The Fort Worth Press - Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren

USD -
AED 3.672498
AFN 62.999888
ALL 81.850202
AMD 371.189818
ANG 1.789884
AOA 917.999729
ARS 1391.065695
AUD 1.405669
AWG 1.8025
AZN 1.700135
BAM 1.670824
BBD 2.014762
BDT 122.736126
BGN 1.668102
BHD 0.377682
BIF 2976
BMD 1
BND 1.277332
BOB 6.912076
BRL 4.996304
BSD 1.00029
BTN 94.827262
BWP 13.520821
BYN 2.816686
BYR 19600
BZD 2.011858
CAD 1.36848
CDF 2320.000183
CHF 0.79172
CLF 0.022994
CLP 904.969753
CNY 6.83825
CNH 6.84364
COP 3635.61
CRC 454.91047
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.874993
CZK 20.92625
DJF 177.719489
DKK 6.407025
DOP 59.375009
DZD 132.734499
EGP 53.052597
ERN 15
ETB 157.000291
EUR 0.857402
FJD 2.20855
FKP 0.740121
GBP 0.742815
GEL 2.690253
GGP 0.740121
GHS 11.190215
GIP 0.740121
GMD 72.999925
GNF 8775.000022
GTQ 7.642463
GYD 209.283551
HKD 7.835835
HNL 26.609826
HRK 6.460399
HTG 131.014215
HUF 314.726018
IDR 17384.15
ILS 2.99799
IMP 0.740121
INR 95.31005
IQD 1310
IRR 1315500.000044
ISK 123.289778
JEP 0.740121
JMD 156.856547
JOD 0.709054
JPY 160.665498
KES 129.149477
KGS 87.429299
KHR 4009.999795
KMF 422.000237
KPW 899.966666
KRW 1483.36972
KWD 0.308103
KYD 0.833615
KZT 463.325246
LAK 21974.999651
LBP 89532.56298
LKR 319.599166
LRD 183.874991
LSL 16.870173
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.349879
MAD 9.26375
MDL 17.220744
MGA 4149.999634
MKD 52.862208
MMK 2099.979587
MNT 3578.886171
MOP 8.075024
MRU 39.980094
MUR 47.030215
MVR 15.455028
MWK 1741.498309
MXN 17.57605
MYR 3.971984
MZN 63.904976
NAD 16.8704
NGN 1375.489818
NIO 36.709934
NOK 9.33405
NPR 151.723313
NZD 1.71622
OMR 0.384503
PAB 1.00029
PEN 3.523999
PGK 4.339528
PHP 61.590205
PKR 278.875033
PLN 3.65424
PYG 6223.516949
QAR 3.643496
RON 4.383295
RSD 100.604003
RUB 74.754819
RWF 1461
SAR 3.750531
SBD 8.03884
SCR 13.703035
SDG 600.500338
SEK 9.334802
SGD 1.281935
SHP 0.746601
SLE 24.60124
SLL 20969.496166
SOS 571.508119
SRD 37.461009
STD 20697.981008
STN 21.2
SVC 8.753075
SYP 110.735099
SZL 16.849971
THB 32.827501
TJS 9.37795
TMT 3.505
TND 2.89225
TOP 2.40776
TRY 45.18505
TTD 6.801873
TWD 31.709501
TZS 2609.999933
UAH 44.090008
UGX 3726.421542
UYU 39.810005
UZS 12049.999524
VES 485.587755
VND 26356
VUV 118.372169
WST 2.715876
XAF 560.376399
XAG 0.013849
XAU 0.000219
XCD 2.70255
XCG 1.802812
XDR 0.697718
XOF 559.000023
XPF 102.602589
YER 238.62501
ZAR 16.8888
ZMK 9001.203157
ZMW 18.880707
ZWL 321.999592
  • MDAX

    147.4900

    30158.27

    +0.49%

  • SDAX

    76.1300

    17717.7

    +0.43%

  • Goldpreis

    66.6000

    4628.1

    +1.44%

  • Euro STOXX 50

    -30.1400

    5786.34

    -0.52%

  • DAX

    -48.0800

    23906.48

    -0.2%

  • TecDAX

    15.0000

    3639.95

    +0.41%

  • EUR/USD

    0.0006

    1.169

    +0.05%

Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren
Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren / Foto: © AFP

Reporter ohne Grenzen: Pressefreiheit auf niedrigstem Stand seit 25 Jahren

Weltweit hat sich die Situation für Journalistinnen und Journalisten weiter verschlechtert: Zum ersten Mal in der 25-jährigen Geschichte der Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen ist die Situation in mehr als der Hälfte aller Länder "schwierig" oder "sehr ernst". Wie die Organisation in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht erklärte, haben sich besonders die rechtlichen Rahmenbedingungen für Medienschaffende verschlechtert. "Journalismus wird weltweit immer häufiger kriminalisiert", beklagt Reporter ohne Grenzen.

