The Fort Worth Press - Sondierungen in Sachsen gescheitert - CDU und SPD machen BSW schwere Vorwürfe

USD -
AED 3.672985
AFN 65.000215
ALL 80.742224
AMD 360.120146
ANG 1.789785
AOA 918.000259
ARS 1547.504298
AUD 1.425618
AWG 1.8025
AZN 1.704639
BAM 1.737338
BBD 2.013458
BDT 124.459802
BGN 1.747831
BHD 0.377436
BIF 2986.973187
BMD 1
BND 1.277909
BOB 12.120755
BRL 5.462498
BSD 0.999711
BTN 94.558763
BWP 13.724402
BYN 2.982914
BYR 19600
BZD 2.010562
CAD 1.396435
CDF 2312.495179
CHF 0.81689
CLF 0.024512
CLP 964.730095
CNY 6.680898
CNH 6.67278
COP 3233.55
CRC 454.091218
CUC 1
CUP 23.992112
CVE 97.94847
CZK 21.59735
DJF 177.720509
DKK 6.651604
DOP 60.031357
DZD 135.94453
EGP 54.718599
ERN 15
ETB 164.071845
EUR 0.88991
FJD 2.24175
FKP 0.745268
GBP 0.742315
GEL 2.602348
GGP 0.745268
GHS 11.631305
GIP 0.745268
GMD 73.999777
GNF 8855.000423
GTQ 7.639521
GYD 209.448686
HKD 7.845385
HNL 26.868429
HRK 6.76901
HTG 130.971046
HUF 322.277998
IDR 18097.15
ILS 3.153897
IMP 0.745268
INR 94.33125
IQD 1515.529716
IRR 1883408.502283
ISK 121.570181
JEP 0.745268
JMD 158.455068
JOD 0.709023
JPY 158.307502
KES 129.890478
KGS 87.449951
KHR 4064.827605
KMF 440.99974
KPW 899.999961
KRW 1340.964971
KWD 0.31079
KYD 0.833041
KZT 451.807175
LAK 22506.673299
LBP 89519.744527
LKR 332.641939
LRD 169.939285
LSL 16.455617
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.409977
MAD 9.765444
MDL 17.929301
MGA 4515.192027
MKD 54.842921
MMK 2099.52083
MNT 3598.087189
MOP 8.077598
MRU 40.663904
MUR 47.090153
MVR 15.454969
MWK 1733.399066
MXN 18.56657
MYR 4.063499
MZN 63.910116
NAD 16.455325
NGN 1346.419798
NIO 36.784529
NOK 9.301655
NPR 151.29402
NZD 1.77669
OMR 0.384505
PAB 0.999773
PEN 3.450426
PGK 4.485918
PHP 63.245999
PKR 276.534117
PLN 3.901551
PYG 6061.763543
QAR 3.644609
RON 4.753401
RSD 104.687977
RUB 81.79709
RWF 1471.012787
SAR 3.756339
SBD 8.051718
SCR 13.900191
SDG 601.494218
SEK 9.72677
SGD 1.278485
SHP 0.745545
SLE 22.909904
SLL 20969.504398
SOS 571.349894
SRD 37.563995
STD 20697.981008
STN 21.763752
SVC 8.747096
SYP 13001.999685
SZL 16.44674
THB 33.583963
TJS 9.221818
TMT 3.51
TND 2.979449
TOP 2.40776
TRY 50.019702
TTD 6.776725
TWD 32.844598
TZS 2649.99802
UAH 45.52523
UGX 4104.021853
UYU 40.19489
UZS 11886.139647
VES 890.036598
VND 25704.5
VUV 119.472328
WST 2.779309
XAF 583.742545
XAG 0.019088
XAU 0.000245834942
XCD 2.70255
XCG 1.801579
XDR 0.707052
XOF 583.742545
XPF 105.938734
YER 236.174953
ZAR 16.396098
ZMK 9001.19797
ZMW 20.274394
ZWL 321.999592
SSP 5745.96484
MXV 2.089881
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Sondierungen in Sachsen gescheitert - CDU und SPD machen BSW schwere Vorwürfe
Sondierungen in Sachsen gescheitert - CDU und SPD machen BSW schwere Vorwürfe / Foto: © AFP/Archiv

Sondierungen in Sachsen gescheitert - CDU und SPD machen BSW schwere Vorwürfe

Gut zwei Monate nach der Landtagswahl in Sachsen sind die Sondierungsgespräche von CDU, BSW und SPD gescheitert. Sachsens Ministerpräsident und CDU-Landeschef Michael Kretschmer zufolge brach das BSW die Verhandlungen am Mittwoch "überraschend" ab, während es in diesen um eine Präambel für einen möglichen Koalitionsvertrag ging.

