The Fort Worth Press - Zugunglück mit fünf Toten in Bayern: Angeklagte bestreiten rechtliche Verantwortung

USD -
AED 3.67315
AFN 62.508602
ALL 82.901415
AMD 377.320103
ANG 1.790083
AOA 917.000446
ARS 1397.45603
AUD 1.43901
AWG 1.80225
AZN 1.700706
BAM 1.687977
BBD 2.01456
BDT 122.73608
BGN 1.709309
BHD 0.377588
BIF 2967.5
BMD 1
BND 1.279846
BOB 6.926967
BRL 5.284006
BSD 1.000203
BTN 93.723217
BWP 13.705842
BYN 2.961192
BYR 19600
BZD 2.011712
CAD 1.378275
CDF 2277.500338
CHF 0.791905
CLF 0.023254
CLP 918.179579
CNY 6.892698
CNH 6.90259
COP 3705.94
CRC 466.057627
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.375002
CZK 21.140432
DJF 177.720285
DKK 6.458295
DOP 59.874991
DZD 132.744974
EGP 52.575297
ERN 15
ETB 157.374952
EUR 0.864097
FJD 2.2267
FKP 0.74705
GBP 0.748095
GEL 2.714977
GGP 0.74705
GHS 10.905012
GIP 0.74705
GMD 73.000221
GNF 8780.00019
GTQ 7.659677
GYD 209.341164
HKD 7.82618
HNL 26.519884
HRK 6.514398
HTG 131.152069
HUF 338.600498
IDR 16919
ILS 3.12535
IMP 0.74705
INR 94.12285
IQD 1310
IRR 1315049.999853
ISK 124.289869
JEP 0.74705
JMD 157.845451
JOD 0.708962
JPY 159.145006
KES 129.505219
KGS 87.448496
KHR 4015.000082
KMF 425.000187
KPW 899.971148
KRW 1501.980286
KWD 0.30663
KYD 0.833571
KZT 482.866057
LAK 21550.000246
LBP 89549.999464
LKR 314.407654
LRD 183.602089
LSL 16.849649
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.395021
MAD 9.361979
MDL 17.4948
MGA 4164.999916
MKD 53.274154
MMK 2099.628947
MNT 3568.971376
MOP 8.061125
MRU 40.110041
MUR 49.241272
MVR 15.450211
MWK 1736.999739
MXN 17.821301
MYR 3.956501
MZN 63.899281
NAD 16.820108
NGN 1379.906022
NIO 36.720467
NOK 9.72285
NPR 149.95361
NZD 1.723707
OMR 0.384506
PAB 1.000203
PEN 3.473017
PGK 4.305501
PHP 60.074007
PKR 279.249903
PLN 3.69763
PYG 6526.476592
QAR 3.643996
RON 4.402503
RSD 101.500987
RUB 80.49933
RWF 1460
SAR 3.753711
SBD 8.051718
SCR 14.408321
SDG 600.99945
SEK 9.363065
SGD 1.280945
SHP 0.750259
SLE 24.550032
SLL 20969.510825
SOS 571.500489
SRD 37.340116
STD 20697.981008
STN 21.63
SVC 8.752314
SYP 110.977546
SZL 16.849782
THB 32.743003
TJS 9.597587
TMT 3.5
TND 2.904952
TOP 2.40776
TRY 44.34383
TTD 6.795811
TWD 31.96405
TZS 2569.999672
UAH 43.928935
UGX 3745.690083
UYU 40.762429
UZS 12205.000254
VES 456.504355
VND 26357
VUV 119.458227
WST 2.748874
XAF 566.134155
XAG 0.014408
XAU 0.000228
XCD 2.70255
XCG 1.802694
XDR 0.704159
XOF 568.499098
XPF 103.401522
YER 238.649518
ZAR 17.08035
ZMK 9001.198055
ZMW 18.929544
ZWL 321.999592
  • TecDAX

    -19.0500

    3416.31

    -0.56%

  • SDAX

    54.2800

    16517.29

    +0.33%

  • DAX

    -16.9500

    22636.91

    -0.07%

  • Euro STOXX 50

    6.9700

    5581.29

    +0.12%

  • Goldpreis

    63.3000

    4470.6

    +1.42%

  • MDAX

    -104.2500

    28125.11

    -0.37%

  • EUR/USD

    -0.0003

    1.1614

    -0.03%

Zugunglück mit fünf Toten in Bayern: Angeklagte bestreiten rechtliche Verantwortung
Zugunglück mit fünf Toten in Bayern: Angeklagte bestreiten rechtliche Verantwortung / Foto: © AFP/Archiv

