The Fort Worth Press - Studie: Übermäßige polizeiliche Gewalt wird nur selten aufgearbeitet

USD -
AED 3.672499
AFN 64.490431
ALL 80.969857
AMD 361.359837
ANG 1.789785
AOA 917.000467
ARS 1524.267701
AUD 1.431578
AWG 1.8
AZN 1.710656
BAM 1.74212
BBD 2.012426
BDT 123.598208
BGN 1.747831
BHD 0.37765
BIF 2995
BMD 1
BND 1.278237
BOB 11.675159
BRL 5.039098
BSD 0.999132
BTN 94.798398
BWP 13.69985
BYN 2.981094
BYR 19600
BZD 2.009486
CAD 1.40998
CDF 2313.499195
CHF 0.826325
CLF 0.024929
CLP 981.120256
CNY 6.691203
CNH 6.68102
COP 3160.57
CRC 453.826798
CUC 1
CUP 23.980333
CVE 98.217189
CZK 21.687099
DJF 177.719776
DKK 6.663795
DOP 61.451444
DZD 134.428159
EGP 53.911702
ERN 15
ETB 163.206182
EUR 0.89152
FJD 2.257951
FKP 0.750648
GBP 0.751025
GEL 2.590224
GGP 0.750648
GHS 11.685029
GIP 0.750648
GMD 73.502765
GNF 8844.094881
GTQ 7.639034
GYD 209.00734
HKD 7.84795
HNL 26.820882
HRK 6.718303
HTG 130.705681
HUF 323.309783
IDR 18050
ILS 3.103497
IMP 0.750648
INR 94.99475
IQD 1514.774979
IRR 1795877.498534
ISK 121.439497
JEP 0.750648
JMD 158.78431
JOD 0.708985
JPY 158.547496
KES 129.797444
KGS 87.449911
KHR 4068.089503
KMF 440.000129
KPW 899.999961
KRW 1327.530065
KWD 0.31094
KYD 0.83268
KZT 451.722955
LAK 22482.018394
LBP 89478.016105
LKR 331.122819
LRD 170.366279
LSL 16.42449
LTL 2.95274
LVL 0.60489
LYD 6.412478
MAD 9.77184
MDL 17.816041
MGA 4529.360679
MKD 54.971219
MMK 2099.513869
MNT 3596.411813
MOP 8.077478
MRU 40.003029
MUR 47.249762
MVR 15.460029
MWK 1732.62013
MXN 18.419778
MYR 4.082503
MZN 63.895983
NAD 16.424417
NGN 1333.609697
NIO 36.770142
NOK 9.417601
NPR 151.676406
NZD 1.763935
OMR 0.384497
PAB 0.999132
PEN 3.447023
PGK 4.544503
PHP 63.006035
PKR 276.59385
PLN 3.895235
PYG 5763.047022
QAR 3.642032
RON 4.7482
RSD 104.665832
RUB 82.7504
RWF 1476.78686
SAR 3.763551
SBD 8.064647
SCR 13.911989
SDG 601.499581
SEK 9.91363
SGD 1.27953
SHP 0.754745
SLE 24.680273
SLL 20969.504398
SOS 571.064633
SRD 37.703778
STD 20697.981008
STN 21.822878
SVC 8.742551
SYP 13001.999685
SZL 16.419114
THB 33.579877
TJS 9.202594
TMT 3.51
TND 2.982711
TOP 2.40776
TRY 49.574502
TTD 6.778453
TWD 32.493904
TZS 2649.968014
UAH 45.052265
UGX 4156.255985
UYU 40.119539
UZS 12034.649387
VES 878.910602
VND 25894.5
VUV 118.97233
WST 2.787823
XAF 584.798714
XAG 0.017553
XAU 0.000241717256
XCD 2.70255
XCG 1.80082
XDR 0.707052
XOF 584.798714
XPF 106.228901
YER 236.150154
ZAR 16.419795
ZMK 9001.190257
ZMW 19.959203
ZWL 321.999592
SSP 5750.775019
MXV 2.07943
  • TecDAX

