The Fort Worth Press - Chef von syrischer Übergangsregierung verspricht Respekt für alle Religionsgruppen

USD -
AED 3.672496
AFN 64.000157
ALL 81.109773
AMD 359.873322
ANG 1.789785
AOA 917.999852
ARS 1535.09552
AUD 1.422601
AWG 1.8025
AZN 1.698233
BAM 1.74477
BBD 2.011597
BDT 123.993042
BGN 1.747831
BHD 0.377091
BIF 2997.279094
BMD 1
BND 1.275971
BOB 12.110264
BRL 5.440103
BSD 0.998796
BTN 94.782997
BWP 13.79901
BYN 2.942058
BYR 19600
BZD 2.008653
CAD 1.39693
CDF 2314.999971
CHF 0.824272
CLF 0.025228
CLP 992.919683
CNY 6.661099
CNH 6.652049
COP 3164.280298
CRC 454.168339
CUC 1
CUP 23.969847
CVE 98.367456
CZK 21.815977
DJF 177.849146
DKK 6.69772
DOP 60.537937
DZD 135.196931
EGP 55.985663
ERN 15
ETB 161.241358
EUR 0.89609
FJD 2.243703
FKP 0.746726
GBP 0.746826
GEL 2.614378
GGP 0.746726
GHS 11.635666
GIP 0.746726
GMD 73.999684
GNF 8839.823364
GTQ 7.635488
GYD 209.349213
HKD 7.844985
HNL 26.845087
HRK 6.76901
HTG 130.853294
HUF 327.901957
IDR 18127.15
ILS 3.14456
IMP 0.746726
INR 94.912498
IQD 1514.072885
IRR 1868415.000123
ISK 121.830476
JEP 0.746726
JMD 158.713591
JOD 0.709023
JPY 157.507496
KES 129.791695
KGS 87.448703
KHR 4075.114858
KMF 441.000058
KPW 899.999961
KRW 1333.419971
KWD 0.31117
KYD 0.83233
KZT 452.856952
LAK 22487.176056
LBP 89438.155136
LKR 332.209287
LRD 169.784558
LSL 16.644543
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.420447
MAD 9.82042
MDL 17.877693
MGA 4517.596681
MKD 54.931085
MMK 2099.629361
MNT 3599.514763
MOP 8.070654
MRU 40.499576
MUR 47.280055
MVR 15.450401
MWK 1731.477764
MXN 18.809853
MYR 4.058198
MZN 63.909971
NAD 16.644543
NGN 1346.470092
NIO 36.754539
NOK 9.403025
NPR 151.652616
NZD 1.77589
OMR 0.382702
PAB 0.998885
PEN 3.456889
PGK 4.545252
PHP 63.764502
PKR 276.304474
PLN 3.94929
PYG 5851.286855
QAR 3.64084
RON 4.7822
RSD 104.839645
RUB 80.657168
RWF 1474.374415
SAR 3.7544
SBD 8.058206
SCR 14.652482
SDG 601.502503
SEK 9.833695
SGD 1.27845
SHP 0.748335
SLE 22.905413
SLL 20969.504398
SOS 570.765868
SRD 37.619502
STD 20697.981008
STN 21.856461
SVC 8.739016
SYP 13001.999685
SZL 16.639458
THB 33.722971
TJS 9.193541
TMT 3.5
TND 2.986752
TOP 2.40776
TRY 49.936375
TTD 6.771935
TWD 32.621404
TZS 2646.683617
UAH 45.299969
UGX 4244.613944
UYU 40.153441
UZS 11979.124849
VES 887.479799
VND 25803.5
VUV 118.626367
WST 2.776217
XAF 587.796682
XAG 0.020359
XAU 0.000258029557
XCD 2.70255
XCG 1.799991
XDR 0.707052
XOF 587.796682
XPF 106.3919
YER 236.198985
ZAR 16.69375
ZMK 9001.189062
ZMW 20.14006
ZWL 321.999592
SSP 5745.217636
MXV 2.11999
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Chef von syrischer Übergangsregierung verspricht Respekt für alle Religionsgruppen
Chef von syrischer Übergangsregierung verspricht Respekt für alle Religionsgruppen / Foto: © AFP

Chef von syrischer Übergangsregierung verspricht Respekt für alle Religionsgruppen

Die von der islamistischen HTS-Miliz geführte Übergangsregierung in Syrien will laut ihrem Chef Mohammed al-Baschir die Rechte aller religiösen Gruppen garantieren. "Gerade weil wir islamisch sind, werden wir die Rechte aller Menschen und aller Glaubensrichtungen in Syrien garantieren", sagte al-Baschir am Mittwoch in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". Zugleich rief er die Millionen geflüchteter Syrer im Ausland dazu auf, in ihre Heimat zurückzukehren.

Textgröße:

Die neuen Machthaber seien bereit, mit jedem zusammenzuarbeiten, solange dieser auf Distanz zum gestürzten Machthaber Baschar al-Assad gehe, betonte al-Baschir, der am Vortag zum Chef einer Übergangsregierung ernannt worden war. Auf die Frage, ob die neue Verfassung Syriens islamischer Natur sein werde, antwortete er: "Wir werden alle diese Details während des Verfassungsprozesses klären." In Syrien leben zahlreiche ethnische und religiöse Minderheiten, darunter Kurden, Alawiten, Drusen und Christen.

