The Fort Worth Press - Fast 30 Verletzte bei mutmaßlichem Autoanschlag auf Gewerkschaftsdemo in München

USD -
AED 3.672501
AFN 63.999888
ALL 81.493572
AMD 360.299231
ANG 1.789785
AOA 917.999844
ARS 1538.504102
AUD 1.420475
AWG 1.8025
AZN 1.700358
BAM 1.755348
BBD 2.014118
BDT 124.150744
BGN 1.747831
BHD 0.37735
BIF 3000
BMD 1
BND 1.281553
BOB 11.995315
BRL 5.385499
BSD 1.000013
BTN 95.207367
BWP 13.822349
BYN 2.947868
BYR 19600
BZD 2.01121
CAD 1.396455
CDF 2314.999959
CHF 0.820885
CLF 0.025025
CLP 988.120208
CNY 6.661104
CNH 6.654815
COP 3178.94
CRC 454.76167
CUC 1
CUP 24.000287
CVE 99.201725
CZK 21.73135
DJF 177.719555
DKK 6.673175
DOP 60.649847
DZD 135.212991
EGP 56.0022
ERN 15
ETB 161.149809
EUR 0.89293
FJD 2.23975
FKP 0.747647
GBP 0.746235
GEL 2.596669
GGP 0.747647
GHS 11.650351
GIP 0.747647
GMD 74.000047
GNF 8800.000173
GTQ 7.645879
GYD 209.614159
HKD 7.845485
HNL 26.999943
HRK 6.76901
HTG 131.054259
HUF 326.685502
IDR 18141
ILS 3.109045
IMP 0.747647
INR 95.19945
IQD 1514
IRR 1868414.999511
ISK 121.270346
JEP 0.747647
JMD 158.760361
JOD 0.708949
JPY 157.3875
KES 129.969799
KGS 87.447994
KHR 4072.999737
KMF 440.999859
KPW 899.999961
KRW 1335.614996
KWD 0.31082
KYD 0.833326
KZT 453.3167
LAK 22534.999703
LBP 89549.999599
LKR 332.450795
LRD 170.450306
LSL 16.62971
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.425009
MAD 9.833501
MDL 18.045072
MGA 4595.000019
MKD 55.021155
MMK 2099.909661
MNT 3597.883233
MOP 8.082337
MRU 40.240127
MUR 47.479527
MVR 15.449554
MWK 1735.999806
MXN 18.887075
MYR 4.0484
MZN 63.909702
NAD 16.62989
NGN 1346.86991
NIO 36.809759
NOK 9.21625
NPR 152.332146
NZD 1.773065
OMR 0.384503
PAB 1.000013
PEN 3.459755
PGK 4.49025
PHP 63.703008
PKR 276.606258
PLN 3.91825
PYG 5858.938516
QAR 3.6455
RON 4.765499
RSD 104.936973
RUB 81.260542
RWF 1475
SAR 3.7541
SBD 8.058206
SCR 13.85815
SDG 601.506766
SEK 9.8195
SGD 1.27762
SHP 0.748335
SLE 22.894317
SLL 20969.504398
SOS 571.502368
SRD 37.644501
STD 20697.981008
STN 22.3
SVC 8.749697
SYP 13001.999685
SZL 16.629869
THB 33.720498
TJS 9.190174
TMT 3.5
TND 3.0207
TOP 2.40776
TRY 49.932604
TTD 6.779691
TWD 32.625989
TZS 2643.335002
UAH 45.55389
UGX 4360.137679
UYU 40.22581
UZS 11994.999699
VES 887.479804
VND 25798.5
VUV 119.217464
WST 2.773901
XAF 585.723725
XAG 0.01949
XAU 0.000250312891
XCD 2.70255
XCG 1.802288
XDR 0.707052
XOF 585.723725
XPF 107.3023
YER 236.197004
ZAR 16.614405
ZMK 9001.20203
ZMW 20.200416
ZWL 321.999592
SSP 5745.199062
MXV 2.129221
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Fast 30 Verletzte bei mutmaßlichem Autoanschlag auf Gewerkschaftsdemo in München
Fast 30 Verletzte bei mutmaßlichem Autoanschlag auf Gewerkschaftsdemo in München / Foto: © AFP

Fast 30 Verletzte bei mutmaßlichem Autoanschlag auf Gewerkschaftsdemo in München

Bei einem mutmaßlichen Anschlag mit einem Auto auf eine Gewerkschaftsdemonstration sind am Donnerstag in München etwa 30 Menschen teilweise schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei in der bayerischen Landeshauptstadt lagen "Anhaltspunkte für einen extremistischen Hintergrund" vor. Bei dem Fahrer des Autos, der noch vor Ort festgenommen wurden, handelt es sich laut Behörden um einen 24-jährigen Asylbewerber aus Afghanistan.

