The Fort Worth Press - Bundestag diskutiert Widerspruchslösung bei Organspende

USD -
AED 3.672503
AFN 63.999525
ALL 81.442168
AMD 361.356205
ANG 1.789785
AOA 918.000161
ARS 1533.897396
AUD 1.423893
AWG 1.8025
AZN 1.698106
BAM 1.751936
BBD 2.019841
BDT 124.502291
BGN 1.747831
BHD 0.378636
BIF 3009.562199
BMD 1
BND 1.2812
BOB 12.160165
BRL 5.436496
BSD 1.002889
BTN 95.171425
BWP 13.855559
BYN 2.954181
BYR 19600
BZD 2.016885
CAD 1.39828
CDF 2314.999657
CHF 0.824645
CLF 0.025235
CLP 993.180505
CNY 6.661103
CNH 6.65047
COP 3218.67
CRC 456.02956
CUC 1
CUP 24.068509
CVE 98.772786
CZK 21.819698
DJF 178.577987
DKK 6.692302
DOP 60.786026
DZD 135.75098
EGP 55.948402
ERN 15
ETB 161.902139
EUR 0.89545
FJD 2.243694
FKP 0.746765
GBP 0.747145
GEL 2.601308
GGP 0.746765
GHS 11.683612
GIP 0.746765
GMD 74.000289
GNF 8876.049714
GTQ 7.66695
GYD 210.211851
HKD 7.845625
HNL 26.9551
HRK 6.76901
HTG 131.391307
HUF 327.662999
IDR 18178
ILS 3.14456
IMP 0.746765
INR 94.89915
IQD 1520.31173
IRR 1868415.000146
ISK 121.770252
JEP 0.746765
JMD 159.364013
JOD 0.708976
JPY 157.902998
KES 129.860389
KGS 87.4487
KHR 4091.870006
KMF 441.000151
KPW 899.999961
KRW 1344.329837
KWD 0.31117
KYD 0.835759
KZT 454.722981
LAK 22579.734941
LBP 89806.69145
LKR 333.576685
LRD 170.480349
LSL 16.713128
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.446758
MAD 9.860886
MDL 17.951359
MGA 4536.110178
MKD 55.157433
MMK 2099.693878
MNT 3599.326016
MOP 8.10391
MRU 40.665547
MUR 47.289846
MVR 15.450609
MWK 1738.573508
MXN 18.784603
MYR 4.067095
MZN 63.909964
NAD 16.713053
NGN 1344.520182
NIO 36.905162
NOK 9.213697
NPR 152.274101
NZD 1.78191
OMR 0.384271
PAB 1.003001
PEN 3.471087
PGK 4.563879
PHP 63.645496
PKR 277.436793
PLN 3.95285
PYG 5875.265928
QAR 3.655843
RON 4.7806
RSD 105.271644
RUB 80.749652
RWF 1480.416527
SAR 3.764539
SBD 8.058206
SCR 14.712529
SDG 601.496843
SEK 9.816305
SGD 1.27969
SHP 0.748335
SLE 22.897509
SLL 20969.504398
SOS 573.104915
SRD 37.619501
STD 20697.981008
STN 21.946031
SVC 8.775026
SYP 13001.999685
SZL 16.707648
THB 33.772503
TJS 9.231424
TMT 3.5
TND 2.999059
TOP 2.40776
TRY 49.967796
TTD 6.799808
TWD 32.679037
TZS 2643.750271
UAH 45.485612
UGX 4262.104179
UYU 40.318896
UZS 12028.32407
VES 887.479799
VND 25786.5
VUV 118.915185
WST 2.776217
XAF 587.376773
XAG 0.019993
XAU 0.000256065553
XCD 2.70255
XCG 1.807408
XDR 0.707052
XOF 587.376773
XPF 106.82886
YER 236.202996
ZAR 16.713802
ZMK 9001.200364
ZMW 20.222595
ZWL 321.999592
SSP 5745.217636
MXV 2.117127
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Bundestag diskutiert Widerspruchslösung bei Organspende
Bundestag diskutiert Widerspruchslösung bei Organspende / Foto: © AFP/Archiv

Bundestag diskutiert Widerspruchslösung bei Organspende

Der Bundestag hat am Donnerstag über die Einführung der Widerspruchslösung für Organspenden diskutiert. Es gehe darum, dass "todkranke Mitmenschen eine Überlebenschance erhalten", sagte die SPD-Abgeordnete Sabine Dittmar, die zu den Initiatorinnen des Gesetzentwurfs gehört, der von einer fraktionsübergreifenden Gruppe von Abgeordneten erarbeitet wurde. Die bisher in Deutschland geltende Entscheidungslösung sei "eklatant gescheitert", urteilte Dittmar.

