The Fort Worth Press - 500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH

USD -
AED 3.672496
AFN 64.999906
ALL 79.173956
AMD 365.259984
ANG 1.789783
AOA 918.000328
ARS 1497.752097
AUD 1.404011
AWG 1.80125
AZN 1.703533
BAM 1.673104
BBD 2.01539
BDT 122.281202
BGN 1.696366
BHD 0.377268
BIF 2973.916317
BMD 1
BND 1.271932
BOB 11.542986
BRL 5.188397
BSD 1.000659
BTN 95.718306
BWP 13.434508
BYN 3.043612
BYR 19600
BZD 2.012524
CAD 1.37833
CDF 2272.999794
CHF 0.799101
CLF 0.023435
CLP 922.570392
CNY 6.72975
CNH 6.72438
COP 3063.16
CRC 453.402228
CUC 1
CUP 26.5
CVE 94.330261
CZK 20.647002
DJF 178.187838
DKK 6.400185
DOP 58.471778
DZD 132.807972
EGP 50.870472
ERN 15
ETB 163.449465
EUR 0.85613
FJD 2.19785
FKP 0.735015
GBP 0.73345
GEL 2.594452
GGP 0.735015
GHS 11.132356
GIP 0.735015
GMD 73.50124
GNF 8792.543704
GTQ 7.635945
GYD 209.26741
HKD 7.84308
HNL 26.831146
HRK 6.450699
HTG 130.914597
HUF 311.878498
IDR 17766.35
ILS 2.997651
IMP 0.735015
INR 95.71825
IQD 1310.845723
IRR 1374600.000041
ISK 121.590074
JEP 0.735015
JMD 158.313693
JOD 0.709034
JPY 158.750263
KES 129.410004
KGS 87.449104
KHR 4023.337582
KMF 421.999995
KPW 900.000294
KRW 1393.250241
KWD 0.30823
KYD 0.833925
KZT 456.002874
LAK 22541.886418
LBP 89608.575327
LKR 330.163782
LRD 181.619088
LSL 16.146032
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.337338
MAD 9.252116
MDL 17.181525
MGA 4276.542323
MKD 52.628652
MMK 2099.608389
MNT 3598.398104
MOP 8.084231
MRU 39.988023
MUR 46.810304
MVR 15.450516
MWK 1735.176615
MXN 16.955031
MYR 4.0452
MZN 63.89499
NAD 16.145824
NGN 1347.639951
NIO 36.828238
NOK 9.34833
NPR 153.148806
NZD 1.68046
OMR 0.384493
PAB 1.000654
PEN 3.350814
PGK 4.498929
PHP 61.737018
PKR 277.656585
PLN 3.695565
PYG 6025.116772
QAR 3.647726
RON 4.495499
RSD 100.427023
RUB 83.263534
RWF 1470.917848
SAR 3.756633
SBD 8.032258
SCR 13.808986
SDG 601.500427
SEK 9.48745
SGD 1.27179
SHP 0.740866
SLE 24.596888
SLL 20969.499227
SOS 571.883194
SRD 37.689735
STD 20697.981008
STN 20.959339
SVC 8.755908
SYP 13001.999906
SZL 16.142113
THB 32.847504
TJS 9.246023
TMT 3.5
TND 2.9105
TOP 2.40776
TRY 47.95449
TTD 6.781357
TWD 31.910499
TZS 2645.50298
UAH 44.634778
UGX 3722.127883
UYU 40.105225
UZS 11847.637787
VES 776.44435
VND 26102
VUV 118.216132
WST 2.729275
XAF 561.160206
XAG 0.014614
XAU 0.000221
XCD 2.70255
XCG 1.803429
XDR 0.707052
XOF 561.165007
XPF 102.02362
YER 237.075011
ZAR 16.118645
ZMK 9001.20062
ZMW 18.886955
ZWL 321.999592
  • Goldpreis

    41.4000

    4586.7

    +0.9%

  • SDAX

    -36.4400

    18497.6

    -0.2%

  • TecDAX

    6.1800

    4065.34

    +0.15%

  • Euro STOXX 50

    -22.4000

    6422.06

    -0.35%

  • MDAX

    -106.9400

    31715.53

    -0.34%

  • DAX

    -108.2900

    25983.04

    -0.42%

  • EUR/USD

    0.0000

    1.1682

    0%

500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH
500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH / Foto: © AFP/Archiv

