The Fort Worth Press - Opposition in Israel verurteilt Entlassung von Verteidigungsminister Gallant

USD -
AED 3.672985
AFN 65.000215
ALL 80.742224
AMD 360.120146
ANG 1.789785
AOA 918.000259
ARS 1547.504298
AUD 1.425618
AWG 1.8025
AZN 1.704639
BAM 1.737338
BBD 2.013458
BDT 124.459802
BGN 1.747831
BHD 0.377436
BIF 2986.973187
BMD 1
BND 1.277909
BOB 12.120755
BRL 5.462498
BSD 0.999711
BTN 94.558763
BWP 13.724402
BYN 2.982914
BYR 19600
BZD 2.010562
CAD 1.396435
CDF 2312.495179
CHF 0.81689
CLF 0.024512
CLP 964.730095
CNY 6.680898
CNH 6.67278
COP 3233.55
CRC 454.091218
CUC 1
CUP 23.992112
CVE 97.94847
CZK 21.59735
DJF 177.720509
DKK 6.651604
DOP 60.031357
DZD 135.94453
EGP 54.718599
ERN 15
ETB 164.071845
EUR 0.88991
FJD 2.24175
FKP 0.745268
GBP 0.742315
GEL 2.602348
GGP 0.745268
GHS 11.631305
GIP 0.745268
GMD 73.999777
GNF 8855.000423
GTQ 7.639521
GYD 209.448686
HKD 7.845385
HNL 26.868429
HRK 6.76901
HTG 130.971046
HUF 322.277998
IDR 18097.15
ILS 3.153897
IMP 0.745268
INR 94.33125
IQD 1515.529716
IRR 1883408.502283
ISK 121.570181
JEP 0.745268
JMD 158.455068
JOD 0.709023
JPY 158.307502
KES 129.890478
KGS 87.449951
KHR 4064.827605
KMF 440.99974
KPW 899.999961
KRW 1340.964971
KWD 0.31079
KYD 0.833041
KZT 451.807175
LAK 22506.673299
LBP 89519.744527
LKR 332.641939
LRD 169.939285
LSL 16.455617
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.409977
MAD 9.765444
MDL 17.929301
MGA 4515.192027
MKD 54.842921
MMK 2099.52083
MNT 3598.087189
MOP 8.077598
MRU 40.663904
MUR 47.090153
MVR 15.454969
MWK 1733.399066
MXN 18.56657
MYR 4.063499
MZN 63.910116
NAD 16.455325
NGN 1346.419798
NIO 36.784529
NOK 9.301655
NPR 151.29402
NZD 1.77669
OMR 0.384505
PAB 0.999773
PEN 3.450426
PGK 4.485918
PHP 63.245999
PKR 276.534117
PLN 3.901551
PYG 6061.763543
QAR 3.644609
RON 4.753401
RSD 104.687977
RUB 81.79709
RWF 1471.012787
SAR 3.756339
SBD 8.051718
SCR 13.900191
SDG 601.494218
SEK 9.72677
SGD 1.278485
SHP 0.745545
SLE 22.909904
SLL 20969.504398
SOS 571.349894
SRD 37.563995
STD 20697.981008
STN 21.763752
SVC 8.747096
SYP 13001.999685
SZL 16.44674
THB 33.583963
TJS 9.221818
TMT 3.51
TND 2.979449
TOP 2.40776
TRY 50.019702
TTD 6.776725
TWD 32.844598
TZS 2649.99802
UAH 45.52523
UGX 4104.021853
UYU 40.19489
UZS 11886.139647
VES 890.036598
VND 25704.5
VUV 119.472328
WST 2.779309
XAF 583.742545
XAG 0.019088
XAU 0.000245834942
XCD 2.70255
XCG 1.801579
XDR 0.707052
XOF 583.742545
XPF 105.938734
YER 236.174953
ZAR 16.396098
ZMK 9001.19797
ZMW 20.274394
ZWL 321.999592
SSP 5745.96484
MXV 2.089881
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Opposition in Israel verurteilt Entlassung von Verteidigungsminister Gallant
Opposition in Israel verurteilt Entlassung von Verteidigungsminister Gallant / Foto: © AFP

Opposition in Israel verurteilt Entlassung von Verteidigungsminister Gallant

In Israel regt sich massiver Widerstand gegen die überraschende Entlassung des hochangesehenen Verteidigungsministers Joav Gallant durch Regierungschef Benjamin Netanjahu. In seltener Einigkeit verurteilten Oppositionsführer des gesamten politischen Spektrums Gallants Rauswurf am Mittwoch vor Journalisten als "Gefährdung der nationalen Sicherheit in Zeiten des Krieges". Zuvor hatten landesweit Tausende Israelis gegen Netanjahus Entscheidung protestiert, Gallant mitten im andauernden Mehrfrontenkrieg gegen ihr Land durch den militärisch unerfahrenen Außenminister Israel Katz zu ersetzen.