Textgröße:

Derzeit erfolgt eine Organspende hierzulande nur, wenn jemand dies vor dem Tod klar erlaubt hat, zum Beispiel mit dem Organspendeausweis, oder wenn die Angehörigen zustimmen. Bei der Widerspruchslösung würden alle als potenzielle Spender gelten - es sei denn, sie widersprechen zu Lebzeiten. Solche Regelungen gibt es bereits in einer Reihe anderer europäischer Länder, darunter Österreich und Spanien.

Vor diesem Hintergrund sei es nicht einsichtig, warum dies dann "hier nicht zumutbar sein soll", argumentierte die Abgeordnete Dittmar. Sie wies darauf hin, dass in Deutschland mehr als 8500 Menschen auf einer Warteliste für ein Organ stehen. Nirgendwo sonst in der EU warteten Menschen so lange auf ein Organ - im Schnitt seien es acht Jahre.

Dittmar betonte außerdem, dass der Gesetzentwurf ein Inkrafttreten erst für 2027 vorsehe. Bis dahin bleibe ausreichend Zeit, um die Bevölkerung über die neue Reglung aufzuklären.

Die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann sagte, die Widerspruchslösung sei zwar "kein Allheilmittel, aber wir haben alles andere versucht", etwa die Einführung eines neuen Organspenderegisters. Einen Zwang zur Organspende "darf es niemals geben" - es sei aber "zumutbar, sich zu entscheiden", betonte Connemann. Damit könnten auch Angehörige vor der "Qual der Entscheidung" bewahrt werden.

Der Grünen-Abgeordnete und Arzt Armin Grau berichtete ebenfalls, er habe oft erlebt, wie "hilflos" Angehörige seien, wenn sie sich mit der Entscheidung über die Organspende eines geliebten Menschen konfrontiert sähen. Oftmals werde die Spende "aus Unsicherheit" abgelehnt und diese Entscheidung später "nicht selten" bereut. Die Praxis der Entscheidungslösung sei "zutiefst unbefriedigend", sagte Grau.

Gegen die Widerspruchslösung stellte sich die FDP-Abgeordnete Kristine Lütke. "Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper über den Tod hinaus" sei von herausragender Bedeutung - eine staatlich verpflichtende "Organbeschaffung" werde dem nicht gerecht, sagte sie. Dadurch werde der "Konsens" ignoriert, "dass bloßes Schweigen keine Zustimmung ist".

Andere Möglichkeiten, um die Zahl der Spenderorgane zu erhöhen, seien außerdem noch nicht ausgeschöpft, zeigte sich Lütke überzeugt. So könnten etwa durch Rechtsänderungen mehr Lebendspenden ermöglicht werden.

Die Grünen-Abgeordnete Linda Heitmann lehnt die Widerspruchslösung ebenfalls ab. Die lange in der Suchtkrankenhilfe tätige Politikerin verwies darauf, dass es Menschen gebe, die vom Gesundheitssystem nur schlecht erreicht würden. Dies werde dann auch für die Aufklärung über die Widerspruchslösung und die entsprechende Abfrage der Einstellung gelten.

Es sei aber nicht vertretbar, wenn Menschen ohne eine Erklärung zur ihrer Haltung zur Organspende stürben, und dann davon ausgegangen werde, dass eine Organspende "für sie okay gewesen wäre", warnte Heitmann. Sie kritisierte zudem das Ansinnen, solche "ethisch hochkomplexen Fragen" noch schnell in den letzten Sitzungswochen des Bundestags vor der Neuwahl zur Abstimmung zu bringen.

Für lauten Widerspruch aus dem Plenum sorgte der AfD-Abgeordnete Martin Sichert mit seiner Rede. Er verglich unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), der sich der Initiative für die Widerspruchslösung angeschlossen hat, mit Adolf Hitler.

S.Jordan--TFWP