The Fort Worth Press - Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt

USD -
AED 3.672501
AFN 65.999981
ALL 80.778943
AMD 365.649242
AOA 918.000071
ARS 1496.242501
AUD 1.420051
AWG 1.8025
AZN 1.70415
BAM 1.694243
BBD 2.013626
BDT 123.754743
BHD 0.376996
BIF 2988.071622
BMD 1
BND 1.281981
BOB 12.092258
BRL 5.122702
BSD 0.999753
BTN 95.145446
BWP 13.521485
BYN 2.960018
BYR 19600
BZD 2.010681
CAD 1.399755
CDF 2261.000308
CHF 0.809703
CLF 0.023153
CLP 914.220115
CNY 6.749953
CNH 6.748475
COP 3181.98
CRC 454.762008
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.518807
CZK 20.975095
DJF 178.03342
DKK 6.476797
DOP 58.256128
DZD 132.984018
EGP 49.790099
ERN 15
ETB 161.364703
EUR 0.86642
FJD 2.21245
FKP 0.742819
GBP 0.742565
GEL 2.614971
GGP 0.742819
GHS 11.751814
GIP 0.742819
GMD 73.494895
GNF 8780.470902
GTQ 7.628337
GYD 209.158083
HKD 7.84455
HNL 26.796086
HRK 6.527503
HTG 130.718954
HUF 315.163504
IDR 17899
ILS 3.01309
IMP 0.742819
INR 95.242097
IQD 1309.701703
IRR 1374799.999854
ISK 123.030031
JEP 0.742819
JMD 158.474679
JOD 0.708997
JPY 157.837501
KES 129.350358
KGS 87.450213
KHR 4056.705519
KMF 427.000174
KRW 1423.17952
KWD 0.30893
KYD 0.833171
KZT 468.495939
LAK 22589.41952
LBP 89528.70601
LKR 335.825291
LRD 180.459725
LSL 16.307022
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.373118
MAD 9.327951
MDL 17.39541
MGA 4298.392651
MKD 53.301108
MMK 2099.443841
MNT 3595.840223
MOP 8.078327
MRU 40.080389
MUR 46.93997
MVR 15.449648
MWK 1733.55625
MXN 17.24656
MYR 4.0895
MZN 63.909695
NAD 16.306951
NGN 1362.770366
NIO 36.790312
NOK 9.53125
NPR 152.231048
NZD 1.699795
OMR 0.384504
PAB 0.999749
PEN 3.37939
PGK 4.41709
PHP 60.754026
PKR 277.55765
PLN 3.7246
PYG 5946.889469
QAR 3.654602
RON 4.552104
RSD 101.643999
RUB 81.648985
RWF 1468.660802
SAR 3.755132
SBD 8.068348
SCR 14.493758
SDG 600.503789
SEK 9.464635
SGD 1.28211
SLE 24.545196
SOS 571.386496
SRD 37.667997
STD 20697.981008
STN 21.223422
SVC 8.747553
SZL 16.293454
THB 33.062964
TJS 9.222706
TMT 3.5
TND 2.932323
TRY 47.592097
TTD 6.768972
TWD 32.218008
TZS 2649.998049
UAH 44.766628
UGX 3724.060864
UYU 40.264038
UZS 11914.620835
VES 754.21125
VND 26235
VUV 119.344278
WST 2.729216
XAF 568.230703
XAG 0.016239
XAU 0.000235
XCD 2.70255
XCG 1.801841
XDR 0.705886
XOF 568.233164
XPF 103.310868
YER 236.874962
ZAR 16.31015
ZMK 9001.198449
ZMW 19.020435
ZWL 321.999592
  • TecDAX

    48.5100

    3995.24

    +1.21%

  • SDAX

    36.8100

    18590.72

    +0.2%

  • Euro STOXX 50

    31.6000

    6508.58

    +0.49%

  • MDAX

    32.7800

    32459.11

    +0.1%

  • Goldpreis

    15.5000

    4320.7

    +0.36%

  • DAX

    43.5900

    26169.89

    +0.17%

  • EUR/USD

    -0.0009

    1.1546

    -0.08%

Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt
Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt / Foto: © AFP

Ebola-Epidemie im Kongo weitet sich aus - auch Deutschlands Hilfe gefragt

Die tödliche Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo zieht weitere Kreise: Ein mit dem Virus infizierter US-Bürger soll in Deutschland behandelt werden, wie das Bundesgesundheitsministerium am Dienstag bestätigte. Im Kongo wurden mittlerweile bereits mehr als 130 Todesopfer im Zusammenhang mit der Epidemie gezählt. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, äußerte sich "sehr besorgt" über das "Ausmaß und die Geschwindigkeit" der Ebola-Ausbreitung.

