The Fort Worth Press - Türkei verhängt Sendeverbot für Oppositionskanal - BBC-Journalist ausgewiesen

USD -
AED 3.672501
AFN 65.000282
ALL 83.046202
AMD 380.302627
ANG 1.79008
AOA 917.000186
ARS 1453.431398
AUD 1.49325
AWG 1.8
AZN 1.701118
BAM 1.680508
BBD 2.015621
BDT 122.296069
BGN 1.67937
BHD 0.377
BIF 2962.361503
BMD 1
BND 1.288928
BOB 6.915218
BRL 5.385702
BSD 1.000765
BTN 90.379014
BWP 13.373317
BYN 2.912404
BYR 19600
BZD 2.0127
CAD 1.38978
CDF 2199.999821
CHF 0.801035
CLF 0.022471
CLP 881.449842
CNY 6.97375
CNH 6.963635
COP 3676.24
CRC 497.074265
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.744847
CZK 20.853007
DJF 178.207783
DKK 6.422705
DOP 63.721742
DZD 130.019339
EGP 47.269724
ERN 15
ETB 155.86393
EUR 0.85956
FJD 2.2795
FKP 0.743872
GBP 0.745198
GEL 2.679797
GGP 0.743872
GHS 10.783547
GIP 0.743872
GMD 72.999944
GNF 8759.908062
GTQ 7.673074
GYD 209.372664
HKD 7.799835
HNL 26.39692
HRK 6.4779
HTG 130.983017
HUF 331.310498
IDR 16882
ILS 3.15405
IMP 0.743872
INR 90.309502
IQD 1311.033111
IRR 42125.000158
ISK 125.670217
JEP 0.743872
JMD 157.783487
JOD 0.709007
JPY 158.547497
KES 128.950058
KGS 87.448904
KHR 4028.114313
KMF 423.500557
KPW 899.976543
KRW 1469.109986
KWD 0.30808
KYD 0.833985
KZT 510.830806
LAK 21631.351927
LBP 89618.109407
LKR 309.741281
LRD 180.141088
LSL 16.420581
LTL 2.95274
LVL 0.604891
LYD 5.438173
MAD 9.212498
MDL 17.108389
MGA 4639.932635
MKD 52.883479
MMK 2100.072735
MNT 3563.033319
MOP 8.037102
MRU 39.805834
MUR 46.201552
MVR 15.450261
MWK 1735.678504
MXN 17.76919
MYR 4.054503
MZN 63.910437
NAD 16.420722
NGN 1423.050008
NIO 36.826526
NOK 10.06467
NPR 144.606078
NZD 1.740175
OMR 0.384451
PAB 1.00076
PEN 3.361789
PGK 4.27212
PHP 59.494017
PKR 280.064014
PLN 3.61817
PYG 6792.34583
QAR 3.64862
RON 4.37401
RSD 100.851997
RUB 78.647945
RWF 1459.086964
SAR 3.749982
SBD 8.123611
SCR 13.64992
SDG 601.500677
SEK 9.183501
SGD 1.287305
SHP 0.750259
SLE 24.149997
SLL 20969.499267
SOS 570.969488
SRD 38.292018
STD 20697.981008
STN 21.051275
SVC 8.756546
SYP 11059.574895
SZL 16.414191
THB 31.370229
TJS 9.30212
TMT 3.51
TND 2.92986
TOP 2.40776
TRY 43.187704
TTD 6.793205
TWD 31.5625
TZS 2515.000473
UAH 43.224066
UGX 3562.437168
UYU 38.760622
UZS 12056.899078
VES 338.72556
VND 26270
VUV 121.157562
WST 2.784721
XAF 563.628943
XAG 0.010982
XAU 0.000217
XCD 2.70255
XCG 1.803637
XDR 0.700974
XOF 563.628943
XPF 102.473331
YER 238.449722
ZAR 16.36207
ZMK 9001.201736
ZMW 19.740336
ZWL 321.999592
  • TecDAX

    2.7100

    3771.79

    +0.07%

  • MDAX

    169.3600

    31943.6

    +0.53%

  • Euro STOXX 50

    36.0900

    6041.14

    +0.6%

  • DAX

    66.1500

    25352.39

    +0.26%

  • Goldpreis

    -21.2000

    4614.5

    -0.46%

  • EUR/USD

    -0.0037

    1.1613

    -0.32%

  • SDAX

    256.3500

    18336.93

    +1.4%

Türkei verhängt Sendeverbot für Oppositionskanal - BBC-Journalist ausgewiesen
Türkei verhängt Sendeverbot für Oppositionskanal - BBC-Journalist ausgewiesen / Foto: © AFP

Türkei verhängt Sendeverbot für Oppositionskanal - BBC-Journalist ausgewiesen

Mehr als eine Woche nach der Festnahme des beliebten Oppositionspolitikers Ekrem Imamoglu geht die Türkei mit zunehmender Härte gegen Medien vor, die über die dadurch ausgelösten Massenproteste in dem Land berichten. Die staatliche Rundfunkaufsicht RTÜK verhängte am Donnerstag ein Sendeverbot gegen den oppositionellen Fernsehsender Sözcü TV. Der britische Sender BBC gab die Ausweisung eines Korrespondenten bekannt. Mehrere am Montag in Istanbul und Izmir festgenommene türkische Journalisten wurden indes wieder freigelassen.

