The Fort Worth Press - Georgien: Gesetz zur "ausländischen Einflussnahme" endgültig verabschiedet

USD -
AED 3.672504
AFN 65.000368
ALL 81.431326
AMD 361.239406
ANG 1.789785
AOA 918.000367
ARS 1544.046724
AUD 1.452222
AWG 1.8
AZN 1.70397
BAM 1.754002
BBD 2.018116
BDT 124.801578
BGN 1.747831
BHD 0.378548
BIF 2997.982153
BMD 1
BND 1.283978
BOB 12.019192
BRL 5.504904
BSD 1.002018
BTN 94.051388
BWP 13.802968
BYN 3.000673
BYR 19600
BZD 2.015246
CAD 1.41125
CDF 2320.000362
CHF 0.820469
CLF 0.024951
CLP 981.982871
CNY 6.676504
CNH 6.670804
COP 3236.357114
CRC 454.419084
CUC 1
CUP 24.048249
CVE 98.887942
CZK 21.83445
DJF 178.43146
DKK 6.708504
DOP 60.885162
DZD 136.261154
EGP 53.769786
ERN 15
ETB 164.454778
EUR 0.896804
FJD 2.265604
FKP 0.7479
GBP 0.748083
GEL 2.59504
GGP 0.7479
GHS 11.707995
GIP 0.7479
GMD 74.503851
GNF 8874.938344
GTQ 7.657056
GYD 210.062329
HKD 7.84204
HNL 26.930631
HRK 6.76901
HTG 131.321465
HUF 326.000354
IDR 18108.5
ILS 3.18593
IMP 0.7479
INR 93.910504
IQD 1519.035021
IRR 1891353.000352
ISK 122.790386
JEP 0.7479
JMD 159.024259
JOD 0.70904
JPY 158.47504
KES 130.209408
KGS 87.447804
KHR 4082.328147
KMF 442.00035
KPW 899.999961
KRW 1363.803789
KWD 0.31098
KYD 0.83512
KZT 449.127842
LAK 22542.486884
LBP 89728.711717
LKR 333.213757
LRD 170.342137
LSL 16.570826
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.412269
MAD 9.794718
MDL 17.910408
MGA 4553.159051
MKD 55.203803
MMK 2099.697346
MNT 3600.739032
MOP 8.088606
MRU 40.453791
MUR 47.030378
MVR 15.403739
MWK 1737.500561
MXN 18.62354
MYR 4.061504
MZN 63.903729
NAD 16.570826
NGN 1347.210377
NIO 36.87727
NOK 9.459904
NPR 150.482041
NZD 1.807175
OMR 0.384144
PAB 1.002108
PEN 3.451773
PGK 4.566611
PHP 63.108038
PKR 277.126855
PLN 3.94555
PYG 6263.39626
QAR 3.662795
RON 4.792204
RSD 105.484059
RUB 81.925564
RWF 1478.947132
SAR 3.756342
SBD 8.048583
SCR 13.773553
SDG 601.503676
SEK 9.894504
SGD 1.282704
SHP 0.748923
SLE 22.950371
SLL 20969.504398
SOS 572.620062
SRD 37.583504
STD 20697.981008
STN 21.972109
SVC 8.76732
SYP 13001.999685
SZL 16.565176
THB 33.550369
TJS 9.243442
TMT 3.5
TND 2.998341
TOP 2.40776
TRY 50.141304
TTD 6.795211
TWD 32.775304
TZS 2647.773642
UAH 45.39348
UGX 4098.470921
UYU 40.312094
UZS 11956.414511
VES 896.316404
VND 25582.5
VUV 119.504303
WST 2.787821
XAF 588.264929
XAG 0.019249
XAU 0.00024594347
XCD 2.70255
XCG 1.805838
XDR 0.707052
XOF 588.264929
XPF 106.954845
YER 236.625037
ZAR 16.51943
ZMK 9001.203584
ZMW 20.360522
ZWL 321.999592
SSP 5745.505339
MXV 2.095222
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Georgien: Gesetz zur "ausländischen Einflussnahme" endgültig verabschiedet
Georgien: Gesetz zur "ausländischen Einflussnahme" endgültig verabschiedet / Foto: © AFP

Georgien: Gesetz zur "ausländischen Einflussnahme" endgültig verabschiedet

In Georgien hat das Parlament ungeachtet heftiger internationaler Kritik das umstrittene Gesetz zur "ausländischen Einflussnahme" endgültig verabschiedet. Die Mehrheit der Abgeordneten überstimmte am Dienstag ein Veto von Präsidentin Salome Surabischwili - die meisten Parlamentarier der Opposition hatten vor dem Votum den Saal verlassen. Die EU forderte Georgien nach der Abstimmung auf, "entschlossen auf den Weg in Richtung EU zurückzukehren". In Tiflis gingen erneut tausende Menschen gegen das Gesetz auf die Straße.