Textgröße:

Kretschmer und SPD-Kolandeschef Henning Homann machten BSW-Bundeschefin Sahra Wagenknecht für die Entscheidung ihrer Partei verantwortlich. Sie habe Druck ausgeübt, sagte Kretschmer in Dresden bei einem gemeinsamen Auftritt mit Homann vor Journalisten. Arbeitsgruppen von CDU, BSW und SPD hätten "in großer Ernsthaftigkeit gemeinsam viele landespolitische Herausforderungen diskutiert". Wie es mit der Regierungsbildung in Sachsen weitergeht, war zunächst unklar. Koalitionen mit der AfD schloss Kretschmer weiterhin aus.

Homann warf der BSW-Führung auf Bundes- und Landesebene vor, die Sondierungen aus "machtpolitischen Kalkül" abgebrochen zu haben. "Es war ein abgekartetes Spiel", sagte er. Das BSW wolle offensichtlich gar nicht mitregieren. Die SPD stehe weiterhin bereit, um Verantwortung für Sachsen zu übernehmen. Die Chancen für eine stabile Mehrheitsregierung aber habe das BSW nun zerstört.

Die Regierungsbildung in Sachsen ist aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Landtag schwierig. Die CDU gewann die Landtagswahl vom 1. September knapp vor der AfD, die vom sächsischen Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextrem eingestuft wird. Um mit einer stabilen Mehrheit weiterregieren zu können, wäre die CDU eigentlich auf das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) angewiesen.

Eine Dreierkoalition aus CDU, SPD und Grünen hätte keine Mehrheit - zumal Kretschmer eine neue Koalition mit den Grünen vor der Landtagswahl schon ausschloss. Eine Kooperation mit der Linken ist der CDU aufgrund eines Unvereinbarkeitsbeschlusses nicht möglich. Die Gremien der CDU würden nun "zeitnah" über "die nächste Schritte" entscheiden, fügte Kretschmer am Mittwoch an. In letzter Konsequenz wäre unter anderem eine Neuwahl denkbar.

Medienberichten zufolge warf die sächsischen BSW-Führung CDU und SPD am Mittwoch mangelnde Kompromissbereitschaft unter anderem beim Thema Frieden vor. Kolandeschefin Sabine Zimmermann kündigte demnach an, ihre Partei werde nun in die Opposition gehen. Das BSW sei aber weiter gesprächsbereit.

Die Sondierungen in Sachsen hatten am 22. Oktober begonnen, zuvor hatte es bereits sogenannten Kennenlerngespräche gegeben. Spitzenvertreter der drei beteiligten Parteien hatten diese als konstruktiv bezeichnet, aber auch vor allzu großen Erwartungen gewarnt. "Vor uns liegen sehr anstrengende und auch schwierige Gespräche", hatte Kretschmer etwa zum Sondierungsauftakt gesagt.

Überschattet wurden die Gespräche in Sachsen vor allem von außen- und friedenspolitischen Forderungen des BSW und insbesondere seiner Parteichefin Wagenknecht. Diese dringt auf diplomatische Verhandlungen zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und lehnt die Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland ab. Entsprechende Forderungen sollten in die Präambel eines Koalitionsvertrags aufgenommen werden, obwohl die Außen- und Sicherheitspolitik nicht in die Kompetenz der Bundesländer fällt.

Die Forderungen des BSW erschweren auch die Koalitionsbildung in Thüringen und Brandenburg, wo CDU und SPD nach den Wahlen vom September ebenfalls Regierungen mit BSW-Beteiligung anstreben. In den vergangenen Wochen legte Wagenknecht mehrfach nach. So kritisierte sie eine in Thüringen von CDU, BSW und SPD ausgehandelte Präambel mit friedenspolitischen Aussagen als unzureichend. In Brandenburg dagegen einigten sich SPD und BSW reibungsloser auf ein gemeinsames Sondierungspapier und begannen mit Koalitionsgesprächen.

Die Sondierungsgespräche in Sachsen waren zwischenzeitlich von der SPD unterbrochen worden, nachdem zahlreiche BSW-Abgeordnete im Landtag für einen AfD-Antrag zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Coronapandemie gestimmt hatten. Anfang vergangener Woche einigten sich CDU, BSW und SPD aber auf eine Fortsetzung. "Missverständnisse" seien ausgeräumt, hieß es.

Die Linke im sächsischen Landtag sprach sich am Mittwoch bereits dafür aus, eine eventuell nötige Neuwahl "aus organisatorischen und finanziellen Gründen" mit der für den 28. September 2025 geplanten Bundestagswahl zusammenzulegen. Das Scheitern der Sondierungen bringe das Land "in eine schwierige Situation".

C.Dean--TFWP