The Fort Worth Press - Goldene Palme für Iraner Panahi in Cannes - erstmals deutsche Regisseurin ausgezeichnet

USD -
AED 3.672503
AFN 65.999496
ALL 81.915831
AMD 380.151858
ANG 1.79008
AOA 916.99977
ARS 1451.999703
AUD 1.427022
AWG 1.8
AZN 1.706428
BAM 1.655536
BBD 2.022821
BDT 122.831966
BGN 1.67937
BHD 0.377002
BIF 2987.661537
BMD 1
BND 1.276711
BOB 6.964795
BRL 5.238302
BSD 1.004342
BTN 91.842522
BWP 13.228461
BYN 2.875814
BYR 19600
BZD 2.019858
CAD 1.36725
CDF 2155.00032
CHF 0.77799
CLF 0.021809
CLP 861.120171
CNY 6.946504
CNH 6.93417
COP 3629
CRC 498.70812
CUC 1
CUP 26.5
CVE 93.33655
CZK 20.617801
DJF 178.843207
DKK 6.33358
DOP 63.484264
DZD 129.987042
EGP 46.969403
ERN 15
ETB 156.676691
EUR 0.847956
FJD 2.20125
FKP 0.732491
GBP 0.73187
GEL 2.695045
GGP 0.732491
GHS 11.012638
GIP 0.732491
GMD 73.493234
GNF 8819.592694
GTQ 7.706307
GYD 210.120453
HKD 7.813865
HNL 26.532255
HRK 6.386498
HTG 131.728867
HUF 322.696025
IDR 16768
ILS 3.08755
IMP 0.732491
INR 90.31255
IQD 1315.670299
IRR 42125.000158
ISK 122.96017
JEP 0.732491
JMD 157.811362
JOD 0.709027
JPY 155.895503
KES 129.250232
KGS 87.450108
KHR 4046.744687
KMF 417.999643
KPW 899.987247
KRW 1449.299107
KWD 0.30739
KYD 0.836906
KZT 507.178168
LAK 21598.652412
LBP 89531.701448
LKR 311.010475
LRD 186.300651
LSL 16.079552
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.345176
MAD 9.158604
MDL 17.00314
MGA 4482.056104
MKD 52.273363
MMK 2100.119929
MNT 3568.429082
MOP 8.079484
MRU 39.911729
MUR 45.889979
MVR 15.449808
MWK 1742.758273
MXN 17.32664
MYR 3.932498
MZN 63.750072
NAD 16.079688
NGN 1393.90972
NIO 36.985739
NOK 9.686145
NPR 147.062561
NZD 1.657235
OMR 0.384506
PAB 1.004342
PEN 3.382683
PGK 4.306869
PHP 59.093501
PKR 281.341223
PLN 3.57981
PYG 6677.840135
QAR 3.671415
RON 4.320801
RSD 99.594009
RUB 76.950025
RWF 1469.427172
SAR 3.750281
SBD 8.058101
SCR 13.898006
SDG 601.499792
SEK 8.946297
SGD 1.27098
SHP 0.750259
SLE 24.474984
SLL 20969.499267
SOS 574.437084
SRD 38.024954
STD 20697.981008
STN 20.754973
SVC 8.788065
SYP 11059.574895
SZL 16.083999
THB 31.524989
TJS 9.380296
TMT 3.51
TND 2.897568
TOP 2.40776
TRY 43.497245
TTD 6.79979
TWD 31.58098
TZS 2586.539735
UAH 43.28509
UGX 3587.360437
UYU 38.963238
UZS 12278.117779
VES 371.640565
VND 26002
VUV 119.537583
WST 2.726316
XAF 555.683849
XAG 0.011452
XAU 0.000203
XCD 2.70255
XCG 1.81001
XDR 0.691072
XOF 555.251107
XPF 100.950591
YER 238.374989
ZAR 16.00885
ZMK 9001.199363
ZMW 19.709321
ZWL 321.999592
  • Euro STOXX 50

    -20.4800

    5987.03

    -0.34%

  • SDAX

    -109.0000

    18019.17

    -0.6%

  • TecDAX

    -41.8800

    3599.63

    -1.16%

  • DAX

    -21.7700

    24775.75

    -0.09%

  • MDAX

    4.1000

    31516.19

    +0.01%

  • Goldpreis

    292.0000

    4944.6

    +5.91%

  • EUR/USD

    0.0014

    1.1808

    +0.12%

Goldene Palme für Iraner Panahi in Cannes - erstmals deutsche Regisseurin ausgezeichnet
Goldene Palme für Iraner Panahi in Cannes - erstmals deutsche Regisseurin ausgezeichnet / Foto: © AFP

Goldene Palme für Iraner Panahi in Cannes - erstmals deutsche Regisseurin ausgezeichnet

Die Goldene Palme für den heimlich gedrehten Film des Iraners Jafar Panahi, ein erster Preis für eine deutsche Regisseurin und ein Stromausfall, der dem großen Finale nichts anhaben konnte: Am Samstagabend ist in Cannes das Filmfestival zu Ende gegangen. Panahi gewann mit seinem hochpolitischen Film "Ein einfacher Unfall" den Hauptpreis - die Führung in Teheran reagierte mit Schweigen. Dei deutsche Regisseurin Mascha Schilinksi sicherte sich den Preis der Jury für ihren Film "In die Sonne schauen".