Kämpfer unter der Führung der islamistischen Miliz Hajat Tahrir al-Scham (HTS) hatten nach einer Großoffensive am Sonntag Damaskus erobert und Assad gestürzt. Damit bereiteten sie der jahrzehntelangen Herrschaft der Assad-Familie ein Ende, die 1971 mit der Machtübernahme von Baschar al-Assads Vater Hafis al-Assad begonnen hatte. Der Staatschef floh außer Landes nach Russland.

Am Mittwoch wurde das Grab von Hafis al-Assad in dessen Heimatstadt Kardaha in Brand gesteckt, wie Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigten. Demnach wurde der Sarg angezündet, auch das Mausoleum wurde nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Brand gesteckt.

Mit der Machtübernahme durch die Islamisten stürzt Syrien nun ins Ungewisse: Die HTS ist aus der Al-Nusra-Front, dem syrischen Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida hervorgegangen, hat nach eigenen Angaben aber seit 2016 keine Verbindungen mehr zu Al-Kaida. Ihr Anführer Mohammed al-Dscholani präsentiert sich moderat. Viele westliche Staaten, darunter die USA, stufen die Miliz dennoch als Terrororganisation ein.

Im Interview mit "Corriere della Sera" rief al-Baschir die wegen des Bürgerkriegs ins Ausland geflohenen Millionen Syrer zur Rückkehr in ihr Heimatland auf. "Syrien ist jetzt ein freies Land, das seinen Stolz und seine Würde verdient hat. Kommen Sie zurück", betonte er. Das Land müsse wiederaufgebaut werden, "und wir brauchen die Hilfe aller".

Seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 waren sechs Millionen Syrer ins Ausland geflohen - das ist ein Viertel der Bevölkerung. Nach dem Sturz Assads haben Deutschland und mehrere andere europäische Länder ihre Asyl-Entscheidungen für Geflüchtete aus Syrien vorerst auf Eis gelegt. Am Mittwoch ging auch Griechenland diesen Schritt.

Indes kehrte in der syrischen Hauptstadt Damaskus langsam der Alltag wieder ein. Die 64-jährige Ärztin Rania Diab äußerte auf dem Weg zu einem Treffen mit Freunden im Café die leise Hoffnung, "dass wir in unserem Land normal leben können, dass unsere Freiheiten gewahrt bleiben".

Der Golfstaat Katar erklärte, schon bald wieder eine Botschaft in Damaskus eröffnen zu wollen und die Beziehung zwischen beiden Ländern zu stärken. Unter der Assad-Regierung waren die Beziehungen abgebrochen worden.

Deutschland will sich nach den Worten von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für einen friedlichen Machtwechsel in Syrien einsetzen. Israel und die Türkei forderte die Außenministerin auf, mit ihrem militärischen Vorgehen in Syrien den Prozess nicht zu gefährden. Die Lage in Syrien sei "alles andere als stabil", betonte Baerbock. Eine zivile Regierung könne nur gelingen, "wenn alle Minderheiten und politischen Gruppen mit am Tisch sitzen". Staatsminister Tobias Lindner wurde zum Sonderkoordinator für Syrien ernannt.

Auch Assads langjähriger Verbündeter Russland rief zu einer schnellen Stabilisierung der Situation in dem Bürgerkriegsland auf. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte weiter, im Hinblick auf die zwei russischen Militärstützpunkte in Syrien sei der Kreml "im Kontakt" mit den neuen Machthabern.

Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei versicherte, dass der Sturz des Verbündeten Assad sein Land nicht schwäche. Der Iran werde "noch mächtiger" werden, betonte er. Weiter warf Chamenei den USA und dem iranischen Erzfeind Israel vor, ein Komplott gegen den syrischen Machthaber geschmiedet zu haben. Offenbar habe auch das syrische Nachbarland Türkei dabei eine "Rolle" gespielt.

Ankara unterstützte jahrelang die überwiegend islamistischen Gegner von Assad und verfügt über Streitkräfte im Norden des Landes. Am Mittwoch vereinbarten von Kurden angeführte Kräfte im Nordosten Syriens nach eigenen Angaben einen Waffenstillstand mit pro-türkischen Kämpfern. "Wir haben durch US-Vermittlung eine Vereinbarung über eine Waffenruhe in Manbidsch erreicht", erklärte der Anführer der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF), Maslum Abdi.

Die pro-türkischen Kräfte hatten vor einer Woche nahe Manbidsch die von kurdischen Kräften kontrollierte Stadt Tal Rifaat sowie einige umliegende Dörfer unter ihre Kontrolle gebracht.

US-Außenminister Antony Blinken wird nach Angaben aus Ankara am Freitag in die Türkei reisen, um die Situation in Syrien zu diskutieren. Der Ablauf des Besuchs ist demnach noch in der Planung.

S.Jordan--TFWP