Textgröße:

Staatschefin Surabischwili hatte nach der ersten Verabschiedung des Gesetzes vor zwei Wochen ihr Veto dagegen eingelegt. Die 84 Abgeordneten der Regierungspartei Georgischer Traum stimmten nun für die endgültige Verabschiedung des Gesetzes, nur vier Parlamentarier stimmten mit Nein. Die meisten Oppositionsabgeordneten waren bei der Abstimmung aber nicht mehr im Saal.

Vor dem Parlament in Tiflis protestierte während der Abstimmung eine Menschenmenge. Die Teilnehmer schwenkten georgische und EU-Flaggen und skandierten "Sklaven Russlands!" in Richtung der Abgeordneten des Georgischen Traums. Nach der Abstimmung strömten viele weitere Menschen auf den Platz. Auf der Demonstration wurden die georgische Nationalhymne und die Europahymne "Ode an die Freude" gespielt.

Präsidentin Surabischwili wandte sich in einer Videoansprache an die Demonstranten und äußerte Verständnis für deren Wut. "Wollen wir eine europäische Zukunft oder russische Sklaverei?", fragte Surabischwili. "84 Männer können das nicht entscheiden, aber wir können – wir alle zusammen." Umfragen zufolge sind mehr als 80 Prozent der Georgier für einen EU- und Nato-Beitritt ihres Landes.

Das umstrittene Gesetz sieht vor, dass sich Organisationen und Medien, die zu mindestens 20 Prozent aus dem Ausland finanziert werden, in Georgien künftig als Organe registrieren lassen, welche die "Interessen ausländischer Mächte verfolgen". Sie müssen sich damit auch einer Kontrolle der Behörden unterwerfen.

Das Gesetz war bereits Mitte Mai verabschiedet worden. Die pro-europäische Präsidentin legte daraufhin ihr Veto ein und sagte im Fernsehen, das Gesetz sei "im Wesen russisch" und widerspreche der georgischen Verfassung. Aufgrund der Mehrheit der regierungstreuen Abgeordneten im Parlament galt es als wahrscheinlich, dass diese sich über das Veto hinwegsetzen würden.

Gegen die Gesetzespläne und für eine europäische Perspektive Georgiens gehen seit Wochen zehntausende Menschen im Land auf die Straße. Kritiker sehen darin eindeutige Parallelen zum 2012 in Russland verabschiedeten Gesetz gegen "ausländische Agenten", das es den dortigen Behörden ermöglicht, massiv gegen regierungskritische Medien und Organisationen vorzugehen. 2023 hatte die georgische Regierung ein ähnliches Gesetzesvorhaben nach Massenprotesten zunächst zurückgezogen - im April aber einen neuen Anlauf angekündigt.

Georgien ist seit Dezember offiziell EU-Beitrittskandidat. Der aktuellen Regierung unter Regierungschef Irakli Kobachidse wird jedoch vorgeworfen, die ehemalige Sowjetrepublik wieder an Moskau annähern zu wollen.

Nach der endgültigen Abstimmung am Dienstag erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, die Europäische Union bedauere diesen Schritt "zutiefst". Die EU habe wiederholt betont, dass das vom georgischen Parlament verabschiedete Gesetz gegen ihre Grundsätze verstoße, erklärte Borrell. Die EU und ihre Mitgliedsstaaten prüften "alle Optionen".

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) bezeichnete das georgische Gesetz als einen "schweren Fehler". Dieses wirke "schon jetzt destruktiv" mit Drohungen und Einschüchterungen gegen georgische, deutsche und internationale Organisationen, erklärte Schulze bei X. Georgiens Regierung müsse "deren Schutz sicherstellen und sich klar zu europäischen Werten bekennen", forderte die Ministerin.

Auch die US-Regierung verurteilte die Verabschiedung des Gesetzes. Der Sprecher des Außenministeriums, Matthew Miller, sagte in Washington, das Gesetz sei "anti-demokratisch" und entspreche "nicht den europäischen Normen". In der vergangenen Woche hatten die USA Visa-Beschränkungen und eine Überprüfung der Beziehungen zu Georgien angekündigt. Der Europarat forderte das Land auf, das Gesetz rückgängig zu machen.

J.Barnes--TFWP