Textgröße:

Panahis im Iran heimlich gedrehter Film handelt von fünf ehemaligen politischen Gefangenen, die ihrem mutmaßlichen Folterer begegnen. Für "Ein einfacher Unfall" ließ sich der 64-jährige von seinen eigenen zwei Haftaufenthalten im Iran inspirieren. Der hochpolitische und gleichzeitig ironische Film ist eine deutliche Kritik an den Verhältnissen in Pahinis Heimat.

Die iranischen Behörden hatten dem Regisseur lange die Ausreise aus dem Land verweigert. Bei der 78. Auflage des Festivals war Panahi dann zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder gelungen, persönlich in Cannes zu erscheinen. Die Goldene Palme wurde ihm am Samstag von Jury-Präsidentin Juliette Binoche und der Schauspielerin Cate Blanchett überreicht. In seiner Dankesrede rief er "alle Iraner mit all ihren unterschiedlichen Meinungen, wo immer sie sind in der Welt" auf: "Lasst uns alle Probleme, alle Differenzen beiseitelegen. Was jetzt am Wichtigsten ist, ist unser Land und die Freiheit unseres Landes."

"Am Ende macht der Film deutlich, dass es letztlich ein strukturelles Problem ist. Das Problem liegt bei der Regierung und nicht bei den Leuten, die im System gefangen sind", sagte der Regisseur im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Angst, in seine Heimat zurückzukehren habe er nicht. "Keine Spur. Wir fahren morgen", sagte er am Samstag in Cannes.

Sein Erfolg wurde von der Führung in Teheran am Sonntag nicht kommentiert. Die Nachrichtenagentur Fars schrieb, die Jury in Cannes habe eine Entscheidung gefällt, die "von den politischen Themen um Jafar Panahi im Iran nicht unbeeinflusst" gewesen sei.

In Deutschland gratulierte der Präsident der Filmförderungsanstalt, Bernd Neumann, Schilinski zu ihre "sensationellen Erfolg" für "In die Sonne schauen" (Sound of Falling). Die Berliner Filmemacherin und Drehbuchautorin ist die erste deutsche Regisseurin, die in Cannes ausgezeichnet wurde.

Auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gratulierte Schilinski zum Preis der Jury für ihren Film, "der durch seine bildmächtige Erzählform und seine leise, aber eindringliche Kraft berührt". Es sei ein großartiger Erfolg für die Regisseurin "die ihre ganz eigene Filmsprache gefunden hat und nun auch international für Aufsehen sorgt", erklärte Weimer.

Schilinski nahm die Auszeichnung bei der Abschlussgala von der US-Schauspielerin Da'Vine Joy Randolph entgegen. Die 41-Jährige scherzte mit Verweis auf einen mehr als fünfstündigen Stromausfall in Südfrankreich am Samstag, sie habe "Schwierigkeiten gehabt, ihre Dankesrede zu schreiben". Während in der Region zwischenzeitig 160.000 Haushalte ohne Strom waren, war die Verleihung der Filmpreise am Abend den Festivalorganisatoren zufolge jedoch nie in Gefahr, da die Filmfestspiele über eine eigene Stromversorgung verfügten.

Schilinskis "In die Sonne schauen" spielt auf einem abgelegenen Hof in der ostdeutschen Altmark, auf dem sich die Lebensgeschichten von vier Frauen verschiedener Generationen kreuzen. "Wir wollten herausfinden, wie Traumata über Generationen hinweg unsere Körper prägen", sagte Schilinski. Die Idee zu dem Film sei ihr und der Ko-Autorin Louise Peter gekommen, als sie sich auf jenem verlassenen Hof in der Altmark aufhielten und dort ein historisches Foto von drei Frauen entdeckten, die dort gelebt hatten. Kinostart in Deutschland ist am 11. September.

Schilinski teilt sich den Preis der Jury mit dem spanischen Regisseur Oliver Laxe, der für das Roadmovie "Sirat" ausgezeichnet wurde, in dem ein Vater seine nach einer Rave-Party in Marokko verschwundene Tochter sucht.

Das Melodram "Sentimental Value" des dänisch-norwegischen Regisseurs Joachim Trier wurde mit dem Großen Preis, der zweitwichtigsten Ehrung in Cannes, ausgezeichnet. Das Familiendrama bekam bei seiner Premiere am Donnerstag einen 19-minütigen Applaus.

Der unter anderem als Favorit für die Goldene Palme gehandelte Polit-Thriller "The Secret Agent" des brasilianischen Regisseurs Kleber Mendonça Filho wurde zweifach ausgezeichnet. So gewannen der Hauptdarsteller Moura den Preis als bester Darsteller und Regisseur Mendonça Filho den Preis für die beste Regie.

F.Carrillo--TFWP