The Fort Worth Press - Misshandelt und mit Exkrementen beschmiert: Aktivistin schildert Folter in Tansania

USD -
AED 3.672501
AFN 65.000326
ALL 80.892919
AMD 361.32971
ANG 1.789785
AOA 916.999859
ARS 1525.770399
AUD 1.426076
AWG 1.80125
AZN 1.700372
BAM 1.745603
BBD 2.015941
BDT 123.789462
BGN 1.747831
BHD 0.377732
BIF 3002.048312
BMD 1
BND 1.278595
BOB 11.765756
BRL 5.0436
BSD 1.000919
BTN 94.841883
BWP 13.749922
BYN 2.959737
BYR 19600
BZD 2.012996
CAD 1.40324
CDF 2316.000101
CHF 0.821855
CLF 0.024903
CLP 980.119732
CNY 6.67805
CNH 6.673525
COP 3197.66
CRC 456.813374
CUC 1
CUP 24.020564
CVE 98.41267
CZK 21.64665
DJF 178.22224
DKK 6.669799
DOP 61.426136
DZD 134.856023
EGP 55.181899
ERN 15
ETB 163.9445
EUR 0.89233
FJD 2.24975
FKP 0.746996
GBP 0.747575
GEL 2.590175
GGP 0.746996
GHS 11.600632
GIP 0.746996
GMD 72.99968
GNF 8858.324817
GTQ 7.649259
GYD 209.368334
HKD 7.83968
HNL 26.867244
HRK 6.728601
HTG 131.144176
HUF 326.895018
IDR 18074
ILS 3.107096
IMP 0.746996
INR 94.803897
IQD 1517.355874
IRR 1832375.000007
ISK 121.479582
JEP 0.746996
JMD 158.89648
JOD 0.709062
JPY 157.024498
KES 129.806428
KGS 87.449101
KHR 4071.869115
KMF 439.501063
KPW 899.999961
KRW 1324.496669
KWD 0.31046
KYD 0.834099
KZT 448.369735
LAK 22529.164472
LBP 89631.371779
LKR 332.234038
LRD 170.644961
LSL 16.508029
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.41191
MAD 9.82386
MDL 17.976204
MGA 4538.679186
MKD 54.926488
MMK 2100.035197
MNT 3598.866322
MOP 8.08237
MRU 39.995002
MUR 47.11987
MVR 15.459594
MWK 1735.587351
MXN 18.75362
MYR 4.083994
MZN 63.903439
NAD 16.507071
NGN 1331.889945
NIO 36.836045
NOK 9.35976
NPR 151.747191
NZD 1.760055
OMR 0.384506
PAB 1.000919
PEN 3.438519
PGK 4.482268
PHP 63.519501
PKR 277.015213
PLN 3.898945
PYG 5738.944945
QAR 3.658368
RON 4.769403
RSD 104.893972
RUB 81.501091
RWF 1479.33272
SAR 3.742715
SBD 8.07458
SCR 13.775995
SDG 601.503214
SEK 9.91506
SGD 1.277575
SHP 0.7473
SLE 23.920227
SLL 20969.504398
SOS 572.043164
SRD 37.735503
STD 20697.981008
STN 21.867776
SVC 8.757313
SYP 13001.999685
SZL 16.505197
THB 33.741501
TJS 9.203388
TMT 3.51
TND 2.982913
TOP 2.40776
TRY 49.617098
TTD 6.792399
TWD 32.558968
TZS 2646.654982
UAH 45.101592
UGX 4288.761748
UYU 40.127988
UZS 11917.905419
VES 879.788897
VND 25851.5
VUV 118.676507
WST 2.769234
XAF 585.330098
XAG 0.017878
XAU 0.000245845518
XCD 2.70255
XCG 1.803868
XDR 0.707052
XOF 585.330098
XPF 106.446977
YER 236.097801
ZAR 16.5147
ZMK 9001.198572
ZMW 20.093362
ZWL 321.999592
SSP 5745.343966
MXV 2.116716
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Misshandelt und mit Exkrementen beschmiert: Aktivistin schildert Folter in Tansania
Misshandelt und mit Exkrementen beschmiert: Aktivistin schildert Folter in Tansania / Foto: © AFP

Misshandelt und mit Exkrementen beschmiert: Aktivistin schildert Folter in Tansania

Sie wurde entblößt, geschlagen, sexuell misshandelt und mit Exkrementen beschmiert: Die international anerkannte Menschenrechtsaktivistin Agather Atuhaire aus Uganda ist bei einem Aufenthalt in Tansania in dieser Woche nach eigenen Angaben von Sicherheitskräften gefoltert worden. Atuhaire war am Montag in der tansanischen Wirtschaftsmetropole Daressalam festgenommen worden, wie sie in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP beschreibt.