Textgröße:

Nur in sieben Ländern in Nordeuropa stuft Reporter ohne Grenzen die Situation als "gut" ein. Zum zehnten Mal in Folge steht Norwegen auf Platz 1. Die Niederlande schoben sich an Estland vorbei auf den zweiten Rang und sind damit das bestplatzierte EU-Land. Dänemark rückte um zwei Plätze auf Rang 4 vor.

Deutschland belegt auf der Rangliste der Pressefreiheit Rang 14, ein Rückgang um drei Plätze. Grund dafür ist laut Reporter ohne Grenzen vor allem, dass Journalistinnen und Journalisten auf der Straße und im Internet "wachsenden Bedrohungslagen ausgesetzt sind". Aus Redaktionen wurde demnach zudem immer wieder geschildert, "dass polarisierte Themen wie die Nahost-Berichterstattung zu erschwerten Arbeitsbedingungen führten".

In mehreren Ländern sind Kriege und bewaffnete Konflikte dem Bericht zufolge maßgeblich für den Niedergang der Pressefreiheit verantwortlich. Israel ist vor allem wegen des Gaza-Krieges um vier Plätze auf Rang 116 abgerutscht. Seit Oktober 2023 wurden im Gazastreifen nach Angaben von Reporter ohne Grenzen mehr als 220 Journalistinnen und Journalisten durch Angriffe der israelischen Armee getötet, darunter mindestens 70 bei der Ausübung ihrer Arbeit.

Russland, das auf Platz 172 liegt, tötet in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine auch "immer wieder gezielt" Journalistinnen und Journalisten, wie Reporter ohne Grenzen erklärte. Derzeit sitzen demnach 48 Medienschaffende in russischen Gefängnissen, davon 26 aus der Ukraine.

In den USA unter Präsident Donald Trump haben die Angriffe auf Medien und Medienschaffende der Organisation zufolge "mittlerweile System". Die USA sind daher um sieben Plätze auf Rang 64 abgerutscht. Als Grund wird unter anderem das gewaltsame Vorgehen von Einsatzkräften der Polizei und der Einwanderungsbehörde ICE gegen Medienschaffende angeführt.

Den stärksten Rückgang auf der Rangliste der Pressefreiheit 2026 verzeichnet Niger: Das westafrikanische Land ist um 37 Plätze auf Rang 120 abgerutscht. Dieser Absturz stehe sinnbildlich für die sich verschlechternde Situation für Journalistinnen und Journalisten in der gesamten Sahel-Region. "Angriffe bewaffneter Gruppen und Militärjuntas schränken die freie Berichterstattung und das Recht der Menschen auf Informationen drastisch ein", beklagte Reporter ohne Grenzen.

Am stärksten aufgestiegen ist Syrien: Nach dem Sturz von Machthaber Baschar al-Assad im Dezember 2024 ist das Land auf der Rangliste der Pressefreiheit vom 177. auf den 141. Platz vorgerückt.

Wenig Bewegung gab es am Ende der Skala: Eritrea (180), Nordkorea (179) und China (178) bleiben die Schlusslichter. Neu unter den letzten zehn Ländern ist Saudi-Arabien: Das Land fiel um 14 Plätze auf Rang 176, vor allem wegen der Hinrichtung des Journalisten Turki al-Dschasser.

Weltweit werden Reporterinnen und Reporter dem Bericht zufolge auch weiterhin wegen ihrer Arbeit getötet oder inhaftiert. Fast 500 Medienschaffende sitzen laut Reporter ohne Grenzen derzeit in Haft.

"Doch Druck und Einschränkungen wirken zunehmend auch durch Gesetze,", kritisiert Reporter ohne Grenzen. Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Journalismus haben sich dem Bericht zufolge in 110 der 180 beobachteten Länder und Territorien im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.

In der Türkei, die auf Platz 163 liegt, werden dem Bericht zufolge neben Anti-Terror-Gesetzen etwa auch Anklagen wegen "Desinformation", "Beleidigung des Präsidenten" und "Verunglimpfung staatlicher Institutionen" dazu genutzt, Journalistinnen und Journalisten zu "unterdrücken". Reporter ohne Grenzen nennt dabei etwa den Deutsche-Welle-Korrespondenten Alican Uludag, der wegen angeblicher Präsidentenbeleidigung in Haft ist.

X.Silva--TFWP