The Fort Worth Press - Gazastreifen: Merz kündigt Hilfsgüter-Luftbrücke an - Trump sieht "echtes Verhungern"

USD -
AED 3.672502
AFN 63.000009
ALL 83.141978
AMD 376.485471
ANG 1.790083
AOA 917.000306
ARS 1367.970397
AUD 1.449517
AWG 1.8025
AZN 1.702553
BAM 1.694558
BBD 2.010968
BDT 122.511751
BGN 1.709309
BHD 0.376961
BIF 2965.773868
BMD 1
BND 1.283101
BOB 6.914956
BRL 5.238296
BSD 0.998423
BTN 94.09624
BWP 13.729041
BYN 2.998376
BYR 19600
BZD 2.008109
CAD 1.385315
CDF 2285.499399
CHF 0.79552
CLF 0.023512
CLP 928.390088
CNY 6.91145
CNH 6.917935
COP 3689.39
CRC 462.899991
CUC 1
CUP 26.5
CVE 95.540739
CZK 21.243019
DJF 177.799726
DKK 6.47508
DOP 60.195193
DZD 133.003458
EGP 52.703605
ERN 15
ETB 154.307745
EUR 0.866497
FJD 2.257398
FKP 0.747836
GBP 0.749555
GEL 2.695018
GGP 0.747836
GHS 10.916401
GIP 0.747836
GMD 73.498164
GNF 8752.907745
GTQ 7.638886
GYD 208.893799
HKD 7.83172
HNL 26.511932
HRK 6.5274
HTG 130.753836
HUF 336.303501
IDR 16957
ILS 3.13435
IMP 0.747836
INR 94.66895
IQD 1307.999879
IRR 1313299.999953
ISK 124.259686
JEP 0.747836
JMD 156.917785
JOD 0.708973
JPY 159.620503
KES 129.793234
KGS 87.449786
KHR 3998.336553
KMF 426.999923
KPW 900.057798
KRW 1507.810387
KWD 0.30735
KYD 0.832088
KZT 480.998402
LAK 21565.798992
LBP 89410.383591
LKR 314.008846
LRD 183.234482
LSL 17.08101
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.375734
MAD 9.322411
MDL 17.537157
MGA 4161.215702
MKD 53.396229
MMK 2099.983779
MNT 3583.827699
MOP 8.045798
MRU 39.8269
MUR 46.769823
MVR 15.459574
MWK 1731.28406
MXN 17.91295
MYR 4.0085
MZN 63.909655
NAD 17.080862
NGN 1384.170207
NIO 36.742473
NOK 9.67666
NPR 150.534765
NZD 1.733055
OMR 0.384492
PAB 0.998471
PEN 3.455542
PGK 4.314509
PHP 60.34199
PKR 278.731944
PLN 3.706915
PYG 6536.015664
QAR 3.640948
RON 4.416029
RSD 101.780978
RUB 81.376427
RWF 1458.028296
SAR 3.751727
SBD 8.041975
SCR 13.46748
SDG 601.000211
SEK 9.428015
SGD 1.28554
SHP 0.750259
SLE 24.55044
SLL 20969.510825
SOS 570.594376
SRD 37.561983
STD 20697.981008
STN 21.225996
SVC 8.73675
SYP 111.44287
SZL 17.078983
THB 32.869768
TJS 9.556146
TMT 3.51
TND 2.938146
TOP 2.40776
TRY 44.45798
TTD 6.776842
TWD 31.939495
TZS 2578.986938
UAH 43.811372
UGX 3714.470144
UYU 40.481936
UZS 12161.933849
VES 466.018145
VND 26338.5
VUV 119.023334
WST 2.74953
XAF 568.30701
XAG 0.014355
XAU 0.000224
XCD 2.70255
XCG 1.799507
XDR 0.706792
XOF 568.311934
XPF 103.329218
YER 238.649751
ZAR 17.08125
ZMK 9001.201522
ZMW 18.745993
ZWL 321.999592
  • DAX

    -16.3700

    22596.6

    -0.07%

  • SDAX

    -71.6800

    16555.13

    -0.43%

  • TecDAX

    -6.1900

    3417

    -0.18%

  • Euro STOXX 50

    -1.1600

    5564.77

    -0.02%

  • MDAX

    -86.2500

    28178.53

    -0.31%

  • Goldpreis

    66.7000

    4475.7

    +1.49%

  • EUR/USD

    -0.0016

    1.1523

    -0.14%

Gazastreifen: Merz kündigt Hilfsgüter-Luftbrücke an - Trump sieht "echtes Verhungern"
Gazastreifen: Merz kündigt Hilfsgüter-Luftbrücke an - Trump sieht "echtes Verhungern" / Foto: © AFP

Gazastreifen: Merz kündigt Hilfsgüter-Luftbrücke an - Trump sieht "echtes Verhungern"

Angesichts der verheerenden humanitären Lage im Gazastreifen beteiligt sich Deutschland an einer Luftbrücke für Hilfsgüter für das Palästinensergebiet. "Die Bundesregierung führt in Zusammenarbeit mit Jordanien umgehend eine Luftbrücke humanitärer Hilfsgüter über Gaza durch", sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Montag nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts der Bundesregierung. US-Präsident Donald Trump sprach derweil von "echtem Verhungern" im Gazastreifen und kündigte die Einrichtung neuer Verteilzentren für Lebensmittel an.

