The Fort Worth Press - Massive Kritik an Überlegungen zur Streichung der Pflegestufe 1

USD -
AED 3.672497
AFN 62.999991
ALL 83.001661
AMD 374.472209
ANG 1.790083
AOA 917.00023
ARS 1394.933803
AUD 1.411751
AWG 1.8025
AZN 1.705074
BAM 1.692088
BBD 2.000502
BDT 121.867024
BGN 1.709309
BHD 0.377761
BIF 2949.574306
BMD 1
BND 1.274313
BOB 6.863882
BRL 5.242502
BSD 0.993286
BTN 92.537843
BWP 13.553852
BYN 3.071312
BYR 19600
BZD 1.997647
CAD 1.37005
CDF 2275.000016
CHF 0.786302
CLF 0.02315
CLP 914.129719
CNY 6.90045
CNH 6.890685
COP 3693.79
CRC 464.715858
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.404755
CZK 21.164603
DJF 176.879283
DKK 6.45404
DOP 60.055721
DZD 131.962975
EGP 52.245098
ERN 15
ETB 155.082457
EUR 0.863845
FJD 2.209065
FKP 0.749058
GBP 0.746075
GEL 2.714961
GGP 0.749058
GHS 10.842216
GIP 0.749058
GMD 73.99937
GNF 8705.094483
GTQ 7.598463
GYD 207.802658
HKD 7.83605
HNL 26.290925
HRK 6.507799
HTG 130.286565
HUF 339.102973
IDR 16931
ILS 3.10745
IMP 0.749058
INR 93.54405
IQD 1301.033871
IRR 1315125.000583
ISK 124.240056
JEP 0.749058
JMD 156.05316
JOD 0.709005
JPY 158.587503
KES 128.820136
KGS 87.447902
KHR 3981.795528
KMF 427.999629
KPW 899.950845
KRW 1496.925043
KWD 0.30636
KYD 0.827703
KZT 477.668374
LAK 21309.787499
LBP 88950.993286
LKR 309.605801
LRD 181.767055
LSL 16.736174
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.361182
MAD 9.332993
MDL 17.406728
MGA 4133.211047
MKD 53.24332
MMK 2099.773051
MNT 3569.674815
MOP 8.013497
MRU 39.643179
MUR 46.460303
MVR 15.450336
MWK 1722.416419
MXN 17.794165
MYR 3.93905
MZN 63.902255
NAD 16.736174
NGN 1353.297355
NIO 36.556032
NOK 9.53945
NPR 148.061016
NZD 1.702145
OMR 0.384492
PAB 0.993208
PEN 3.421032
PGK 4.287222
PHP 59.843981
PKR 277.393836
PLN 3.69585
PYG 6454.627258
QAR 3.622292
RON 4.402303
RSD 101.4894
RUB 84.215919
RWF 1450.041531
SAR 3.754999
SBD 8.048583
SCR 13.720821
SDG 600.999633
SEK 9.313325
SGD 1.278535
SHP 0.750259
SLE 24.650547
SLL 20969.510825
SOS 566.640133
SRD 37.501966
STD 20697.981008
STN 21.198173
SVC 8.690574
SYP 110.76532
SZL 16.7405
THB 32.680031
TJS 9.509798
TMT 3.5
TND 2.933654
TOP 2.40776
TRY 44.294803
TTD 6.732367
TWD 31.952987
TZS 2586.664039
UAH 43.67983
UGX 3754.239635
UYU 40.233266
UZS 12107.107324
VES 454.68563
VND 26312
VUV 119.036336
WST 2.744165
XAF 567.554683
XAG 0.01384
XAU 0.000213
XCD 2.70255
XCG 1.789938
XDR 0.705856
XOF 567.554683
XPF 103.179478
YER 238.550149
ZAR 16.86745
ZMK 9001.1977
ZMW 19.443483
ZWL 321.999592
  • MDAX

    -520.3500

    27902.73

    -1.86%

  • DAX

    -396.3500

    22443.21

    -1.77%

  • SDAX

    -113.0800

    16264.85

    -0.7%

  • TecDAX

    -45.7200

    3425.77

    -1.33%

  • Goldpreis

    -28.2000

    4577.5

    -0.62%

  • Euro STOXX 50

    -96.4700

    5517.36

    -1.75%

  • EUR/USD

    -0.0038

    1.1551

    -0.33%

Massive Kritik an Überlegungen zur Streichung der Pflegestufe 1
Massive Kritik an Überlegungen zur Streichung der Pflegestufe 1 / Foto: © AFP/Archiv

Massive Kritik an Überlegungen zur Streichung der Pflegestufe 1

Überlegungen zur Abschaffung der Pflegestufe 1 sind bei Sozialverbänden und Gewerkschaften auf massive Kritik gestoßen. Der Sozialverband Deutschland sprach am Montag von einer "Schocknachricht" für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) nannte mögliche Leistungskürzungen "unmenschlich und ungerecht".