Textgröße:

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus bei der Generalstaatsanwaltschaft München habe die Ermittlungen zu dem Geschehen übernommen, teilte die Polizei mit. Nähere Angaben zum Ermittlungsstand machte sie zunächst nicht. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor bereits gesagt, es handle sich "mutmaßlich um einen Anschlag".

Nach Angaben des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) war der Verdächtige wegen Drogendelikten und Ladendiebstählen polizeibekannt. Die Motivation des Manns müsse ansonsten noch "weiter erforscht" werden, sagte Herrmann bei einem gemeinsamen Pressestatement mit Söder. "Näheres wird noch ermittelt." Von einem Zusammenhang mit der bis Sonntag in München tagenden Sicherheitskonferenz gingen die Behörden nicht aus.

Nach Polizeiangaben fuhr der Verdächtige mit seinem Auto in das hintere Ende einer Demonstration der Gewerkschaft Verdi, die sich im Bereich der Münchner Innenstadt auf einer Straße bewegte. Einem Sprecher der Beamten zufolge schloss der Mann in seinem Fahrzeug zu einem Polizeifahrzeug auf, das den Umzug absicherte. Dann beschleunigte er und fuhr in die Menschen.

Einsatzkräfte griffen ein, ein Beamter nahm den Verdächtigen unmittelbar nach der Tat fest. Dabei wurde laut Polizei einmal auf dessen Fahrzeug geschossen. Der in München wohnende Beschuldigte wurde demnach leicht verletzt. Er habe aber keine Schussverletzung erlitten, hieß es weiter.

Die Zahl der Verletzten schwankte zunächst noch. Die Polizei nannte die Zahl von teils schwer Verletzten. Herrmann sprach von mindestens 27 Verletzten, von denen mindestens ein oder zwei in Lebensgefahr schwebten.

In München und vielen anderen Städten bundesweit fanden am Donnerstag Warnstreiks und Kundgebungen im Zusammenhang mit Tarifgesprächen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen statt. In München gilt zudem eine erhöhte Alarmbereitschaft wegen der bis zum Wochenende dauernden Münchner Sicherheitskonferenz, zu der Politiker aus aller Welt anreisen.

Der Verdi-Bundeschef Frank Werneke äußerte sich "zutiefst bestürzt und schockiert". Gewerkschaften stünden "für ein solidarisches Miteinander, gerade auch in so einer dunklen Stunde", erklärte er in Berlin. Auch die Arbeitgeberseite sowie andere Gewerkschaften reagierten entsetzt auf den Geschehen. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zeigte sich "tief erschüttert". Von einem "schwarzen Tag für München" sprach Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) nach einem Besuch am Tatort.

Münchens katholischer Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, zeigte sich "tief bestürzt" von dem Geschehen. Menschen seien im öffentlichen Raum "Opfer von willkürlicher Gewalt" geworden. Entsetzt reagierten auch die Parteien im bayerischen Landtag. "Diese abscheuliche Tat muss schnell aufgeklärt werden", erklärte Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze. Die AfD forderte Söder und Herrmann "unverzüglich" zum Rücktritt auf.

Die Tat von München ereignete sich gut eine Woche vor der Bundestagswahl, im Wahlkampf spielen Fragen der Inneren Sicherheit und Migrationspolitik vor dem Hintergrund mehrerer Gewaltverbrechen eine große Rolle. So fuhr im Dezember ein aus Saudi-Arabien stammender 50-Jähriger mit einem Auto über einen Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Sechs Menschen starben dabei. Im Januar erstach ein mutmaßlich psychisch kranker 28-jähriger Afghane in einem Park in Aschaffenburg ein Kindergartenkind und einen Passanten.

Söder bezeichnete die Tat vom Donnerstag als einen "Schlag ins Gesicht". Die "Details" des mutmaßlichen neuen Anschlags müssten zwar noch geklärt werden, sagte der Ministerpräsident, der zugleich CSU-Parteichef ist, in München. Es sei aber bereits klar, dass "unsere Entschlossenheit" wachse. Es sei nicht die erste derartige Tat. Es müsse sich "rasch" etwas ändern.

"Wir können nicht von Anschlag zu Anschlag gehen, sondern wir müssen auch tatsächlich etwas ändern", fügte Söder an. Einzelheiten dazu nannte er nicht. Im Bundestagswahlkampf setzen CSU und CDU bereits auf eine härtere Migrationspolitik. Sie wollen etwa die Zahl der Abschiebungen erhöhen.

Eine besonnene Aufarbeitung der Hintergründe forderte der Bayerische Flüchtlingsrat. "Die Tat ist schrecklich und nicht zu entschuldigen", erklärte er. "Gleichzeitig befürchten wir, dass vorschnelle und vereinfachende Schlüsse aus der Tat gezogen werden und die Tat für rassistische Hetze missbraucht wird". Die Ursachen solcher Taten seien "komplex".

T.Dixon--TFWP