Textgröße:

Die Bundeswehr hatte bereits im vergangenen Jahr dutzende Tonnen Nahrungsmittel über dem Gazastreifen abgeworfen. Nun will die Bundesregierung erneut über die Luft Hilfsgüter in das Palästinensergebiet bringen.

"Wir wissen, dass das für die Menschen in Gaza nur eine ganz kleine Hilfe sein kann", sagte Merz im Kanzleramt vor Journalisten. "Aber immerhin ist es ein Beitrag, den wir gerne leisten wollen."

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) werde sich eng mit Frankreich und Großbritannien abstimmen, sagte Merz weiter. Die beiden Länder seien ebenfalls bereit, "eine solche Luftbrücke für Lebensmittel und für medizinische Güter zur Verfügung zu stellen".

Zugleich rief der Kanzler Israel eindringlich dazu auf, mehr Hilfsgüter in den Gazastreifen zu lassen: "Israel muss die katastrophale humanitäre Situation in Gaza sofort, umfassend und nachhaltig verbessern." Israel müsse "der leidenden Zivilbevölkerung schnell, sicher und ausreichend humanitäre und medizinische Hilfe zukommen lassen".

Knapp 22 Monate nach Beginn des Gazakriegs ist die humanitäre Lage im Gazastreifen verheerend. Mehr als hundert Hilfsorganisationen warnten kürzlich vor einem "massenhaften Verhungern" in dem Palästinensergebiet.

US-Präsident Trump sagte am Montag mit Blick auf Bilder von ausgemergelten Kindern, dies sei "echtes Verhungern". "Das kann man nicht vortäuschen", sagte Trump bei einem Treffen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer im schottischen Turnberry. Der US-Präsident widersprach damit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu, eigentlich ein enger Verbündeter. Dieser hatte Warnungen vor einer Hungersnot im Gazastreifen als Propaganda der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas abgetan.

Trump kündigte neue Verteilzentren für Lebensmittel in dem Palästinensergebiet an. "Wir werden Lebensmittelzentren einrichten, wo die Leute hingehen können", sagte er. Die Hilfszentren sollten frei zugänglich sein und "keine Zäune" haben.

In den vergangenen Monaten waren Lebensmittelhilfen im Gazastreifen durch die umstrittene, von den USA unterstützte Stiftung Gaza Humanitarian Foundation (GHF) verteilt worden. In der Nähe der Verteilzentren wurden seit Ende Mai nach UN-Angaben hunderte Menschen von der israelischen Armee getötet.

Angesichts der internationalen Empörung über die Lage der Zivilbevölkerung im Gazastreifen kündigte die israelische Armee am Sonntag "taktische Pausen" ihres Einsatzes in Teilen des Gazastreifens an, um eine sichere Durchfahrt von Hilfskonvois zu ermöglichen. Am Sonntag wurden nach israelischen Angaben mehr als 120 Lkw-Ladungen Hilfsgüter verteilt.

Außerdem haben zuletzt die israelische Armee, Jordanien und die Vereinigten Arabischen Emirate Hilfsgüter aus der Luft abgeworfen. Spanien kündigte am Montag an, über sogenannte Airdrops zwölf Tonnen Lebensmittel in den Gazastreifen zu bringen.

Der Gazakrieg war durch den Hamas-Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden. Als Reaktion auf den Angriff geht Israel seither massiv militärisch in dem Küstenstreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden, die sich nicht unabhängig bestätigen lassen, bislang mehr als 59.800 Menschen getötet.

Die Kritik am israelischen Vorgehen wird immer schärfer. Am Montag warfen zwei israelische Menschenrechtsorganisationen - B'Tselem und Ärzte für Menschenrechte Israel - der Regierung einen "Genozid" an den Palästinensern vor.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte am Montag den Sendern RTL und ntv, Israel verliere "sehr deutlich die Verhältnismäßigkeit" aus dem Blick. "Zu viele Menschen sterben, zu viele Menschen leiden, zu viele Menschen hungern." Der Bundesaußenminister will voraussichtlich am Donnerstag in den Nahen Osten reisen.

Der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi sagte am Montag, US-Präsident Trump wäre in der Lage, den Gazakrieg zu beenden und dafür zu sorgen, dass Hilfsgüter in das Palästinensergebiet gelangen.

Die EU-Kommission schlug derweil vor, Israels Zugang zu EU-Finanzmitteln für Technologie-Start-ups auszusetzen. Damit soll der Druck auf Israel erhöht werden.

J.Barnes--TFWP