Textgröße:

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Jerusalem warfen die vier wichtigsten Oppositionspolitiker des Landes, Jair Lapid, Benny Gantz, Jair Golan und Avigdor Lieberman, Netanjahu vor, seine eigenen politischen Interessen über die des Landes zu stellen.

"Er hatte die Wahl zwischen Schande und Krieg, und er hat sich für die Schande entschieden", empörte sich der frühere Regierungschef Lapid angesichts des massiven militärischen Drucks auf Israel an mehreren Fronten, darunter im Gazastreifen, im Westjordanland, im Libanon und seitens des Iran. "Unsere Soldaten können ihm nicht trauen. Die Bürger Israels können ihm nicht trauen", äußerte Lapid mit Blick auf Netanjahu. Mit der Entlassung Gallants habe dies "ganz Israel" gesehen.

Der führende Oppositionspolitiker Benny Gantz, der Netanjahus Regierung im Juni wegen eines fehlenden Nachkriegsplans für den Gazastreifen verlassen hatte, nannte den Zeitpunkt des Schrittes eine "absolute Sicherheitslücke". "Was sollen unsere Kämpfer im Libanon heute denken, wenn sie sehen, dass der Verteidigungsminister entlassen wird, nachdem er Einberufungsbefehle erteilt hat?", fragte Gantz mit Bezug auf eine am Montag ergangene Genehmigung Gallants zur Einberufung von 7000 wehrfähigen, aber bislang vom Armeedienst ausgenommenen Ultraorthodoxen.

Jair Golan von der Arbeitspartei nannte Netanjahu und seine Regierung "illegitim". Seine Landsleute forderte er auf, in den Generalstreik zu treten. "Nur wenn wir alle beschließen, dass wir bis zu Neuwahlen nicht zur Arbeit erscheinen, wird die Regierung erkennen, dass sie nicht fähig ist zu regieren", sagte er.

Aus Sicht des Israel-Beiteinu-Chefs Avigdor Lieberman sollte Gallants Entlassung "der Verabschiedung von Ausnahmegesetzen" für Ultraorthodoxe den Weg ebnen. Es sei aber "klar, dass ein solcher Schritt in erster Linie der Sicherheit des Landes und der nationalen Stärke schadet", sagte Lieberman, der seit Langem die Armee-Ausnahmeregelung für Ultrareligiöse anprangert.

Bereits in der Nacht zu Mittwoch hatten in Tel Aviv Tausende Demonstranten stundenlang die wichtigste Stadtautobahn blockiert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Die Demonstranten skandierten gegen Netanjahu und seine Regierung gerichtete Slogans und schwenkten Israel-Flaggen. Viele trugen Schilder mit Aufschriften wie "Wir verdienen bessere Führer" und "Wir lassen niemanden zurück". Auch in Jerusalem und Haifa gingen die Menschen aus Protest gegen Netanjahus umstrittene Personalentscheidung auf die Straße.

Das Verhältnis zwischen Gallant und Netanjahu gilt seit Langem als zerrüttet. Als Grund für Gallants Entlassung gab Netanjahu am Dienstag an, dass sein Vertrauen in den bisherigen Verteidigungsminister geschwunden sei. Dessen Ressort übernimmt nun der bisherige Außenminister und Netanjahu-Gefolgsmann Katz, neuer Außenminister wird der einstige Netanjahu-Rivale Gideon Saar.

Gallant war in den vergangenen Monaten immer wieder wegen des Kriegs im Gazastreifen mit Netanjahu aneinandergeraten und machte aus seiner abweichenden Ansicht keinen Hehl. Zum Beispiel wollte er ein Abkommen mit der Hamas schließen, um die Geiseln freizubekommen. Auch hätte sich Israel aus seiner Sicht schon weitaus früher stärker auf die nördliche Grenze zum Libanon konzentrieren sollen.

Ein weiterer Streitpunkt betraf die Einberufung wehrfähiger ultraorthodoxer Männer zum Armeedienst. Nach mehr als einem Jahr des Krieges ist die israelische Armee dringend auf neue Soldaten angewiesen, auch um die seitdem im Einsatz befindlichen hunderttausenden Reservisten zu entlasten. Doch die ultraorthodoxen Parteien drohten Netanjahu mit Koalitionsbruch, sollte ein geplantes Gesetz zur Freistellung Ultraorthodoxer vom Wehrdienst im israelischen Parlament scheitern.

Nach seiner Entlassung hatte Gallant seine Kritik an der Regierung mit scharfen Worten erneuert: "Wir dürfen nicht zulassen, dass ein korruptes und fehlerhaftes Gesetz in der Knesset verabschiedet wird, das Zehntausende von Bürgern von der Last befreit", sagte er. Zudem forderte er die Regierung auf, die im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln lebendig nach Hause zu bringen. Dies sei Israels "moralische und ethische Verpflichtung". Andernfalls gebe es "keine Versöhnung" in der Gesellschaft.

Als Reaktion auf seine Entlassung sagte Gallant: "Die Sicherheit des Staates Israels war stets die Mission meines Lebens und wird dies auch immer bleiben."

M.Cunningham--TFWP