; so kam der rechtsextreme Unternehmer und Multimillionär Slawomir Mentzen, der sich strikt gegen Abtreibungen und Migranten wendet, auf 14,8 Prozent. Für die Stichwahl galt als entscheidend, welcher Kandidat seine Wähler am besten mobilisieren und Wähler der ausgeschiedenen Kandidaten auf seine Seite ziehen konnte.

Trzaskowski, ein ehemaliger Minister und EU-Abgeordneter, gehört wie Tusk der liberal-konservativen Bürgerplattform an. Der überzeugte Europäer will das Abtreibungsverbot in dem katholischen Land lockern und setzt sich für die Rechte sexueller Minderheiten ein. "Ich werde ein Präsident sein, der verbindet und bereit ist, mit allen zu reden", versprach Trzaskowski kürzlich.

Der 42-jährige Nawrocki ist ein politischer Neuling, der gegen ukrainische Flüchtlinge und Migranten sowie eine Euro-Einführung zu Felde zieht. Den etwa eine Million ukrainischen Flüchtlingen in seinem Land wirft er vor, sich an Polen zu bereichern. Auch einen Nato-Beitritt der Ukraine lehnt der Bewunderer von US-Präsident Donald Trump ab. Bisher ist die Regierung in Warschau einer der engsten Verbündeten Kiews.

Zuletzt durchkreuzte im Wahlkampf allerdings ein Medienbericht Nawrockis Kampagne. Demnach soll er vor etwa 20 Jahren, als er als Wachmann in einem Hotel in Sopot arbeitete, Gästen Prostituierte vermittelt haben. Der Kandidat wies die Vorwürfe als "einen Haufen Lügen" zurück.

"Ich wähle Trzaskowski. Er ist belesen, spricht mehrere Sprachen, ist intelligent, einfach genial", sagte die 56-jährige Hausfrau Agnieszka Lewinska in Halinow bei Warschau. Dagegen sagte die 60-jährige Rentnerin Lila Chojecka nach ihrer Stimmabgabe, sie habe Nawrocki gewählt. "Die katholischen Werte sind wichtig für mich. Ich weiß, dass er sie teilt." Er sei die "Hoffnung für Polen".

Wie aufgeheizt die politische Stimmung in dem Land ist, zeigte sich auch bei den Großkundgebungen vor einer Woche. Hunderttausende Unterstützer der beiden Kandidaten gingen bei getrennten Märschen in Warschau auf die Straße. "Diese Wahlen sind die Gelegenheit aufzubauen, zu schaffen, und nicht zu zerstören", rief der Warschauer Bürgermeister seinen Unterstützern dabei zu.

Die Wahllokale schließen am Sonntag um 21.00 Uhr. Für unmittelbar danach wird das Ergebnis einer Nachwahlbefragung erwartet. Das endgültige Ergebnis dürfte jedoch erst am Montag feststehen. Mit Spannung wird auch auf die Wahlbeteiligung geschaut. In Deutschland etwa hatten sich ungewöhnlich viele Auslandspolen für die Wahl registrieren lassen: 115.000 im Vergleich zu rund 70.000 bei der Wahl 2020, wie die polnische Botschaft in Berlin der Funke Mediengruppe mitteilte.

Im ersten Wahlgang hatte das Rechtsaußen-Lager starke Zuwächse verbucht: Der rechtsextreme Mentzen und der antisemitische EU-Abgeordnete Grzegorz Braun holten zusammen mehr als 20 Prozent der Stimmen. Insgesamt votierte somit eine Mehrheit der Wähler in der ersten Runde für Bewerber rechter und rechtsextremer Parteien. Die Wahlbeteiligung lag bei über 67 Prozent.

Der Präsident hat in Polen mehr Befugnisse als der Bundespräsident in Deutschland: Er ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte, bestimmt die Außenpolitik mit und hat das Recht, Gesetze einzubringen oder sein Veto gegen sie einzulegen.

D.Johnson--TFWP