The Fort Worth Press - Bericht: Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower "Folge von jahrzehntelangem Versagen"

USD -
AED 3.672497
AFN 64.500226
ALL 81.598713
AMD 359.67278
ANG 1.789785
AOA 918.000342
ARS 1538.215797
AUD 1.421848
AWG 1.8025
AZN 1.699173
BAM 1.758181
BBD 2.017808
BDT 124.280834
BGN 1.747831
BHD 0.378105
BIF 3005.600554
BMD 1
BND 1.283543
BOB 11.917476
BRL 5.351503
BSD 1.001892
BTN 95.226537
BWP 13.859348
BYN 2.947424
BYR 19600
BZD 2.014932
CAD 1.40575
CDF 2315.000075
CHF 0.830565
CLF 0.024972
CLP 986.040423
CNY 6.66835
CNH 6.664435
COP 3151.87
CRC 455.595609
CUC 1
CUP 24.044517
CVE 99.123517
CZK 21.898799
DJF 178.40785
DKK 6.719115
DOP 61.444278
DZD 135.335595
EGP 56.133904
ERN 15
ETB 162.972609
EUR 0.89891
FJD 2.243698
FKP 0.75114
GBP 0.752245
GEL 2.570501
GGP 0.75114
GHS 11.676555
GIP 0.75114
GMD 73.999937
GNF 8866.375106
GTQ 7.656419
GYD 209.942467
HKD 7.84482
HNL 26.89794
HRK 6.76901
HTG 131.239943
HUF 330.096502
IDR 18178
ILS 3.085401
IMP 0.75114
INR 95.14335
IQD 1518.788206
IRR 1857000.000035
ISK 122.639813
JEP 0.75114
JMD 159.404525
JOD 0.708975
JPY 157.735501
KES 129.940384
KGS 87.449203
KHR 4090.273689
KMF 441.000234
KPW 899.999961
KRW 1339.030262
KWD 0.31111
KYD 0.834862
KZT 457.910823
LAK 22548.645041
LBP 89716.422674
LKR 333.065143
LRD 170.315667
LSL 16.709083
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.436563
MAD 9.868303
MDL 18.093068
MGA 4560.450921
MKD 55.35329
MMK 2099.630718
MNT 3601.077836
MOP 8.095253
MRU 40.249373
MUR 47.550187
MVR 15.450122
MWK 1737.250425
MXN 18.65324
MYR 4.0776
MZN 63.909556
NAD 16.709008
NGN 1341.620202
NIO 36.866069
NOK 9.332115
NPR 152.363829
NZD 1.784302
OMR 0.384495
PAB 1.001888
PEN 3.451546
PGK 4.491231
PHP 64.015998
PKR 277.234306
PLN 3.96276
PYG 5828.864747
QAR 3.652104
RON 4.809899
RSD 105.631003
RUB 80.701106
RWF 1482.753351
SAR 3.750764
SBD 8.064647
SCR 13.754702
SDG 601.497124
SEK 9.94874
SGD 1.282065
SHP 0.749344
SLE 22.874987
SLL 20969.504398
SOS 572.550994
SRD 37.650502
STD 20697.981008
STN 22.02465
SVC 8.766631
SYP 13001.999685
SZL 16.701501
THB 33.764967
TJS 9.217057
TMT 3.5
TND 2.999905
TOP 2.40776
TRY 49.83783
TTD 6.800611
TWD 32.422002
TZS 2637.840286
UAH 45.735578
UGX 4393.203883
UYU 40.165228
UZS 11956.976101
VES 886.72915
VND 25847
VUV 118.98361
WST 2.767767
XAF 589.646063
XAG 0.018551
XAU 0.000246885234
XCD 2.70255
XCG 1.805556
XDR 0.707052
XOF 589.646063
XPF 107.209637
YER 236.150051
ZAR 16.66495
ZMK 9001.202236
ZMW 20.204154
ZWL 321.999592
SSP 5745.470209
MXV 2.103397
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Bericht: Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower "Folge von jahrzehntelangem Versagen"
Bericht: Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower "Folge von jahrzehntelangem Versagen" / Foto: © Natalie Oxford/AFP/Archiv

