The Fort Worth Press - Gewalt im Ostkongo: M23-Gruppe will bis zur Hauptstadt Kinshasa vorrücken

USD -
AED 3.672504
AFN 65.503991
ALL 83.072963
AMD 376.980403
ANG 1.790083
AOA 917.000367
ARS 1386.420402
AUD 1.448436
AWG 1.80025
AZN 1.70397
BAM 1.695072
BBD 2.009612
BDT 122.428639
BGN 1.709309
BHD 0.378163
BIF 2970
BMD 1
BND 1.2851
BOB 6.894519
BRL 5.160604
BSD 0.997742
BTN 92.939509
BWP 13.688562
BYN 2.956504
BYR 19600
BZD 2.006665
CAD 1.39475
CDF 2305.000362
CHF 0.799879
CLF 0.023281
CLP 919.250396
CNY 6.88265
CNH 6.886225
COP 3668.42
CRC 464.279833
CUC 1
CUP 26.5
CVE 96.000359
CZK 21.288304
DJF 177.720393
DKK 6.487804
DOP 60.850393
DZD 133.256954
EGP 54.334939
ERN 15
ETB 155.800822
EUR 0.86804
FJD 2.253804
FKP 0.757614
GBP 0.757461
GEL 2.68504
GGP 0.757614
GHS 11.00504
GIP 0.757614
GMD 74.000355
GNF 8780.000355
GTQ 7.632939
GYD 208.828972
HKD 7.83775
HNL 26.504427
HRK 6.539104
HTG 130.952897
HUF 333.930388
IDR 16994.6
ILS 3.130375
IMP 0.757614
INR 92.73995
IQD 1307.141959
IRR 1319175.000352
ISK 125.380386
JEP 0.757614
JMD 157.303566
JOD 0.70904
JPY 159.65404
KES 129.803801
KGS 87.450384
KHR 3990.137323
KMF 427.00035
KPW 899.985922
KRW 1511.260383
KWD 0.30934
KYD 0.831502
KZT 472.805432
LAK 21970.392969
LBP 89502.03926
LKR 314.804623
LRD 183.088277
LSL 16.955078
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.380628
MAD 9.374033
MDL 17.55613
MGA 4171.343141
MKD 53.495639
MMK 2099.969769
MNT 3573.217716
MOP 8.055104
MRU 39.637211
MUR 46.950378
MVR 15.460378
MWK 1730.071718
MXN 17.891704
MYR 4.031039
MZN 63.950377
NAD 16.954711
NGN 1378.130377
NIO 36.712196
NOK 9.77265
NPR 148.701282
NZD 1.756852
OMR 0.385097
PAB 0.997734
PEN 3.45194
PGK 4.316042
PHP 60.409504
PKR 278.39991
PLN 3.71375
PYG 6454.29687
QAR 3.638018
RON 4.416604
RSD 101.901662
RUB 80.325739
RWF 1457.240049
SAR 3.754308
SBD 8.038772
SCR 14.424038
SDG 601.000339
SEK 9.483504
SGD 1.286704
SHP 0.750259
SLE 24.650371
SLL 20969.510825
SOS 570.192924
SRD 37.351038
STD 20697.981008
STN 21.233539
SVC 8.730169
SYP 110.556627
SZL 16.948198
THB 32.635038
TJS 9.563492
TMT 3.51
TND 2.941459
TOP 2.40776
TRY 44.520504
TTD 6.768937
TWD 31.995038
TZS 2600.000335
UAH 43.698134
UGX 3743.234401
UYU 40.405091
UZS 12122.393971
VES 473.390504
VND 26340
VUV 119.346905
WST 2.766243
XAF 568.506489
XAG 0.013693
XAU 0.000214
XCD 2.70255
XCG 1.798209
XDR 0.708068
XOF 568.516344
XPF 103.361457
YER 238.650363
ZAR 16.972865
ZMK 9001.203584
ZMW 19.281421
ZWL 321.999592
  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • Goldpreis

    23.0000

    4702.7

    +0.49%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • EUR/USD

    -0.0023

    1.1522

    -0.2%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

Gewalt im Ostkongo: M23-Gruppe will bis zur Hauptstadt Kinshasa vorrücken
Gewalt im Ostkongo: M23-Gruppe will bis zur Hauptstadt Kinshasa vorrücken / Foto: © AFP

Gewalt im Ostkongo: M23-Gruppe will bis zur Hauptstadt Kinshasa vorrücken

Nach der Einnahme großer Teile der Stadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat die von Ruanda unterstützten Gruppe M23 erklärt, bis zur Hauptstadt Kinshasa vorrücken zu wollen. Quellen vor Ort berichteten der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch von Gebietsgewinnen der Miliz in der Region Süd-Kivu. Der kongolesische Präsident Félix Tshisekedi erklärte, das kongolesische Militär unternehme derzeit einen "energischen Gegenschlag" gegen die M23-Kämpfer.

Textgröße:

"Wir sind in Goma um zu bleiben", sagte Corneille Nangaa, der Anführer der politisch-militärischen Kongofluss-Allianz, der auch die Gruppe M23 angehört, am Donnerstag vor Pressevertretern in Goma und fügte hinzu, "Wir werden den Befreiungsmarsch bis nach Kinshasa fortsetzen".