Textgröße:

Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte, die US-Behörden hätten "die Bundesregierung um Hilfe bei der Behandlung eines US-amerikanischen Staatsbürgers gebeten, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hat". Dazu würden nun Vorkehrungen getroffen. Nährere Angaben wollte das Ministerium zunächst nicht machen, verwies aber darauf, dass Deutschland für die Versorgung von Patienten mit hochansteckenden Krankheiten über ein bundesweites Expertennetzwerk verfüge.

Laut der christlichen US-Hilfsorganisation Serge handelt es sich um einen ihrer Ärzte. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am Montag erklärt, dass sich ein US-Bürger "im Rahmen seiner Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo" mit dem Ebola-Virus infiziert habe. Er habe im Laufe des Wochenendes Symptome entwickelt und sei am späten Sonntagabend positiv auf das gefährliche Virus getestet worden, sagte der CDC-Verantwortliche Satish Pillai.

Die USA versuchen demnach überdies, sechs weitere Menschen im Kongo für eine Überwachung ihres Gesundheitszustands außer Landes zu bringen. Zum Schutz ihrer Bevölkerung kündigten die US-Behörden die Überprüfung von Passagieren aus Ebola-Ausbruchsgebieten sowie die Aussetzung der Visavergabe an.

Der kongolesische Gesundheitsminister Samuel Roger Kamba informierte in der Nacht zum Dienstag über einen deutlichen Anstieg der mutmaßlich durch Ebola verursachten Opferzahl. Mittlerweile starben demnach 131 der insgesamt 513 Verdachtsfälle.

Staatschef Félix Tshisekedi rief die Bevölkerung am Dienstag zur Ruhe auf. Er habe die Regierung angewiesen, sofort alle notwendigen Maßnahmen für eine verstärkte Ebola-Bekämpfung zu ergreifen, hieß es in einer vom Präsidialamt im Onlinedienst X veröffentlichten Botschaft.

Die WHO hat wegen der Epidemie am Wochenende eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union rief am Montagabend wegen des "hohen Risikos einer regionalen Ausbreitung" für den gesamten Kontinent den Notstand aus.

Das Zentrum der Epidemie befindet sich in Ituri, einer Provinz im Nordosten der DR Kongo, die an Uganda und den Südsudan grenzt. Auch aus der Nachbarprovinz Nord-Kivu wurden Verdachtsfälle gemeldet. Bei zwei Erkrankten im Nachbarland Uganda handelte es sich um zwei Kongolesen, einer von ihnen starb.

Für Dienstag berief die WHO eine Krisensitzung zu der Epidemie ein. WHO-Chef Tedros thematisierte seine Besorgnis bei der Weltgesundheitsversammlung, die noch bis Samstag in Genf stattfindet. Die Ebola-Epidemie dürfte die dortigen Beratungen beeinflussen, auch wenn sie nicht auf der offiziellen Tagesordnung steht.

Die WHO-Repräsentantin im Kongo, Anne Ancia, mahnte am Dienstag: "Ich glaube nicht, dass diese Epidemie in zwei Monaten vorbei sein wird." Sie erinnerte daran, dass die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo 2018 bis 2020 zwei Jahre gedauert habe. Damals hatte es fast 2300 Todesopfer gegeben.

Das Ausmaß der aktuellen Epidemie werde abhängen "von der Schnelligkeit unserer Reaktion, unserer Fähigkeit, schnell die Übertragung zu stoppen", betonte Ancia, die aus der kongolesischen Stadt Bunia zugeschaltet vor Journalisten in Genf sprach. Mehrere Tonnen Hilfsgüter wie Ebola-Tests und Schutzausrüstung seien in die betroffenen Gebiete unterwegs. Zudem prüft die WHO laut Ancia auf internationaler Ebene, ob existierende Impfstoffe oder Medikamente bei der Eindämmung dieses Ausbruchs "von Nutzen sein könnten".

Die gegenwärtige Ebola-Epidemie wird von der seltenen Bundibugyo-Variante verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Die Sterblichkeitsrate dieser Variante liegt bei 30 bis 50 Prozent.

Eine weitere Schwierigkeit bei der Bekämpfung der Epidemie liegt darin, dass es an schwer zugänglichen Orten Infektionen gibt sowie in Gebieten, in denen bewaffnete Gruppen aktiv sind. François Moreillon vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) rief die Konfliktparteien auf, Hilfslieferungen und -einsätze nicht zu behindern. Seine Organisation setzte ihr höchstes Interventionslevel in Kraft und will in den kommenden Tagen Schutzausrüstung in die betroffenen Gebiete bringen.

"Wir sind angesichts der Situation äußerst besorgt, da der humanitäre Bedarf bereits jetzt enorm ist", erklärte Julie Drouet, Landesdirektorin der Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger in der DR Kongo. Angesichts internationalen Kürzungen bei humanitärer Hilfe forderte sie, das besonders gefährdete Gesundheitspersonal sowie die Bevölkerung dürften "in einer solchen Krise nicht im Stich gelassen werden".

T.Mason--TFWP