Textgröße:

Engelmeier verwies darauf, dass 86 Prozent der Pflegebedürftigen zuhause gepflegt würden. Pflegende Angehörige könnten über die Pflegeversicherung etwa kostenlos Pflegekurse machen, zudem würden Hilfsmittel wie Badewanneneinstiege finanziert, sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin". Die Diskussion über Kürzungen der Unterstützung für pflegende Angehörige schmälere den Wert von deren Leistung und sei aus ihrer Sicht "sehr ärgerlich". Engelmeier forderte, die Finanzprobleme in der Pflege durch eine "solidarische Pflegevollversicherung" in den Griff zu bekommen, in die alle einzahlten.

Die "Bild am Sonntag" hatte vor dem Hintergrund von Milliardenlücken bei der Pflegefinanzierung am Sonntag über Überlegung in der Bundesregierung zur Streichung der Pflegestufe 1 berichtet. Betroffen wären demnach rund 860.000 Menschen. Die Streichung des Pflegegrads 1 würde den Angaben zufolge pro Jahr etwa 1,8 Milliarden Euro einsparen.

"Pflegegrad 1 hilft vielen Menschen mit einer Demenzdiagnose", erklärte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel. Sie bräuchten "frühe Unterstützung, um länger selbstständig zu Hause leben zu können. Wer hier spart, riskiert, dass die Menschen eher ins Heim kommen und damit viel höhere Kosten entstehen."

Piel verwies darauf, dass es derzeit 1,84 Millionen Demenzbetroffene in Deutschland gebe. Bis 2050 könnten es bis zu 2,7 Millionen Menschen werden. "Besonders unfair" sei, dass eine Streichung des Pflegegrades 1 "vor allem Frauen treffen würde". Sie erkrankten viel häufiger an Demenz. Zudem spielten sie bei der häuslichen Pflege eine zentrale Rolle.

Die pflegepolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag nannte die Kürzungsvorschläge "nicht nur grausam für die Betroffenen", die erhofften Einsparungen seien zudem "eine Fehlkalkulation". Denn die Leistungen im Pflegegrad 1 dienten der Prävention. "Wenn niemand mehr einkauft, kocht, wäscht und putzt, oder es keinen Zuschuss mehr für eine barrierefreie Dusche gibt, verschlechtert sich der Zustand der Betroffenen." Dies führe dann dazu, "dass schneller ein höherer Pflegegrad notwendig wird".

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch schloss eine Streichung der Pflegestufe in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" am Sonntagabend aus. Die Pflegestufe 1 sei eingeführt worden, um auch an Demenz Erkrankte in die Pflegeversicherung zu bekommen: "Die würde man im Regen stehen lassen. Deswegen ist diese Diskussion auch augenblicklich Gift." Statt Leistungen zu kürzen, müsse die Effizienz im Pflege- und Gesundheitssystem erhöht werden, sagte Miersch.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sagte in derselben Sendung, es dürfe bei der Reform von Pflege- und Krankenversicherung "keine Denkverbote" geben. Er schloss erneut höhere Beiträge aus, "weil die Arbeitskosten in Deutschland zu hoch sind". Wenn es schnell keine Reformen gebe, müsse die Koalition "Prioritäten setzen, wie wir mit Steuergeld nachhelfen, bis die Reformen kommen".

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte sich am Sonntag zurückhaltend zu dem Bericht zur möglichen Streichung von Pflegestufe 1 geäußert, schloss eine Abschaffung aber auch nicht aus. Den Fernsehsendern RTL und ntv sagte die Ministerin, "wir werden den Menschen nicht über Nacht etwas wegnehmen".

Warken hatte Anfang Juli eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Pflegereform eingesetzt. Sie soll bis Mitte Oktober einen ersten Bericht vorlegen.

Das Defizit in der Pflegeversicherung lag im vergangenen Jahr bei 1,65 Milliarden Euro. Der Bundesrechnungshof erwartet für das kommende Jahr einen Anstieg auf 3,5 Milliarden Euro und eine weitere Erhöhung in den Folgejahren.

M.Cunningham--TFWP