Die Gruppe M23 hatte nach ihrer Einnahme von Goma, der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu, eine neue Front eröffnet und zwei Dörfer in der Provinz Süd-Kivu eingenommen, wie Quellen vor Ort der AFP berichteten. Der ruandische Botschafter für die Region der Afrikanischen Großen Seen, Vincent Karega, sagte der AFP, der Vorstoß der M23-Kämpfer werde "weitergehen". Der Rest der Demokratischen Republik Kongo sei "nicht so gut geschützt wie Goma", erklärte Karega.

An einem Krisengipfel gemeinsam mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame hatte der kongolesische Staatschef Tshisekedi am Mittwoch aufgrund "terminlicher Gründe" nicht teilgenommen. Stattdessen wandte er sich Mittwochabend zum ersten Mal seit dem Angriff auf Goma in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache an die Nation und prangerte die "Untätigkeit" der internationalen Gemeinschaft an. Das Vorrücken der von ruandischen Soldaten unterstützten Kämpfer der Miliz M23 drohe "zu einer Eskalation" in der Region der Großen Seen zu führen.

Tshisekedi erklärte außerdem, das kongolesische Militär unternehme im Osten des Landes derzeit einen "energischen Gegenschlag gegen diese Terroristen und ihre Unterstützer". Die kongolesische Armee hat sich bisher nicht zu dem Vorstoß der M23-Kämpfer geäußert.

Die internationale Gemeinschaft versuchte indes, die Konfliktparteien zu einem Ende der Kämpfe zu drängen. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot landete am Donnerstag in Kinshasa und traf dort den kongolesischen Präsidenten. Daraufhin flog Barrot weiter nach Kigali, wo er Ruandas Präsidenten Kagame treffen wird. Der Sprecher des französischen Außenministeriums, Christophe Lemoine, erklärte vor Pressevertretern, ruandische Truppen müssten sich sofort aus dem Ostkongo zurückziehen. "Die Souveränität und Integrität der Demokratischen Republik Kongo sind nicht verhandelbar", sagte Lemoine.

Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio Kagame in einem Telefonat am Mittwoch mitgeteilt, die USA seien "zutiefst beunruhigt" über die Eskalation des Konflikts.

Regionale Staatengemeinschaften wie die Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) versuchten zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln. Ein neuer Termin für einen Krisengipfel zwischen dem kongolesischen und dem ruandischen Staatschef ist noch nicht gefunden und alle diplomatischen Initiativen der EAC verliefen bisher im Sand. Nach dem abgesagten Treffen am Mittwoch drängte die EAC die Demokratische Republik Kongo, "alle Akteure, auch die Gruppe M23, an Gesprächen zu beteiligen".

Ruandas Staatschef Kagame warnte währenddessen Südafrikas Präsidenten Cyril Ramaphosa vor einer Einmischung in den Konflikt. In dem Onlinedienst X erklärte Kagame am Mittwoch, Südafrika sei in "keiner Position, die Rolle eines Friedensstifters oder Mediators einzunehmen". Dreizehn südafrikanische Soldaten waren in den vergangenen Tagen im Rahmen einer regionalen Friedensmission (SAMIDRC) bei den Kämpfen um Goma getötet worden. Kagame erklärte, die SAMIDRC sei keine Friedensmission und er habe keine Angst vor einer "Konfrontation" mit Südafrika.

Die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC), der die Demokratische Republik Kongo angehört und Ruanda nicht, hatte die Friedensmission SAMIDRC im Dezember 2023 in den Ostkongo entsandt, um die kongolesische Regierung bei ihrem Einsatz zu unterstützen. Bei einem Treffen der SADC, das für den Freitag geplant ist, könnte ein Rückzug der Friedensmission beschlossen werden, wie südafrikanische Medien beichteten.

Die wochenlangen Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo hatten am Sonntag ihren vorübergehenden Höhepunkt erreicht, als Kämpfer der von Ruanda unterstützten Gruppe M23 und ruandische Soldaten in das Stadtzentrum von Goma eingedrungen waren. Nach Zählung der AFP wurden bei den Kämpfen in Goma mehr als hundert Menschen getötet und fast tausend weitere verletzt. Die an Bodenschätzen reiche Region Nord-Kivu und die Nachbar-Provinz Süd-Kivu sind seit drei Jahrzehnten von Konflikten geprägt.

Nachdem die M23-Kämpfer am Dienstag laut Sicherheitskreisen den Flughafen von Goma erobert hatten, war unklar, wie viele Teile der Provinzhauptstadt noch unter der Kontrolle der kongolesischen Armee standen. Nach Angaben von Journalisten der AFP waren nur noch Kämpfer der M23 und ruandische Soldaten in den Straßen zu sehen. Aus Sicherheitskreisen hieß es, hunderte kongolesische Soldaten hätten sich ergeben und wären mit weißen Stirnbändern durch die Straßen geführt worden.

Am Donnerstag hatten die Kämpfe in Goma größtenteils aufgehört, wie Journalisten der AFP berichteten. Die humanitäre Situation blieb währenddessen weiterhin kritisch. Der Zugang zu Internet, Strom und fließend Wasser war noch immer unterbrochen. "Es gibt nichts mehr zu essen, alles ist geplündert worden", sagte ein Bewohner Gomas, der nur den Namen Bosco angeben wollte und fügte hinzu: "Wir brauchen dringend Hilfe".

A.Nunez--TFWP