The Fort Worth Press - Nach vereiteltem Anschlag in München gehen Ermittlungen zu Täter und Motiv weiter

USD -
AED 3.6725
AFN 64.494756
ALL 81.598713
AMD 359.67278
ANG 1.789785
AOA 918.000208
ARS 1538.260398
AUD 1.421858
AWG 1.8025
AZN 1.693911
BAM 1.758181
BBD 2.017808
BDT 124.280834
BGN 1.747831
BHD 0.378105
BIF 3005.600554
BMD 1
BND 1.283543
BOB 11.917476
BRL 5.352201
BSD 1.001892
BTN 95.226537
BWP 13.859348
BYN 2.947424
BYR 19600
BZD 2.014932
CAD 1.406275
CDF 2314.999721
CHF 0.830245
CLF 0.024972
CLP 986.040307
CNY 6.66835
CNH 6.666145
COP 3151.86
CRC 455.595609
CUC 1
CUP 24.044517
CVE 99.123517
CZK 21.881896
DJF 178.40785
DKK 6.722025
DOP 61.444278
DZD 135.369852
EGP 56.14368
ERN 15
ETB 162.972609
EUR 0.899349
FJD 2.243699
FKP 0.75114
GBP 0.75245
GEL 2.570497
GGP 0.75114
GHS 11.676555
GIP 0.75114
GMD 73.999918
GNF 8866.375106
GTQ 7.656419
GYD 209.942467
HKD 7.84472
HNL 26.89794
HRK 6.76901
HTG 131.239943
HUF 330.105013
IDR 18166
ILS 3.098303
IMP 0.75114
INR 95.22695
IQD 1518.788206
IRR 1857000.000207
ISK 122.670033
JEP 0.75114
JMD 159.404525
JOD 0.709014
JPY 157.858024
KES 129.909972
KGS 87.449204
KHR 4090.273689
KMF 441.000077
KPW 899.999961
KRW 1337.48013
KWD 0.31132
KYD 0.834862
KZT 457.910823
LAK 22548.645041
LBP 89716.422674
LKR 333.065143
LRD 170.315667
LSL 16.709083
LTL 2.952739
LVL 0.60489
LYD 6.436563
MAD 9.868303
MDL 18.093068
MGA 4560.450921
MKD 55.35329
MMK 2099.630718
MNT 3601.077836
MOP 8.095253
MRU 40.249373
MUR 47.549701
MVR 15.449945
MWK 1737.250425
MXN 18.681115
MYR 4.079905
MZN 63.910092
NAD 16.709008
NGN 1344.540146
NIO 36.866069
NOK 9.334902
NPR 152.363829
NZD 1.783502
OMR 0.384498
PAB 1.001888
PEN 3.451546
PGK 4.491231
PHP 64.053502
PKR 277.234306
PLN 3.95895
PYG 5828.864747
QAR 3.652104
RON 4.811894
RSD 105.694014
RUB 80.501108
RWF 1482.753351
SAR 3.750764
SBD 8.064647
SCR 13.986932
SDG 601.515787
SEK 9.95784
SGD 1.28196
SHP 0.749344
SLE 22.874977
SLL 20969.504398
SOS 572.550994
SRD 37.6505
STD 20697.981008
STN 22.02465
SVC 8.766631
SYP 13001.999685
SZL 16.701501
THB 33.8175
TJS 9.217057
TMT 3.5
TND 3.000388
TOP 2.40776
TRY 49.837115
TTD 6.800611
TWD 32.414703
TZS 2644.982953
UAH 45.735578
UGX 4393.203883
UYU 40.165228
UZS 11956.976101
VES 886.72915
VND 25842
VUV 118.98361
WST 2.767767
XAF 589.934591
XAG 0.018563
XAU 0.000248143884
XCD 2.70255
XCG 1.805556
XDR 0.707052
XOF 589.934591
XPF 107.209637
YER 236.149824
ZAR 16.663225
ZMK 9001.205413
ZMW 20.204154
ZWL 321.999592
SSP 5745.470209
MXV 2.10654
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Nach vereiteltem Anschlag in München gehen Ermittlungen zu Täter und Motiv weiter
Nach vereiteltem Anschlag in München gehen Ermittlungen zu Täter und Motiv weiter / Foto: © APA/AFP

Nach vereiteltem Anschlag in München gehen Ermittlungen zu Täter und Motiv weiter

Nach der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags auf das israelische Generalkonsulat in München gehen die Ermittlungen zum Täter und seinem Motiv weiter. Die Polizei in Österreich, wo der mutmaßliche Täter gelebt hatte, teilte am Donnerstagabend mit, der 18-Jährige sei dort zuvor verdächtigt worden, sich "religiös radikalisiert" zu haben. Der junge Mann hatte in der Nähe des israelischen Generalkonsulats Schüsse auf Polizisten abgegeben, die ihn daraufhin erschossen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und andere hochrangige Politiker dankten den Einsatzkräften für ihr schnelles Eingreifen.

