The Fort Worth Press - Boeing drohen neue US-Ermittlungen zu Abstürzen vor mehr als fünf Jahren

USD -
AED 3.672502
AFN 64.999677
ALL 81.404056
AMD 360.930032
ANG 1.789785
AOA 917.999804
ARS 1539.480959
AUD 1.42102
AWG 1.8
AZN 1.697911
BAM 1.75401
BBD 2.012923
BDT 123.983804
BGN 1.747831
BHD 0.377199
BIF 2998.457454
BMD 1
BND 1.280463
BOB 11.889313
BRL 5.341698
BSD 0.999466
BTN 94.999372
BWP 13.826286
BYN 2.940367
BYR 19600
BZD 2.010116
CAD 1.403598
CDF 2314.99979
CHF 0.828595
CLF 0.024963
CLP 985.620325
CNY 6.66835
CNH 6.664805
COP 3159.61
CRC 454.490425
CUC 1
CUP 23.987373
CVE 98.888386
CZK 21.831198
DJF 177.984646
DKK 6.70764
DOP 61.296875
DZD 135.245828
EGP 56.099196
ERN 15
ETB 162.582372
EUR 0.89743
FJD 2.252797
FKP 0.749223
GBP 0.750855
GEL 2.592987
GGP 0.749223
GHS 11.648962
GIP 0.749223
GMD 74.000228
GNF 8845.382922
GTQ 7.638188
GYD 209.445401
HKD 7.844535
HNL 26.833413
HRK 6.759501
HTG 130.928626
HUF 329.059503
IDR 18130
ILS 3.021701
IMP 0.749223
INR 94.930152
IQD 1515.158309
IRR 1817007.49884
ISK 122.402159
JEP 0.749223
JMD 159.024972
JOD 0.708992
JPY 157.758496
KES 129.929963
KGS 87.449199
KHR 4080.479613
KMF 441.000214
KPW 899.999961
KRW 1326.55006
KWD 0.31113
KYD 0.832885
KZT 456.816419
LAK 22494.753646
LBP 89501.999892
LKR 332.273585
LRD 169.913187
LSL 16.669223
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.420085
MAD 9.844894
MDL 18.050231
MGA 4549.530967
MKD 55.226471
MMK 2099.77173
MNT 3599.40728
MOP 8.076123
MRU 40.152816
MUR 47.319814
MVR 15.450105
MWK 1733.121682
MXN 18.622445
MYR 4.087998
MZN 63.910318
NAD 16.669073
NGN 1341.519826
NIO 36.778125
NOK 9.32867
NPR 151.999677
NZD 1.75486
OMR 0.384479
PAB 0.999498
PEN 3.443297
PGK 4.480537
PHP 63.871988
PKR 276.580407
PLN 3.94646
PYG 5815.01195
QAR 3.64344
RON 4.8007
RSD 105.46702
RUB 80.550754
RWF 1479.229445
SAR 3.750364
SBD 8.064647
SCR 13.929661
SDG 601.508119
SEK 9.92954
SGD 1.28045
SHP 0.749344
SLE 22.949869
SLL 20969.504398
SOS 571.182587
SRD 37.650498
STD 20697.981008
STN 21.971222
SVC 8.745835
SYP 13001.999685
SZL 16.661958
THB 33.749014
TJS 9.19474
TMT 3.5
TND 2.992884
TOP 2.40776
TRY 49.787501
TTD 6.784327
TWD 32.410503
TZS 2644.594994
UAH 45.626679
UGX 4382.704147
UYU 40.070132
UZS 11928.452601
VES 859.934975
VND 25834
VUV 118.743227
WST 2.764729
XAF 588.675445
XAG 0.018394
XAU 0.000246623417
XCD 2.70255
XCG 1.801256
XDR 0.707052
XOF 588.675445
XPF 106.953406
YER 236.150184
ZAR 16.602685
ZMK 9001.199893
ZMW 20.155866
ZWL 321.999592
SSP 5745.701932
MXV 2.100462
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Boeing drohen neue US-Ermittlungen zu Abstürzen vor mehr als fünf Jahren
Boeing drohen neue US-Ermittlungen zu Abstürzen vor mehr als fünf Jahren / Foto: © AFP/Archiv

Boeing drohen neue US-Ermittlungen zu Abstürzen vor mehr als fünf Jahren

Der Druck der US-Behörden auf den Flugzeugbauer Boeing nimmt weiter zu: Mehr als fünf Jahre nach den Abstürzen von zwei 737-MAX-Maschinen mit insgesamt 346 Toten hat das Justizministerium in Washington mitgeteilt, dass der Konzern deswegen erneut strafrechtlich verfolgt werden kann. Eine Vereinbarung mit den US-Behörden von Anfang 2021 zur Einstellung der Ermittlungen sei nicht mehr gültig, da Boeing gegen darin eingegangene Verpflichtungen verstoßen habe, teilte das Ministerium am Dienstag mit.