Textgröße:

Sözcü TV sei "mit einem zehntägigen Sendeverbot belegt" worden, hieß es in einer Erklärung von RTÜK. Darin wird dem Sender die "Anstiftung der Öffentlichkeit zu Hass und Feindseligkeit" bei der Berichterstattung über die anhaltenden Massenproteste vorgeworfen. Sollte der Sender nach Ablauf der Sperre weitere "Verstöße" begehen, werde ihm die Lizenz entzogen, erklärte RTÜK weiter.

Der britische Sender BBC teilte indes mit, dass die Türkei einen seiner Journalisten ausgewiesen habe, der über die Proteste berichtet hatte. Ihm wurde demnach vorgeworfen, eine "Bedrohung für die öffentliche Ordnung" darzustellen.

Der BBC-News-Korrespondent Mark Lowen sei am Mittwoch aus seinem Hotel geholt worden, erklärte BBC-News-Chefin Deborah Turness und sprach von einem "äußerst beunruhigenden Vorfall".

Lowen sei "ein sehr erfahrener Korrespondent mit fundierten Kenntnissen über die Türkei, und kein Journalist sollte eine solche Behandlung erfahren, nur weil er seine Arbeit macht", erklärte Turness. "Wir werden weiterhin unparteiisch und fair über die Ereignisse in der Türkei berichten", fügte sie hinzu.

Lowen selbst erklärte bei seiner Ankunft in London, das es sehr belastend sei, aus dem Land, in dem er fünf Jahre lang gelebt habe und dem er sehr verbunden sei, ausgewiesen worden zu sein.

Die Verhaftung des mittlerweile abgesetzten Istanbuler Bürgermeisters Imamoglu in der vergangenen Woche hat in der Türkei die größten Demonstrationen seit den Gezi-Protesten im Jahr 2013 ausgelöst. Imamoglu ist der aussichtsreichste politische Rivale von Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Anfang der Woche waren in Istanbul acht und in Izmir drei Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Berichterstattung über die Proteste festgenommen worden, darunter auch der AFP-Fotograf Yasin Akgül. Die Medienvertreter wurden im Morgengrauen aus ihren Wohnungen abgeführt. Am Dienstag ordnete ein Gericht an, Akgül und sechs weitere Beschuldigte wegen mutmaßlicher Teilnahme an verbotenen Veranstaltungen in Untersuchungshaft zu nehmen.

Am Donnerstag verkündete die türkische Justiz dann die Freilassung von acht der festgenommenen Journalisten, darunter auch Akgül. Sechs der in Istanbul festgehaltenen Journalisten waren am Mittag bereits wieder frei, wie die Menschenrechtsorganisation MLSA und ein Anwalt mitteilten.

Der in einem anderen Gefängnis festgehaltene Akgül sollte im Lauf des Tages freigelassen werden, wie sein Anwalt erklärte. Die Vorwürfe gegen ihn seien jedoch nicht fallengelassen worden. Zwei der in Izmir festgenommenen Journalisten befanden sich am Donnerstag weiterhin in Untersuchungshaft.

AFP-Chef Fabrice Fries hatte Akgüls Festnahme als "inakzeptabel" kritisiert. Der Fotograf habe "nicht demonstriert, er hat als Journalist über eine der vielen Kundgebungen berichtet". Auch der Fotograf hatte am Dienstag bei einer Gerichtsanhörung in Istanbul ausgesagt, dass er lediglich über die Proteste berichtet habe.

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) begrüßte Akgüls Freilassung. Damit werde eine "monumentale Ungerechtigkeit" beseitigt.

Die EU-Kommission verurteilte am Donnerstag die Festnahme der Journalisten und erklärte, Brüssel erwarte von dem EU-Beitrittskandidaten Türkei, die Medien- und Meinungsfreiheit zu respektieren.

Nach Angaben des Innenministeriums wurden seit Beginn der Proteste insgesamt 1879 Menschen festgenommen. Demnach befinden sich 260 von ihnen in Untersuchungshaft, 468 wurden unter Auflagen freigelassen, 662 Fälle sind noch noch in Bearbeitung. 489 Festgenommene wurden wieder freigelassen.

M.T.Smith--TFWP