The Fort Worth Press - EuGH: Polens Verfassungsgericht hat gegen EU-Recht verstoßen und ist nicht unabhängig

USD -
AED 3.672504
AFN 63.000214
ALL 82.776172
AMD 376.396497
ANG 1.790083
AOA 916.999991
ARS 1391.501055
AUD 1.426005
AWG 1.8025
AZN 1.696076
BAM 1.687271
BBD 2.010611
BDT 122.494932
BGN 1.709309
BHD 0.377087
BIF 2954.923867
BMD 1
BND 1.276711
BOB 6.898158
BRL 5.313398
BSD 0.998318
BTN 93.32787
BWP 13.612561
BYN 3.028771
BYR 19600
BZD 2.007764
CAD 1.371275
CDF 2274.999872
CHF 0.787775
CLF 0.023504
CLP 928.050025
CNY 6.886401
CNH 6.90191
COP 3669.412932
CRC 466.289954
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.125739
CZK 21.17803
DJF 177.768192
DKK 6.461901
DOP 59.25894
DZD 132.247983
EGP 51.887086
ERN 15
ETB 157.330889
EUR 0.86488
FJD 2.21445
FKP 0.749593
GBP 0.749925
GEL 2.714966
GGP 0.749593
GHS 10.882112
GIP 0.749593
GMD 73.498083
GNF 8750.377432
GTQ 7.646983
GYD 208.85994
HKD 7.833835
HNL 26.423673
HRK 6.517497
HTG 130.966657
HUF 340.027501
IDR 16956.2
ILS 3.109125
IMP 0.749593
INR 94.01055
IQD 1307.768624
IRR 1315624.99994
ISK 124.270092
JEP 0.749593
JMD 156.839063
JOD 0.708995
JPY 159.072995
KES 129.327524
KGS 87.447896
KHR 3989.129966
KMF 427.000116
KPW 900.029607
KRW 1505.310507
KWD 0.30657
KYD 0.831903
KZT 479.946513
LAK 21437.260061
LBP 89404.995039
LKR 311.417849
LRD 182.685589
LSL 16.84053
LTL 2.95274
LVL 0.604889
LYD 6.39089
MAD 9.328473
MDL 17.385153
MGA 4162.53289
MKD 53.176897
MMK 2098.81595
MNT 3568.179446
MOP 8.05806
MRU 39.961178
MUR 46.510179
MVR 15.459777
MWK 1731.096062
MXN 17.93282
MYR 3.938989
MZN 63.885566
NAD 16.84053
NGN 1356.249583
NIO 36.733814
NOK 9.57545
NPR 149.324936
NZD 1.71346
OMR 0.384498
PAB 0.998318
PEN 3.451408
PGK 4.309192
PHP 60.150148
PKR 278.721304
PLN 3.69724
PYG 6520.295044
QAR 3.65052
RON 4.4015
RSD 101.324246
RUB 83.029422
RWF 1452.529871
SAR 3.754657
SBD 8.05166
SCR 13.69771
SDG 600.999747
SEK 9.349555
SGD 1.281655
SHP 0.750259
SLE 24.575028
SLL 20969.510825
SOS 570.504249
SRD 37.487502
STD 20697.981008
STN 21.136177
SVC 8.734849
SYP 110.711277
SZL 16.845965
THB 32.907995
TJS 9.588492
TMT 3.51
TND 2.948367
TOP 2.40776
TRY 44.31631
TTD 6.773066
TWD 32.036701
TZS 2595.522581
UAH 43.73308
UGX 3773.454687
UYU 40.227753
UZS 12170.987361
VES 454.69063
VND 26312
VUV 118.849952
WST 2.727811
XAF 565.894837
XAG 0.014864
XAU 0.000225
XCD 2.70255
XCG 1.799163
XDR 0.703792
XOF 565.894837
XPF 102.885735
YER 238.603045
ZAR 17.059215
ZMK 9001.197091
ZMW 19.491869
ZWL 321.999592
  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1558

    -0.15%

  • Goldpreis

    -162.1000

    4412.8

    -3.67%

  • Euro STOXX 50

    -112.5500

    5501.28

    -2.05%

  • TecDAX

    -51.3100

    3420.18

    -1.5%

  • SDAX

    -179.9200

    16197.98

    -1.11%

  • DAX

    -459.4100

    22380.19

    -2.05%

  • MDAX

    -626.8200

    27796.28

    -2.26%

EuGH: Polens Verfassungsgericht hat gegen EU-Recht verstoßen und ist nicht unabhängig
EuGH: Polens Verfassungsgericht hat gegen EU-Recht verstoßen und ist nicht unabhängig / Foto: © AFP/Archiv

