The Fort Worth Press - Australische Regierung will nach antisemitischem Anschlag in Sydney Waffengesetze verschärfen

USD -
AED 3.672503
AFN 65.999961
ALL 80.066009
AMD 365.250121
ANG 1.789783
AOA 918.000281
ARS 1491.994604
AUD 1.408857
AWG 1.8025
AZN 1.698403
BAM 1.689844
BBD 2.014455
BDT 122.025082
BGN 1.696366
BHD 0.377132
BIF 2989.065868
BMD 1
BND 1.278101
BOB 11.57661
BRL 5.2112
BSD 1.000186
BTN 95.649807
BWP 13.500717
BYN 3.042111
BYR 19600
BZD 2.011569
CAD 1.388715
CDF 2274.999848
CHF 0.81205
CLF 0.023381
CLP 920.190103
CNY 6.74065
CNH 6.747055
COP 3115.81
CRC 449.280935
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.270804
CZK 20.886201
DJF 178.103022
DKK 6.456335
DOP 58.753137
DZD 133.000911
EGP 50.528079
ERN 15
ETB 161.79626
EUR 0.86359
FJD 2.206602
FKP 0.73738
GBP 0.738565
GEL 2.600254
GGP 0.73738
GHS 11.052168
GIP 0.73738
GMD 73.499145
GNF 8786.186101
GTQ 7.629268
GYD 209.249883
HKD 7.84402
HNL 26.817351
HRK 6.501401
HTG 130.825457
HUF 315.445969
IDR 17872.55
ILS 2.994504
IMP 0.73738
INR 95.796903
IQD 1310.281367
IRR 1374550.00011
ISK 122.810081
JEP 0.73738
JMD 158.0373
JOD 0.708992
JPY 159.562497
KES 129.453992
KGS 87.450123
KHR 4046.067979
KMF 425.000146
KPW 900.000294
KRW 1412.185018
KWD 0.308739
KYD 0.833492
KZT 461.941214
LAK 22540.942885
LBP 89566.055097
LKR 331.989787
LRD 181.533065
LSL 16.225889
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.372987
MAD 9.293278
MDL 17.253028
MGA 4307.91296
MKD 53.154037
MMK 2099.801401
MNT 3596.870401
MOP 8.080213
MRU 40.113705
MUR 46.999691
MVR 15.450085
MWK 1734.288331
MXN 17.05717
MYR 4.059804
MZN 63.904987
NAD 16.225889
NGN 1350.580003
NIO 36.807113
NOK 9.414099
NPR 153.044147
NZD 1.700235
OMR 0.3845
PAB 1.000168
PEN 3.368628
PGK 4.494615
PHP 61.836044
PKR 277.579544
PLN 3.73531
PYG 6034.292824
QAR 3.656087
RON 4.528501
RSD 101.354006
RUB 85.09631
RWF 1473.708766
SAR 3.746587
SBD 8.032258
SCR 13.724872
SDG 601.505413
SEK 9.53145
SGD 1.278195
SHP 0.740866
SLE 24.575039
SLL 20969.499227
SOS 571.633467
SRD 37.967014
STD 20697.981008
STN 21.16841
SVC 8.751625
SYP 13001.999906
SZL 16.214138
THB 33.091503
TJS 9.241503
TMT 3.51
TND 2.92919
TOP 2.40776
TRY 47.920898
TTD 6.782414
TWD 31.929501
TZS 2649.998021
UAH 44.804538
UGX 3730.824229
UYU 40.349581
UZS 11822.340881
VES 771.57685
VND 26177
VUV 118.338592
WST 2.726312
XAF 566.740682
XAG 0.01564
XAU 0.000229
XCD 2.70255
XCG 1.802598
XDR 0.707052
XOF 566.75782
XPF 103.042635
YER 237.125012
ZAR 16.255305
ZMK 9001.198478
ZMW 18.677991
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    -53.7000

    4420

    -1.21%

  • TecDAX

    -41.2800

    4051.96

    -1.02%

  • DAX

    -210.2500

    26128.36

    -0.8%

  • Euro STOXX 50

    -62.2800

    6468.17

    -0.96%

  • MDAX

    -517.1500

    31839.83

    -1.62%

  • SDAX

    -60.7300

    18425.59

    -0.33%

  • EUR/USD

    0.0004

    1.1585

    +0.03%

Australische Regierung will nach antisemitischem Anschlag in Sydney Waffengesetze verschärfen
Australische Regierung will nach antisemitischem Anschlag in Sydney Waffengesetze verschärfen / Foto: © AFP

Australische Regierung will nach antisemitischem Anschlag in Sydney Waffengesetze verschärfen

Die australische Regierung hat als Reaktion auf den tödlichen Anschlag auf eine jüdische Feier am berühmten Bondi Beach in Sydney eine Verschärfung der Waffengesetze angekündigt. Premierminister Anthony Albanese berief laut seinem Büro am Montag ein Treffen mit den Regierungschefs der Bundesstaaten und Territorien ein, um über entsprechende Gesetzesverschärfungen zu beraten. Bei dem Angriff auf Teilnehmer einer Feier zum jüdischen Lichterfest Chanukka hatten ein 50-Jähriger und sein Sohn am Sonntag 15 Menschen erschossen. Unter den Opfern war ein zehnjähriges Kind und ein Holocaust-Überlebender.