Textgröße:

Die Anwältin und Journalistin Atuhaire wurde im vergangenen Jahr von den USA mit der Auszeichnung International Women of Courage geehrt. Sie war zur Unterstützung des tansanischen Oppositionsführers Tundu Lissu nach Daressalam gereist, der wegen angeblichen Verrats vor Gericht steht. Vor den Wahlen im Oktober droht ihm die Todesstrafe.

Nach ihrer brutalen Tortur sei sie am frühen Freitagmorgen von tansanischen Sicherheitskräften in die Nähe der ugandischen Grenze gebracht worden, erzählt Atuhaire AFP. Mit den Worten "Was in Tansania geschieht, bleibt in Tansania" sei sie zum Schweigen aufgefordert worden. "Wir haben Videos von dir", sei ihr gesagt worden.

Atuhaire wurde zusammen mit Boniface Mwangi festgenommen, einem bekannten Menschenrechtsaktivisten aus Kenia, der ebenfalls den Prozess gegen Lissu verfolgen wollte. Die Polizei habe ihr gesagt: "Die Weißen schicken euch, um unser Land zu destabilisieren", berichtet sie AFP nach ihrer Rückkehr am Freitag in der ugandischen Hauptstadt Kampala.

Nach ihrer Vernehmung wurden Atuhaire und Mwangi mit verbundenen Augen an einen unbekannten Ort gefahren. Dort hätten sie Mwangi aus dem Auto gezogen und angefangen, ihn zu schlagen. "Er hat geschrien", sagte Atuhaire. Die Agenten hätten im Autoradio Gospel abgespielt, offenbar um die Schläge zu überspielen.

Ihr selbst seien die Kleider vom Leib gerissen worden, ihre Hände seien mit den Fußgelenken zusammengebunden worden. Sie zeigt Verletzungen an ihren Unterarmen und Beinen. Einer der tansanischen Polizisten habe "mit aller Kraft" auf ihre Fußsohlen geschlagen, während ein anderer einen Gegenstand in ihren Anus gesteckt habe, erzählt sie.

"Ich wusste nicht, dass es solche Schmerzen gibt", sagt sie. "Ich weiß nicht mehr, welcher Schmerz schlimmer war", fügt sie hinzu. "Nach diesen Schlägen habe ich geschrien, geschrien." Anschließend hätten sie ihren Körper mit Exkrementen beschmiert. Alles sei gefilmt worden, "um zu demütigen, Angst einzuflößen, aber auch, um mich zum Schweigen zu bringen".

Das US-Außenministerium teilte am Samstag mit, es sei "zutiefst besorgt" über die Berichte über die Misshandlung Atuhaires und Mwangis, und forderte eine "sofortige und umfassende Untersuchung".

Auch die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erklärte, die "Folter und Verschleppung" von Mwangi und Atuhaire müssten "dringend untersucht" werden.

Auf eine Bitte von AFP um eine Stellungnahme bei der tansanischen Regierung gab es zunächst keine Antwort.

Atuhaire ist eine erbitterte Kritikerin der Regierung von Ugandas Präsident Yoweri Museveni, der sein Land seit fast 40 Jahren regiert. Ihre Offenlegung von Korruption als Leiterin des Agora-Forschungszentrums hat ihr internationale Anerkennung eingebracht.

Tansanias Präsidentin Samia Suluhu Hassan sagte am Montag, ausländische Aktivisten würden versuchen, sich in die nationalen Angelegenheiten "einzumischen". Sie rief die Sicherheitskräfte auf, "nicht zuzulassen, ungehobelte Individuen aus anderen Ländern" hereinzulassen. Menschenrechtsaktivisten werfen Hassan vor, vor den Wahlen im Oktober brutal gegen die Opposition vorzugehen.

Die Chadema-Partei des angeklagten Lissu wurde von der Wahl ausgeschlossen, nachdem sie es abgelehnt hatte, einen Verhaltenskodex zu unterzeichnen.

Einen Tag nach der Warnung der Präsidentin an ausländische Aktivisten konnte Atuhaire nicht auftreten - wegen der Schläge auf ihre Fußsohlen. "Die Schmerzen waren unvorstellbar", erzählt sie, aber ihre Entführer hätten sie gezwungen aufzustehen. Bis zu ihrer Freilassung seien ihr die Augen verbunden worden und sie habe in ständiger Furcht vor möglichen neuen Qualen gelebt.

"Wir wurden beide schlimmer behandelt als Hunde, angebunden, mit verbundenen Augen, und grausam gefoltert", erzählt auch Mwangi. Er konnte nach seiner Freilassung kaum laufen und kehrte am Donnerstag in die kenianische Hauptstadt Nairobi zurück. "Die Situation in Tansania ist sehr schlecht." Er gehe davon aus, dass "das, was uns passiert ist, allen tansanischen Aktivisten geschieht", fügt er hinzu.

Atuhaire will Tansania wegen der Folter verklagen. "Für mich ist das Bedürfnis nach Gerechtigkeit stärker als alles andere", sagt sie.

P.Grant--TFWP