Bericht: Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower "Folge von jahrzehntelangem Versagen"

Die Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower, bei der vor sieben Jahren 72 Menschen starben, war laut einem Untersuchungsbericht die Folge von "jahrzehntelangem Versagen" der britischen Regierung und "systematischer Unehrlichkeit" von Baustofffirmen. Alle 72 Todesfälle wären vermeidbar gewesen, sagte der Chef einer unabhängigen Untersuchungskommission, der ehemalige Richter Martin Moore-Bick, bei der Vorlage seines Abschlussberichts am Mittwoch in London. Premierminister Keir Starmer entschuldigte sich im Namen des Staates für die Tragödie.

Textgröße:

Am frühen Morgen des 14. Juni 2017 war in der vierten Etage des 24-stöckigen Wohnturms im Stadtteil North Kensington ein durch einen defekten Kühlschrank ausgelöstes Feuer ausgebrochen. Über eine hochbrennbare Fassadenverkleidung breiteten sich die Flammen innerhalb einer halben Stunde bis zum obersten Stockwerk aus.

Der nun vorgelegte Untersuchungsbericht übt heftige Kritik an der damaligen Regierung und wichtigen Behörden. Besonders schwer wiegen die Vorwürfe gegen die Baustofffirmen, die die Fassadenverkleidung und weitere Dämmmaterialien lieferten. Ihnen werfen die Ermittler "systematische Unehrlichkeit" vor, weil sie "bewusst und andauernd" Tests und deren Ergebnisse manipuliert hätten.

Auch die Londoner Feuerwehr wird in dem Bericht scharf kritisiert. Deren Leitung habe nicht dafür gesorgt, dass die mit der zunehmenden Verwendung von Fassadenverkleidung einhergehenden Gefahren in der gesamten Feuerwehr bekannt und in der Ausbildung berücksichtigt worden seien. Die Leitung habe zudem keine Lehren aus einem vorangegangenen Brand im Jahr 2009 gezogen, der bereits Schwächen bei der Brandbekämpfung in Hochhäusern offenbart habe.

Hinzu komme, dass Bewohner des Grenfell Towers von der Notrufzentrale noch bis fast zwei Stunden nach Ausbruch des Brandes den Ratschlag erhielten, in ihren Wohnungen zu bleiben und auf Rettung zu warten. Dies führte dazu, dass Bewohner in ihren eigenen Wohnungen von den Flammen eingeschlossen wurden und starben.

Premierminister Starmer entschuldigte sich am Mittwoch im Namen des Staates für die Tragödie. Diese hätte "nie passieren dürfen", sagte er im Parlament. Der Staat habe seine "grundlegendste Pflicht verletzt", seine Bürger zu schützen. "Das tut mir zutiefst leid."

Viele Bewohner von Gebäuden, deren Fassaden mit ähnlichen Platten verkleidet sind, leben seit dem Unglück in ständiger Angst vor einer ähnlichen Katastrophe. Besitzer von Eigentumswohnungen in solchen Gebäuden stehen vor finanziellen Problemen, weil ihre Wohnungen unverkäuflich geworden sind.

Erst vor rund anderthalb Wochen war in einem Hochhaus in Dagenham im Osten Londons ein Brand ausgebrochen, mehr als 80 Menschen mussten evakuiert werden. An dem Gebäude liefen gerade Arbeiten zur Entfernung der nicht feuersicheren Fassadenverkleidung. Nach Behördenangaben stehen allein in London rund 1300 Gebäude, deren Verkleidung dringend ausgetauscht werden müsste.

Unabhängig von dem jetzt vorgelegten Untersuchungsbericht laufen die Ermittlungen der Londoner Polizei zu der Grenfell-Tower-Katastrophe weiter. Sie sollen Ende kommenden Jahres abgeschlossen sein. Anschließend dürfte es nach Angaben der Staatsanwaltschaft mindestens zwei weitere Jahre dauern, bis über mögliche Anklagen gegen Verantwortliche entschieden wird.

L.Coleman--TFWP