Textgröße:

Die beiden Angreifer feuerten am Sonntag am Bondi Beach gezielt auf eine Menge von mehr als tausend Menschen, die sich unter freiem Himmel zum Anzünden der ersten Kerze am jüdischen Lichterfest Chanukka versammelt hatten, darunter viele Familien.

Jüngsten Angaben zufolge zielten die Angreifer von einem erhöhten Bürgersteig aus mindestens zehn Minuten lang mit Waffen wie Langlaufgewehren in die Menge am Strand. Die australischen Behörden stufen die Attacke als antisemitischen "Terrorangriff" ein.

Bei den beiden Tatverdächtigen handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 50 Jahre alten Vater und seinen 24 Jahre alten Sohn. Einer der Täter wurde von Polizisten erschossen, bei ihm handelt es sich nach Polizeiangaben um den Vater. Der zweite Angreifer, sein Sohn, wurde festgenommen. Er liegt demnach schwer verletzt im Krankenhaus.

Unter den 15 Toten ist auch der 41-jährige Rabbiner Eli Schlanger, der die Chanukka-Feier mitorganisiert hatte. Der vierfache Familienvater "war ein Mensch, der jeden Tag mit der einfachen Mission aufstand, Gutes zu tun", erklärte der Exekutivrat australischer Juden. Auch ein aus der Ukraine stammender Holocaust-Überlebender, Alex Kleytman, wurde getötet. "Er starb, als er sie (seine Frau Larissa) vor den Kugeln des Schützen schützte", teilte eine Organisation chassidischer Juden mit.

Zu den Todesopfern gehört nach Angaben von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zudem ein französischer Staatsbürger. "Mit tiefer Trauer habe ich vom Tod unseres Landsmannes Dan Elkayam bei dem antisemitischen Terroranschlag in Sydney erfahren", erklärte Macron in Onlinediensten.

42 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt, darunter zwei Polizisten. Fünf Verletzte schwebten der Polizei zufolge am Montag noch in Lebensgefahr.

Als Zeichen der Trauer um die Opfer wurden am Montag in ganz Australien die Flaggen auf Halbmast gesetzt. Premierminister Albanese sprach bei einem Besuch am Anschlagsort von einem "Akt des puren Bösen, einem Akt des Antisemitismus, einem Terrorakt", der ausgerechnet den berühmten Bondi Beach getroffen habe, einen Ort, der "mit Freude, Familientreffen und Feiern verbunden ist".

Die Polizei durchsuchte eigenen Angaben zufolge zwei Häuser in Sydney, in denen die beiden Attentäter gewohnt haben sollen. Der Vater besaß nach Angaben der Polizei sechs registrierte Schusswaffen, die er offenbar alle bei dem Anschlag benutzte.

Albaneses Büro zufolge einigten sich der Premierminister und die Regierungschefs der Bundesstaaten am Montag darauf, Möglichkeiten zur Verbesserung der Hintergrundkontrollen von Waffenbesitzern zu prüfen und die legalen Waffenarten einzuschränken. Wer keine australische Staatsangehörigkeit besitzt, solle zudem keinen Waffenschein erwerben dürfen.

Wie der Sender ABC berichtete, hatte der australische Geheimdienst vor sechs Jahren mögliche Verbindungen des 24-jährigen Täters zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) überprüft. Anti-Terror-Ermittler gehen demnach davon aus, dass Vater und Sohn dem IS einen Treueschwur leisteten. In dem Auto der Angreifer sollen zwei IS-Flaggen gefunden worden sein, die Polizei bestätigte dies bisher aber nicht.

Für Aufsehen sorgte derweil das mutige Eingreifen eines Passanten. Auf Videos in Onlinenetzwerken ist zu sehen, wie der unbewaffnete Zivilist einen der beiden Angreifer von hinten umklammert und ihm sein Gewehr entreißt. Australiens Premierminister Albanese feierte ihn als "Helden".

Der Angriff in Sydney löste auch international Entsetzen aus. "Das war ein furchtbarer Anschlag", sagte US-Präsident Donald Trump am Sonntag bei einer Weihnachtsfeier im Weißen Haus. "Und es war ganz offensichtlich ein antisemitischer Anschlag." Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigte sich bestürzt. "Der antisemitische Anschlag am Bondi Beach zu Chanukka lässt mich fassungslos zurück", schrieb der Kanzler auf X.

Papst Leo XIV. betete am Montag für die Opfer des Anschlags und und rief zu einem Ende antisemitischer Gewalt auf. "Genug von dieser antisemitischen Gewalt – wir müssen den Hass in unseren Herzen überwinden", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche während einer Audienz im Vatikan.

Seit dem Hamas-Angriff auf Israel und dem dadurch ausgelösten Gaza-Krieg wird Australien immer wieder von antisemitischer Gewalt erschüttert. Israels Regierungschef Netanjahu erinnerte an einen Brief, den er Albanese im August geschrieben hatte. Darin habe er ihn davor gewarnt, dass seine Politik "Öl ins Feuer des Antisemitismus gießt", sagte Netanjahu in einer Rede am Sonntag. Netanjahu nahm mit seiner Kritik Bezug auf Australiens Anerkennung eines Palästinenserstaats.

M.McCoy--TFWP