500 Euro monatlicher Gewinn aus Untermiete: Berliner Wohnungsstreit beschäftigt BGH

Wohnraummangel und steigende Mieten beschäftigen nicht mehr nur Wohnungssuchende, sondern inzwischen auch das höchste Zivilgericht. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verhandelte am Mittwoch über eine Konstellation, die gerade in den Großstädten immer häufiger wird: die Untermiete. Im Kern ging es um die Frage, ob ein Mieter die Wohnung mit finanziellem Gewinn untervermieten darf. (Az. VIII ZR 228/23)

Textgröße:

Grundsätzlich dürfen Mieter die von ihnen gemietete Wohnung untervermieten. Sie brauchen dazu aber die Erlaubnis der Vermieter. Diese Erlaubnis steht Mietern zu, wenn sie ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung haben - also wenn es darum geht, ihren Wohnraum zu erhalten, wie der Vorsitzende Richter Ralph Bünger ausführte.

Das Problem ist keineswegs neu, wie in der Verhandlung deutlich wurde. So zitierte Bünger aus dem Reichsmietengesetz von 1922, das sich bereits mit Untermietverhältnissen befasste. Auch damals stiegen die Mieten und in der Folge die Untermieten in den Großstädten an, so wie heute.

Der Fall, der dem BGH vorliegt, spielt in Berlin. Dort mietet ein Mann seit 2009 eine Zweizimmerwohnung für 460 Euro Kaltmiete, die später auf knapp 500 Euro erhöht wurde. Da der Wohnungsmarkt in Berlin angespannt ist, gilt dort eine Mietpreisbremse. Bei Neuvermietungen dürfen höchstens zehn Prozent mehr als die ortsübliche Vergleichsmiete verlangt werden, außer für Neubauten oder nach einer Sanierung.

Nach einigen Jahren ging der Mieter für einige Zeit ins Ausland und bat die Vermieterin um die Erlaubnis, die Wohnung befristet untervermieten zu dürfen. Er bekam die Erlaubnis. Sie galt bis Ende Januar 2020. Der Mieter blieb aber länger als geplant im Ausland und vermietete die Wohnung weiter unter. Von den Untermietern verlangte er 962 Euro kalt. Zulässig wären gemäß Mietpreisbremse höchstens 748 Euro.

Zwar fragte er bei der Hausverwaltung an, ob die Untervermietung genehmigt würde, bekam aber keine Antwort. Er behielt einen Schlüssel für die Wohnung und lagerte dort auch einige persönliche Sachen. Die Vermieterin nahm sich eine neue Hausverwaltung, welche die Wohnung besichtigte und dort auf die Untermieter traf. Die Vermieterin kündigte dem Mieter.

Sie zog vor Gericht, um zu erreichen, dass sowohl er als auch die Untermieter die Wohnung räumen. Vor dem Amtsgericht in Berlin-Charlottenburg hatte die Räumungsklage keinen Erfolg. Das Berliner Landgericht entschied aber, dass der Mieter ausziehen muss. Die ordentliche Kündigung sei wirksam.

Dagegen zog der Mieter vor den BGH. Seine Anwältin argumentierte in Karlsruhe, dass er aus einem "Motivbündel" heraus gehandelt habe. Der Mieter habe ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung. Er habe nicht primär einen Gewinn erzielen, sondern seine Wohnung erhalten wollen.

Die Vermieterin gehe das Untermietverhältnis nichts an, sagte sie. Bei einer Kündigung würden gerade die Einkommensschwächsten, nämlich die Untermieter, ihre Wohnung verlieren.

Der Anwalt der Vermieterin wiederum sagte, dass es eben um das Bestandsinteresse gehe. Wenn ein Mieter wegen veränderter Umstände seine Wohnung nicht mehr ganz nutzen und nicht mehr bezahlen könne, solle ihm geholfen werden - "aber nur so weit". Es gehe nicht darum, dass der Mieter durch Untervermietung Gewinn macht.

Auch der BGH neigt nach vorläufiger Einschätzung zu dieser Sichtweise. Bleibt es dabei, müsste der Mieter ausziehen. Entschieden ist das aber noch nicht. Der Senat will ausführlich beraten und sein Urteil am 28. Januar verkünden.

L.Rodriguez--TFWP