Textgröße:

"Die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte in München hat heute womöglich Grausames verhindert", schrieb Scholz am Donnerstagabend im Internetdienst X. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte im ZDF-"Heute Journal", die bayerische Polizei habe "sehr gut gearbeitet". Die Beamten hätten "sehr beherzt, sehr besonnen, aber auch sehr konsequent durchgegriffen".

Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) dankte den Einsatzkräften. Der Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen habe für die Behörden in Deutschland "oberste Priorität", sagte die Ministerin vor Journalisten.

Der 18-jährige Tatverdächtige hatte am Donnerstag in der Nähe des israelischen Generalkonsulats Schüsse abgegeben, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) schilderte. Daraufhin hätten die Beamten ihn erschossen. Die Tat ereignete sich genau am 52. Jahrestag des Münchner Olympia-Attentats vom 5. September 1972.

Die Generalstaatsanwaltschaft München und die Polizei gingen nach dem Ermittlungsstand "von einem terroristischen Anschlag auch mit Bezug zum Generalkonsulat des Staates Israel" aus. Die Klärung der Tatmotive des getöteten Verdächtigen bilde nun "einen Schwerpunkt" der laufenden Ermittlungen, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Behörden.

Nach Angaben der Polizei hatte der Verdächtige mit einem Repetiergewehr älteren Typs auf Polizisten geschossen, die ihn gesichtet hatten und sich näherten. Daraufhin habe sich ein Schusswechsel entwickelt, bei dem der 18-Jährige tödlich getroffen worden sei. Weitere Menschen wurden demnach nicht verletzt, auch die Beamten blieben unversehrt. Die Polizei löste Großalarm aus und riegelte die Gegend ab. Hinweise auf weitere Täter gab es jedoch nicht.

Ministerpräsident Söder stufte die Tat als möglichen Anschlag ein. Er sprach bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Herrmann und Vertretern der Polizei von einem "schlimmen Verdacht" mit Blick etwa auf den Tatzeitpunkt am Jahrestag des Olympia-Attentats. Die Motive müssten aber noch weiter aufgeklärt werden, betonten Söder und sein Innenminister.

Vertreter Israels reagierten entsetzt auf die Tat. Der israelische Präsident Isaac Herzog tauschte sich mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einem Telefonat über das Geschehen aus. Beide drückten ihre Verachtung und ihre Abscheu über den "Terroranschlag" aus, schrieb Herzog im Onlinedienst X. Er dankte den deutschen Sicherheitskräften für ihre "schnelle Reaktion".

Bei dem erschossenen Verdächtigen handelte es sich laut Ermittlern um einen österreichischen Staatsbürger, der in dem Nachbarland wohnte. Er hatte laut Polizei einen Karabiner mit aufgestecktem Bajonett bei sich, in der Nähe fanden die Einsatzkräfte auch ein vom dem Mann genutztes Auto. Die Ermittlungen übernahm eine für Terrorismus- und Extremismusbekämpfung zuständige Spezialabteilung bei der Münchner Generalstaatsanwaltschaft.

Die Polizei in Salzburg erklärte, es handele sich bei dem erschossenen Mann um einen 18-jährigen Österreicher mit bosnischen Wurzeln aus dem Flachgau. Diesem sei im Jahr 2023 "nach einer gefährlichen Drohung gegen Mitschüler und damit einhergehender Körperverletzung auch die Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen worden". Er sei verdächtigt worden, sich für Sprengstoff und Waffen zu interessieren.

Die Staatsanwaltschaft Salzburg ließ demnach nach abgeschlossenen Ermittlungen aber alle Vorwürfe gegen den damals 17-Jährigen fallen. Bis mindestens Anfang 2028 habe für den Mann ein Waffenverbot gegolten. Seit damals sei er nicht mehr polizeilich aufgefallen, hieß es.

Die Polizei in München war nach Angaben eines Sprechers wegen des Jahrestags des Olympia-Attentats besonders sensibilisiert und bereits in dem fraglichen Bereich präsent. Dort befindet sich neben dem israelischen Konsulat unter anderem auch das Münchner NS-Dokumentationszentrum.

Bei dem Olympia-Attentat am 5. September 1972 war ein palästinensisches Kommando in das Münchner Olympiagelände eingedrungen und hatte Mitglieder der israelischen Mannschaft als Geiseln genommen. Bei der Geiselnahme und einer fehlgeschlagenen Befreiungsaktion wurden elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist getötet.

Die Sicherheitslage gilt derzeit als äußerst angespannt. Erst vor zwei Wochen wurden drei Menschen bei einem laut Behörden mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf ein Stadtfest in Solingen erstochen. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte die Tat in der nordrhein-westfälischen Stadt für sich reklamiert.

J.P.Estrada--TFWP