The Fort Worth Press - Bundesverfassungsgericht: Bei Abschiebehaft muss Vertrauter benachrichtigt werden

USD -
AED 3.672504
AFN 64.502894
ALL 81.046102
AMD 360.780113
ANG 1.789785
AOA 916.999763
ARS 1529.249879
AUD 1.433486
AWG 1.8025
AZN 1.694655
BAM 1.745704
BBD 2.012675
BDT 123.586379
BGN 1.747831
BHD 0.377114
BIF 2995.403222
BMD 1
BND 1.277279
BOB 11.766859
BRL 4.965199
BSD 0.999331
BTN 94.818583
BWP 13.766234
BYN 2.934172
BYR 19600
BZD 2.009729
CAD 1.40025
CDF 2315.999692
CHF 0.825078
CLF 0.025212
CLP 986.459589
CNY 6.67805
CNH 6.670601
COP 3171.419646
CRC 456.018209
CUC 1
CUP 23.982684
CVE 98.420137
CZK 21.719501
DJF 177.944392
DKK 6.67165
DOP 61.293346
DZD 134.335699
EGP 55.079216
ERN 15
ETB 162.538225
EUR 0.89267
FJD 2.237198
FKP 0.747807
GBP 0.747692
GEL 2.589955
GGP 0.747807
GHS 11.586558
GIP 0.747807
GMD 74.000052
GNF 8843.664926
GTQ 7.638684
GYD 209.291739
HKD 7.842097
HNL 26.828223
HRK 6.728201
HTG 130.968001
HUF 327.370065
IDR 18093.85
ILS 3.10555
IMP 0.747807
INR 94.945503
IQD 1514.883742
IRR 1832375.000108
ISK 121.780185
JEP 0.747807
JMD 158.593297
JOD 0.70897
JPY 156.860135
KES 129.754095
KGS 87.448601
KHR 4082.652742
KMF 439.496008
KPW 899.999961
KRW 1323.760003
KWD 0.31069
KYD 0.832775
KZT 453.715357
LAK 22486.722899
LBP 89486.053465
LKR 331.81595
LRD 170.375329
LSL 16.556076
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.399786
MAD 9.815504
MDL 18.037221
MGA 4519.123488
MKD 54.987281
MMK 2100.106238
MNT 3599.160205
MOP 8.073191
MRU 39.936627
MUR 47.16006
MVR 15.460158
MWK 1732.762083
MXN 18.668401
MYR 4.085301
MZN 63.913532
NAD 16.556076
NGN 1332.059605
NIO 36.774222
NOK 9.35739
NPR 151.709734
NZD 1.750854
OMR 0.3845
PAB 0.999241
PEN 3.431874
PGK 4.475387
PHP 63.617993
PKR 276.527424
PLN 3.92999
PYG 5779.443924
QAR 3.642612
RON 4.779802
RSD 104.87794
RUB 81.617352
RWF 1476.413621
SAR 3.753249
SBD 8.07458
SCR 14.037013
SDG 601.500203
SEK 9.931805
SGD 1.276902
SHP 0.7473
SLE 22.950211
SLL 20969.504398
SOS 571.07154
SRD 37.627978
STD 20697.981008
STN 21.868166
SVC 8.743696
SYP 13001.999685
SZL 16.555541
THB 33.769976
TJS 9.208462
TMT 3.51
TND 2.983978
TOP 2.40776
TRY 49.7038
TTD 6.789842
TWD 32.585799
TZS 2645.601821
UAH 45.239791
UGX 4402.195742
UYU 40.076762
UZS 11958.762887
VES 879.788905
VND 25842.5
VUV 118.622996
WST 2.767791
XAF 585.553343
XAG 0.018551
XAU 0.000250266221
XCD 2.70255
XCG 1.800955
XDR 0.707052
XOF 585.553343
XPF 106.448878
YER 236.10377
ZAR 16.57373
ZMK 9001.196556
ZMW 20.091043
ZWL 321.999592
SSP 5745.299755
MXV 2.106972
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Bundesverfassungsgericht: Bei Abschiebehaft muss Vertrauter benachrichtigt werden
Bundesverfassungsgericht: Bei Abschiebehaft muss Vertrauter benachrichtigt werden / Foto: © AFP/Archiv

Bundesverfassungsgericht: Bei Abschiebehaft muss Vertrauter benachrichtigt werden

Wenn jemand in Abschiebehaft kommen soll, muss ein Angehöriger oder ein Vertrauter des Betroffenen benachrichtigt werden. Das bestätigte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nach Angaben vom Mittwoch und gab den Verfassungsbeschwerden von drei Männern aus Afghanistan und Jordanien insofern statt. Die entsprechende Regelung im Grundgesetz solle ein spurloses Verschwinden von Inhaftierten verhindern, erklärte es. (Az. 2 BvR 656/20 u.a.)

Textgröße:

Die drei Männer sollten Deutschland verlassen. Obwohl sie bei ihrer jeweiligen Anhörung angaben, dass jemandem Bescheid gegeben werden sollte, wurde gegen sie Abschiebungs- oder Überstellungshaft angeordnet, ohne dass ein Vertrauter benachrichtigt wurde. Dadurch seien die Männer in ihren Grundrechten verletzt worden, erklärte das Gericht.

Einer der Männer wollte einen Freund anrufen, bei dem er einige Sachen aufbewahrte. Das Amtsgericht Merseburg in Sachsen-Anhalt ordnete Abschiebehaft an, ohne diesen Freund zu benachrichtigen, und dokumentierte die Gründe dafür nicht. Auf die Beschwerde des Afghanen hin erklärte das Landgericht Halle, dass der nicht namentlich benannte Freund die Anforderungen an eine Vertrauensperson nicht erfülle.

Der andere Afghane nannte einen Bekannten in Frankfurt, wusste aber nur dessen Namen und nicht die Adresse oder das Geburtsdatum. Hier erklärte das Amtsgericht im bayerischen Hof später, dass der Bekannte so nicht eindeutig identifiziert werden könne. Auch sei unklar, ob es sich um Frankfurt am Main oder an der Oder handle.

Der Jordanier bat um Benachrichtigung der Klinik, bei der er hospitierte. Das Amtsgericht Hildburghausen In Thüringen benachrichtigte niemanden. Das Landgericht Meiningen wies die Beschwerde des Jordaniers mit der Begründung zurück, dass es sich bei einer Klinik weder um einen Angehörigen noch um einen Vertrauten handle.

Das Verfassungsgericht führte nun aus, dass es einem Amtsgericht zumutbar sei, eine Meldeauskunft einzuholen. Die Benachrichtigung über eine Inhaftierung könne nicht davon abhängen, ob der Festgehaltene ohne Vorbereitung die Anschrift eines Vertrauten nennen könne. Wenn es nicht um einen konkreten Menschen gehe, sondern um eine Klinik, liege es nahe, jemanden zu benachrichtigen, der dort beispielsweise das Personal oder die Hospitationen organisiere.

F.Carrillo--TFWP