Zugunglück mit fünf Toten in Bayern: Angeklagte bestreiten rechtliche Verantwortung

Im Prozess um das Zugunglück in Burgrain nahe Garmisch-Partenkirchen mit fünf Toten im Juni 2022 haben die beiden Angeklagten eine strafrechtliche Verantwortung für das Unglück bestritten. Der angeklagte Fahrdienstleiter Andreas M. sagte am Dienstag zu Prozessbeginn vor dem Landgericht München II, die Meldung eines Lokführers über Probleme an der Strecke am Vorabend des Unglücks habe er nicht so verstanden, dass eine sofortige Reaktion nötig sei. "Ich habe auch keine Schlagworte gehört, die sofortige Maßnahmen erforderlich machen."

Textgröße:

Bei dem Zugunglück am 3. Juni 2022 starben vier Frauen und ein dreizehn Jahre alter Junge. Nach Anklage der Staatsanwaltschaft erlitten 72 Menschen teils schwere Verletzungen, nach einem Gutachten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung wurden 78 Menschen verletzt. Unter den Verletzten waren an dem Freitag vor Beginn der bayerischen Pfingstferien viele Kinder und Jugendliche.

Der sichtlich bewegte M. räumte ein, dass ein Lokführer ihn am Vorabend auf einen "Schlenkerer" im Gleis hingewiesen habe. Diesen Hinweis habe er am anderen Tag weitergeben wollen. "Die Weitergabe habe ich versäumt, ich kann ihnen leider Gottes nicht sagen, warum", sagte er unter Tränen.

Seine einzige Erklärung sei, dass er als Folge seines starken Harndrangs nach einer Erkrankung an Prostatakrebs nach der Meldung zur Toilette gegangen und die Information dann "wie weggeblasen" gewesen sei - seine Notiz darüber sei unter anderen Unterlagen verschwunden gewesen. Erst als er am anderen Tag von der Katastrophe gehört habe, habe er sich wieder erinnert.

Der Verteidiger von M. sagte, die Nichtweitergabe der Meldung des Lokführers habe in strafrechtlichen Kategorien aber keine Relevanz. So seien auch nach der Meldung des Lokführers noch weitere 28 Züge an der Unglücksstelle vorbei gefahren, ohne dass etwas passiert sei.

Die Verteidiger zitierten zudem aus dem Gutachten der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchung, laut dem die nicht erfolgte Meldung nicht unmittelbar relevant sei. In dem Gutachten heißt es, dass die Qualifikation eines Fahrdienstleiters nicht die Kompetenz zur Bewertung von Fahrwegmängeln beinhalte.

Der mitangeklagte Bezirksleiter Fahrbahn, Manfred S., sagte, "es tut mir sehr sehr leid, dass ich das Unglück nicht verhindern konnte". Seit dem Unfall denke er jeden Tag, jeden Morgen nach dem Aufstehen darüber nach, was er hätte anders machen können. Den Angehörigen der Toten und den Verletzten sprach S. seine Anteilnahme aus.

Der Bezirksleiter der Bahn bestritt aber den Vorwurf der Anklage, dass die Probleme der für das Unglück verantwortlichen Betonschwellen von außen erkennbar gewesen seien und diese schon längst hätten ausgetauscht werden müssen.

Er habe die Entscheidung, dass für einen Austausch noch Zeit ist, auf die Befunde seiner Kollegen stützen müssen, sagte S.. Er habe sich damit zufrieden gegeben, dass die betroffenen Schwellen in absehbarer Zeit getauscht werden. "Ich habe nicht gewusst, was im Gleis los war."

Auch der 58 Jahre alte S. bezog sich auf das Gutachten der Bundesstelle. Demnach lagen die Probleme der Betonschwellen in einer chemischen Reaktion im Inneren der Schwellen. Diese chemische Reaktion sei durch das bei der Bahn übliche Prozedere der Inaugenscheinnahme aber nicht zu erkennen gewesen. Nach dem Unglück hatte die Bahn hunderttausende Schwellen austauschen lassen.

Für den Prozess sind bisher 19 Verhandlungstage angesetzt bis Mitte Januar.

J.P.Estrada--TFWP