    9.3300

    4020.85

    +0.23%

  • DAX

    -14.4200

    25560.59

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -2.0100

    6316.19

    -0.03%

  • SDAX

    25.4400

    18245.41

    +0.14%

  • MDAX

    62.1200

    31304.08

    +0.2%

  • Goldpreis

    -27.0000

    4356.9

    -0.62%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1467

    -0.02%

Studie: Übermäßige polizeiliche Gewalt wird nur selten aufgearbeitet
Studie: Übermäßige polizeiliche Gewalt wird nur selten aufgearbeitet / Foto: © AFP/Archiv

Studie: Übermäßige polizeiliche Gewalt wird nur selten aufgearbeitet

Übermäßige polizeiliche Gewalt wird nur selten aufgearbeitet. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag vorgestellte Studie der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Das Forschungsteam befragte mehr als 3300 Betroffene und interviewte zudem unter anderem Polizeikräfte, Richterinnen und Richter sowie Opferberatungsstellen. Die Befragten berichteten vor allem hinsichtlich Großveranstaltungen wie Demonstrationen und Fußballspielen von übermäßiger Polizeigewalt.

Textgröße:

Konfliktsituationen oder Personenkontrollen wurden ebenfalls oft genannt. Am häufigsten gaben junge Männer an, polizeiliche Gewalt erfahren zu haben. 19 Prozent der Betroffenen berichteten demnach von schweren physischen Verletzungen. Psychische Belastungen spielten aber auch eine Rolle. Wut und Angst vor der Polizei, das Meiden bestimmter Situationen oder Orte sowie der Verlust des Vertrauens wurden hier genannt.

Bei der Anwendung übermäßiger polizeilicher Gewalt spielen laut Studie sowohl "individuelle wie auch situative und organisationale Faktoren" eine Rolle. Mängel in der Kommunikation, Stress, Überforderung, aber auch diskriminierendes Verhalten von Beamtinnen und Beamten können demnach übermäßige Polizeigewalt begünstigen.

Rechtswidrige polizeiliche Gewalt wird laut Studie nur selten angezeigt - die Befragten hatten eine niedrige Anzeigebereitschaft. "Ein Großteil der Verdachtsfälle rechtswidriger polizeilicher Gewaltanwendungen verbleibt dadurch im Dunkelfeld", erklärte Studienautor und Kriminologieprofessor Tobias Singelnstein. Nur 14 Prozent der befragten Betroffenen gab demnach an, dass in ihrem Fall ein Strafverfahren stattgefunden habe.

Strafverfahren zu Verdachtsfällen rechtswidriger Polizeigewalt werden außerdem zu mehr als 90 Prozent von den Staatsanwaltschaften eingestellt, nur in etwa zwei Prozent der Fälle wird Anklage erhoben. Strukturelle Besonderheiten dieser Verfahren sind unter anderem, dass es für Polizeikräfte herausfordernd sein kann, Kolleginnen und Kollegen zu belasten.

Für die zuständigen Staatsanwältinnen und Staatsanwälte erweise sich angesichts der alltäglichen engen Zusammenarbeit mit der Polizei eine unvoreingenommene Herangehensweise an solche Verfahren als schwierig, heißt es in der Studie. Einschlägige Verfahren seien zudem oft von einer schwierigen Beweislage gekennzeichnet. Häufig stehe die Aussage der Betroffenen denen der einsatzbeteiligten Polizistinnen und Polizisten gegenüber und es fehle an weiteren Beweismitteln.

"In den auf eine polizeiliche Gewaltanwendung folgenden Auseinandersetzungen um die Bewertung der Gewalt in Gesellschaft und Justiz erweist sich die polizeiliche Deutungsweise angesichts dieser Umstände als besonders durchsetzungsfähig", fasst das Forschungsteam seine Ergebnisse zusammen. Diese dokumentiere so die besondere Definitionsmacht der Polizei. Das Forschungsprojekt wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

S.Jordan--TFWP