Textgröße:

In einem Schreiben an einen Bundesrichter in Texas teilte das Justizministerium mit, dass es im Zusammenhang mit den damaligen Unglücken die mögliche Neuaufnahme von Ermittlungen gegen den Flugzeugbauer wegen Verstößen gegen US-Bundesgesetze prüfe. Boeing muss damit befürchten, wegen Betrugs der Behörden bei den Zulassungen der 737-MAX belangt zu werden. Der Konzern steht ohnehin schon wegen zuletzt aufgetretener neuer Pannen bei der 737-MAX und anderer Maschinen sowie Vorwürfen mangelnder Qualitätskontrolle unter starkem Druck der US-Behörden.

Das Justizministerium teilte nun mit, dass Boeing es versäumt habe, ein Compliance- und Ethikprogramm zu entwickeln, einzuführen und durchzusetzen, "um Verstöße gegen die US-Betrugsgesetze zu verhindern und aufzudecken". Das Ministerium forderte nach eigenen Angaben den Konzern auf, bis zum 13. Juni Stellung zu beziehen.

Boeing erklärte hingegen in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP: "Wir glauben, die Bedingungen dieser Vereinbarung erfüllt zu haben." Das Unternehmen kündigte an, mit dem Ministerium "mit der größtmöglichen Transparenz" zusammenarbeiten zu wollen, so wie es das Unternehmen schon in den vergangenen Jahren bei der Umsetzung der Vereinbarung getan habe.

Nach den Abstürzen der zwei 737-MAX-Maschinen im Oktober 2018 in Indonesien und im März 2019 in Äthiopien hatte Boeing in der Vereinbarung mit den Behörden erreicht, dass seine Strafverfolgung wegen Betrugs eingestellt wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor dem Unternehmen vorgeworfen, den Aufsichtsbehörden Informationen über ein Stabilisierungssystem vorenthalten zu haben, das nach Erkenntnissen der Ermittler vor den Abstützen versagt hatte. Nach den beiden Unglücken galt mehr als anderthalb Jahre lang ein weltweites Flugverbot für die 737-MAX.

Im Gegenzug für die Einstellung der Ermittlungen willigte Boeing in der Vereinbarung vom 7. Januar 2021 in eine Reihe von Auflagen sowie in die Zahlung von 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) ein: Diese enthielten eine Geldstrafe von 243,6 Millionen Dollar, 1,77 Milliarden Dollar Entschädigung für Boeing-Kunden und 500 Millionen Dollar für einen Entschädigungsfonds für die Hinterbliebenen der Absturzopfer.

Das Justizministerium kündigte nun an, im Zuge seiner Prüfung des weiteren Vorgehens auch die Familien der Todesopfer konsultieren zu wollen. Auch nach der Vereinbarung vom Januar 2021 waren Angehörige der Opfer weiter juristisch gegen Boeing vorgegangen. Der Bundesrichter im US-Bundesstaat Texas hatte erst vergangenes Jahr eine Anfechtung der Vereinbarung durch Hinterbliebene zurückgewiesen.

Die jetzige Entscheidung des US-Justizministeriums, die damalige Vereinbarung zu annullieren, nannte der Anwalt Paul Cassell, der Familien der Opfer vertritt, einen "positiven ersten Schritt". Jedoch seien weitere Schritte des Ministeriums erforderlich, "um Boeing zur Rechenschaft zu ziehen".

Für Boeing kommt die Aufkündigung der Vereinbarung vom Januar 2021 zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Der Konzern sieht sich derzeit bereits mit Untersuchungen der US-Behörden wegen einer dramatischen Panne an einer 737-MAX der Alaska Airlines zu Jahresbeginn konfrontiert. Dabei hatte sich während des Fluges eine Kabinentürabdeckung gelöst, was eine Notlandung zur Folge hatte. Auch bei anderen Boeing-Maschinen gab es in den vergangenen Monaten technische Pannen.

Die US-Flugaufsichtsbehörde FAA verhängte nach der Panne bei der Alaska-Airlines-Maschine einen vorübergehenden Produktionsstopp der 737-MAX, Boeing-Chef Dave Calhoun kündigte nach dem Vorfall seinen Rücktritt zum Jahresende an. Der Konzern sieht sich auch mit Vorwürfen mangelnder Sicherheit seiner Dreamliner-Modelle konfrontiert. Ein Boeing-Ingenieur hatte sich mit solchen Vorwürfen als Informant an die FAA gewendet und dazu auch im April im US-Senat ausgesagt.

H.M.Hernandez--TFWP