EuGH: Polens Verfassungsgericht hat gegen EU-Recht verstoßen und ist nicht unabhängig

Im Streit um die Lage der Rechtsstaatlichkeit in Polen hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) die Haltung der EU-Kommission bestätigt: Das polnische Verfassungsgericht verstieß mit zwei Urteilen von 2021 gegen EU-Recht, wie der EuGH in Luxemburg am Donnerstag erklärte. Das polnische Gericht hatte damals - noch zu Zeiten der Regierung der nationalkonservativen PiS-Partei - den Vorrang des EU-Rechts vor der nationalen Rechtsprechung angezweifelt.

Textgröße:

Hintergrund war der von der PiS vorangetriebene Umbau der Justiz in Polen, der unter anderem erheblichen Einfluss auf die Besetzung von Richterposten hatte. Das polnische Verfassungsgericht habe mit den Urteilen von 2021 "die wesentlichen Merkmale der Unionsrechtsordnung in Frage gestellt", erklärten die Luxemburger Richter. Nationale Gerichte seien jedoch verpflichtet, das EU-Recht anzuwenden, und könnten auch nicht einseitig bestimmen, in welchem Umfang sie dies tun.

Der EuGH befand zudem, dass das polnische Verfassungsgericht weiterhin nicht unabhängig sei. Das Warschauer Gericht genüge "nicht den Anforderungen an ein durch Gesetz errichtetes, unabhängiges und unparteiisches Gericht im Sinne des Unionsrechts", urteilten die Richter. Der EuGH bezog sich damit auf die Ernennung von drei polnischen Verfassungsrichtern im Dezember 2015 und der Gerichtspräsidentin im Dezember 2016. Dabei sei gegen die Grundregeln für die Ernennungsverfahren verstoßen worden.

Der Streit zwischen Warschau und Brüssel stammt aus der Zeit der PiS-Regierung. Diese hatte nach Überzeugung Brüssels unter anderem mit der Einführung einer Disziplinarkammer für Richter im Jahr 2018 die Gewaltenteilung untergraben. Der PiS wurde zudem vorgeworfen, auch am Verfassungsgericht regierungstreue Richter einzusetzen. Die EU-Kommission hatte wegen der Justizreform verschiedene Vertragsverletzungsverfahren angestrengt. Das Urteil des EuGH vom Donnerstag folgt auf eine Klage der Kommission im Rahmen eines dieser Verletzungsverfahren.

Das polnische Verfassungsgericht hatte mit den Urteilen vom Juli und Oktober 2021 argumentiert, Brüssel würde sich unrechtmäßig in innere polnische Angelegenheiten einmischen. Die EU-Verträge seien teilweise nicht mit dem polnischen Grundgesetz vereinbar, erklärten die Richter damals.

Polen war in Folge der Brüsseler Verfahren wegen der Verstöße gegen die in den EU-Verträgen festgelegten Rechtsstaatsprinizipien zu hohen Strafzahlungen verpflichtet worden. Weil Warschau sich weigerte, die 2021 angeordneten Strafe von täglich einer Million Euro zu zahlen, stoppte Brüssel die Auszahlung von EU-Geldern an Polen.

2022 wurde die umstrittene Disziplinarkammer für Richter in Polen abgeschafft. Im April 2023 wurde der tägliche Satz der Brüsseler Strafzahlungen halbiert, zwei Monate später ordnete der EuGh die vollständige Einstellung an. Im vergangenen Februar urteilte das Luxemburger Gericht aber, dass Polen der EU aus den vergangenen Jahren noch immer mehr als 320 Millionen Euro schulde.

Nach dem Amtsantritt der aktuellen EU-freundlichen polnischen Regierung von Ministerpräsident Donald Tusk 2024 beendete die EU-Kommission ihr Verfahren wegen Verstößen gegen die Rechtsstaatlichkeit gegen Warschau. Die Tusk-Regierung bemüht sich, die Reformen der Vorgängerregierung rückgängig zu machen. Der der Pis nahestehende polnische Präsident Karol Nawrocki kann die Reformen jedoch blockieren.

G.Dominguez--TFWP